Gedanken zum Fest und Jahresende:Keine Rejierung? Ejal! Et läuft doch!

Hat eigentlich jemand in den letzten Wochen eine Regierung vermisst? Wohl nicht!

Der DAX klettert auf Höchststände, die (offizielle) Arbeitslosenzahl ist auf einem Tiefstand, bei der BILD- und ZDF-Aktion „Ein Herz für Kinder“ haben die Deutschen in diesem Dezember 18,9 Millionen Euro gespendet (Rekord!) und Bayern München ist selbstverständlich wieder Herbstmeister. Et läuft!

Und der Bundestag kommt auch ganz gut ohne Regierung aus. Denn – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit – haben die Abgeordneten einen Beschluss der alten GroKo umgesetzt und entschieden, ihre Diäten jährlich zum 1.Juli automatisch zu erhöhen, indem sie an die Nominallohnentwicklung angepasst werden. Das geht dann still und leise, ohne eine lästige Debatte und ohne öffentlichen Aufschrei. Der Sockelbetrag, der – durch die Abgeordneten des Bundestages – von 6600 Euro im Jahre 2010 auf 9542 Euro pro Monat im Jahre 2017 erhöht wurde (eine Steigerung von rund 44% in sieben Jahren) und im kommenden Jahr dann aufgestockt wird, muss allerdings versteuert werden.

Das trifft auf die Kostenpauschale von im Moment 4318 Euro allerdings nicht zu. Und ein Büro im Bundestag – kuschelige 54 Quadratmeter – kommt kostenfrei on top; ebenso die Netzkarte der DB, die Dienstwagenflotte des Bundestages, soweit es sich um Fahrten im Großraum Berlin handelt, sowie kostenfreie Inlandsflüge. Für die Büroausstattung gibt es dürftige knapp 13000 Euro und monatlich  fast 21 000 Euro für Personalkosten (Mitarbeiter).

Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass mancher Abgeordnete auch noch etwas dazu verdienen muss, denn ohne den einen oder anderen Nebenverdienst kann sich ja wohl im teuren Berlin kaum jemand durchschlagen. Der Beschluss im Bundestag wurde von einer Ganz Großen GroKo gefasst, einer GaGroGroKo aus CDU, CSU, SPD, Grünen und  FDP, denn nur  Schmuddelkinder vom linken und rechten Rand stimmten dagegen.

Obwohl es also läuft, verstummen die Rufe nach einer Regierungsbildung nicht. Mal mahnt der Uhu im Palais Schaumburg nochmal nachdrücklich zur Eile, dann melden sich Wirtschaftsführer, dann wieder der Uhu, Vertreter des Einzelhandels, der IHK und der deutschen Industrie. Alles nur Geklapper, denn die Wirtschaft prosperiert am Ende des Jahres auch ohne Regierung weiter – die Waffen- und die Weihnachtsgeschäfte erreichen Spitzenwerte!

Und eigentlich läuft es auch in der Politik, obwohl es doch nur eine „geschäftsführende Regierung“ gibt. Aber die hat sich immerhin durch ihre Vertretung bei der UNO hinter eine Resolution gestellt, die die USA für die Ankündigung Trumps verurteilt hat, die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen und Jerusalem damit faktisch als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Tja, dieser Trump! Nicht nur, dass er ein Wiesel auf dem Kopf hat, wo andere Leute eine Frisur haben, jetzt macht er auch noch etwas, was er im Wahlkampf angekündigt hat, was ihn also in dieser Hinsicht von anderen Politikern unterscheidet. Etwa von Barack Obama. Der hatte zwar von Jerusalem als Hauptstadt Israels gesprochen, aber Schritte zur Durchsetzung dieser Position vermissen lassen.

Let me be clear. Israel’s security is sacrosanct. It is non-negotiable. The Palestinians need a state that is contiguous and cohesive, and that allows them to prosper — but any agreement with the Palestinian people must preserve Israel’s identity as a Jewish state, with secure, recognized and defensible borders. Jerusalem will remain the capital of Israel, and it must remain undivided.So sprach der Friedens-Mann im Jahre 2008, am 4.Juni, vor der AIPAC (Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten“, eine pro-israelische Organisation, Hervorhebung im Fettdruck durch mich, BM).

