She leaves us

http://www.stripes.com/news/us-army-s-last-tanks-depart-from-germany-1.214977

 

She leaves us!

 

Wie die Internet-Ausgabe vom Stars and Stripes-Magazin meldet, verlassen mit den letzten Panzern die Landstreitkräfte der US-Army die Bundesrepublik Deutschland. Das ist innerhalb einer Waffenbruderschaft wie der NATO nichts Außergewöhnliches. Aufgefallen ist eigentlich nur, wie leise das geschieht. Als Lucius D. Clay, einer der vier damaligen Stadtkommandanten von Berlin verabschiedet wurde, geschah etwas für die preußische Militärtradition ungeheures: Der Große Zapfenstreich wurde für einen Ausländer zelebriert und der tat so, als würde ihn das stolz machen.

Der letzte Abrams ist also verladen. Sind wir jetzt freier als vordem? Unabhängiger? Natürlich nicht. Das bilaterale Verhältnis zu den USA besteht in der von Dönitz unterschriebenen „Bedingungslosen Kapitulation“. Wir haben keinen Friedensvertrag mit den USA und kein Waffenstillstandsabkommen.

Genau betrachtet, lassen uns die USA „an der langen Leine laufen“. Alles weitere machen dann die Diplomaten.

Die neue „Kleine Militär-Doktrin“ der USA, nämlich nur die Länder anzugreifen, die die vermuteten Massenvernichtungswaffen NICHT haben, verschont zur Zeit Nordkorea. Hängt man wegen des Schwebezustandes der Verhältnisse das Umpacken der Panzer nicht an die große Glocke? Um für den Tag gewappnet zu sein, an dem sich die Kernwaffen des machtinhabenden Kim il als Papiertiger erweisen?

Und wenn an jenem Tage die Chinesen abwägen, was mehr Kohle einbringt, der Handel mit den USA oder der Beistand für Kim, kann man es sicher bis zu uns knallen hören, wenn in diesem fernen Land die neuesten Produkte von Marietta-Martin vorgestellt und getestet werden.

Sie werden sich die DDR und die BRD angeschaut haben, die beiden Koreas. Warum sollte seit Jahren schon kein Wort mehr zur Wiedervereinigung gefallen sein? Das Industriegebiet am 17. Breitengrad, aus dem jetzt der Nordkim die Südisten hinausgeworfen hat, zeugte doch von einem gewissen Beziehungsfrühling. Allerdings kann Korea-Süd niemals die Summen aufbringen, die die Vereinigung kosten würde, noch bei den Städten die Bereitschaft, sich selbst zu ruinieren, damit Leipzig eine neue Einkaufs-Mall bekommt, oder ein neues Museum oder auch nur neue Arbeitplätze. Und sich von Gelsenkirchen dennoch die „Ausgleichszahlungen“ überweisen zu lassen. Die Namen Leipzig und Gelsenkirchen stehen da natürlich nur in Ermangelung an Kenntnis tatsächlicher Korea-Namen…{jcomments on}