Weltuntergang

Auch heute, am Tag des Weltuntergangs selbst, ist es wenig wahrscheinlich, dass die Welt, so wie sie ist, untergeht, also klassisch wie im Bilderbuch, krachbumms und aus – kurz, dass sie ihrem Sonnensystem als Licht aufgeht.
Sie könnte jedoch auch untergehen, indem sie als Licht einem Hirn aufgeht, und nach dem, was man so hört, ist dieser Untergang der Welt nach individuellem Kalender wahrscheinlicher.
Ich beispielsweise ahne seit einiger Zeit, dass ich dem Weltuntergang eine ganze Weile voraus bin. Das ist kein Kunststück, da mein Leben sich längst schon in der fernsten Ferne Lichtjahre entfernt von ihr und ihren Realitäten erfüllt, und ihres gleichwohl weitab von meinem, sodass ich gar nicht wüsste, wenn sie schon – was ich für wahrscheinlich halte – untergegangen wäre, weil das Ende dieses Hühnerplaneten eben auch ein paar Lichtjahre brauchen wird, ehe es in meiner unbekannten Ferne eintreffen und mich persönlich erreichen kann.
Es geht mir also wie den Maya, die selbst in ebenso sicherem Abstand vor dem Untergang der Welt untergegangen sind.
Ihre Vorhersage des Untergangs der Welt wird sich also dennoch ganz richtig genau an dem Tag auf der Erde erfüllen, an dem sie untergeht, sie müssen das Spektakel aber längst nicht mehr mitmachen.{jcomments on}

Wenn der Phönix wieder fliegt

phönix  „Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle“ – war die Schlagzeile auf der WAZ-Titelseite am 18. Dezember 2012.

Das jedenfalls soll der schnell denkende und ebenso schnell sprechende SPD-Bundeskanzlerkandidat auf einer Veranstaltung vom„Initiativkreis Ruhrgebiet – IR“ prophezeit haben, die unter dem verheißungsvollen Titel „Der Phönix fliegt“ in Gelsenkirchen stattfand.

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Was sind urbane Künste, was wollen sie bewirken?

Slum in Glasgow um 1871Im Gelsenkirchener Bahnhofscenter war nach langer Zeit „mal wieder was mit Kunst“. Zuletzt gab es dort in einem leerstehenden Geschäftslokal ein Kontrastprogramm zur Kulturhauptstadt RUHR.2010, als der Gelsenkirchener Künstler Jürgen Kramer mit einer dokumentarischen Ausstellung an Spuren erinnerte, die Joseph Beuys und Johannes Stüttgen in den 1970er/80er Jahren in Gelsenkirchen gelegt hatten.

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