Gut! Das war einige Monate vor den US-Wahlen im November 2008, bei denen Obama zum Präsidenten gewählt wurde. Und vielleicht hat ihm die Rede ja auch ein paar Stimmen jüdischer Wähler eingebracht. Und warum soll es ein Obama anders halten als andere Politiker, die nach dem Motto „Was stört mich mein Geschwätz von gestern“ handeln? Aber wenn Trump nun Ankündigungen aus dem Wahlkampf Taten folgen lässt, dann ist er der Buhmann.

Sozusagen ein willkommener Buhmann, denn seine Ankündigung war ein geeigneter Anlass für Angehörige der muslimisch-arabisch-türkischen  Kulturgemeinschaft, den Hass auf Israel und den schon seit Urzeiten gepflegten und zur DNA ihrer Kultur und Religion gehörenden Antisemitismus auszuleben, was man dann mit dem rituellen Verbrennen von Fahnen des Staates Israel, den üblichen „Allah- ist groß-Rufen“ und dem einen oder anderen „Tod-den-Juden-Geschrei“ bestgelaunt feierte. Die ganze Party in Blickweite zum Bundestag und unter zurückhaltender Aufsicht der Ordnungskräfte.

Tja, wenn der deutsche Nazi auf die Straße geht – in schwarzer Kleidung, mit Springerstiefeln und der in diesem Milieu gern zur Schau gestellten Hackfresse –  dann werden die Knüppel der Polizei schon mal gerne blank gezogen, denn deutscher Antisemitismus geht ja gar nicht! Leben andere Kulturkreise ihren Antisemitismus aus, wird das offensichtlich als folkloristischer Beitrag zur Integration und zum friedlichen Zusammenleben gewertet, was seinen Charme erst richtig dadurch entfaltet, dass zu den Teilnehmern und Organisatoren nicht nur etliche Syrer und andere Menschen gehörten, die hier als „Schutzsuchende“ eingetroffen sind, sondern auch Organisationen, die von amtlichen Stellen im Kontext von Beiräten, Integrationsversammlungen und ähnlichen Laberkonferenzen hofiert werden.

Mindestens genauso peinlich: das Schweigen von politischer Seite und in den meisten Leitmedien über rund zwei Tage, bis die BILD (ausgerechnet die BILD!) diese Vorfälle öffentlich machte! Aber immerhin: Unser CDU-Landesvater Laschet wusste uns mitzuteilen: „Der Antisemitismus ist nicht importiert“! Recht hat er! Aber die Tatsache, dass es einen Bodensatz von Antisemitismus in unserem Land gibt, ist kein Grund dafür, den Antisemitismus derjenigen, die in unserem Land aufgenommen worden sind, zu relativieren und zu verharmlosen! Oder sich mit weichgespülten Allgemeinplätzen zu begnügen, wie etwa unsere geschäftsführende Kanzlerin.

Die, das muss man allerdings festhalten, sich ja ebenfalls treu bleibt: Ob Kanzlerin oder nur geschäftsführend im Amt: sie ist und bleibt eine Meisterin des inhaltslosen Geschwurbels. Insofern: Keine Rejierung? Ejal! Et läuft doch!

 

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern….

zu einer Zeit, als Löcher in den Hosen noch als Zeugnis der Armut galten, sagte mein Klassenlehrer immer: „die Hose darf ruhig geflickt sein, Hauptsache ihr bleibt sauber und ordentlich“ – was konkret und gleichzeitig metaphorisch gemeint war und uns lehren sollte, wie wir unsere Würde bewahren und Anstand ausleben könnten.

Von der sozialen Herkunft war ich sicher nah am Schmuddelkind, musste deshalb nicht zu ihnen fliehen, um der bürgerlichen Langeweile zu entgehen. Noch heute habe ich keine Berührungsängste, auch wenn es dem Image schadet. Meine Neugier auf Menschen, Produkte, Traditionen fremder Kulturen und Länder ist geblieben. Ich esse international, höre, lese, sehe so. Ich fahre einen Dacia. Aus Rumänien.

Meine neue Nachbarschaft aus Rumänien und Bulgarien ist ähnlich aufgeschlossen und fährt deshalb Völker verständigend deutsche Autos. BMW und Mercedes. Meist weiß und meist in den oberen Klassen angesiedelt. Ich mag das, diese gegenseitige Wertschätzung, den Respekt und die Achtung vor der Leistung des anderen.

Die einen cruisen luxeriöse schneeweiße Sehnssuchtszeugnisse der Präzision, von fein austarierten Regelwerken der Ingenieurs- und Handwerkskunst, durch Gegenden mit dem Charme des Niedergangs und Verfalls, die anderen hängen Träumen von Freiheit und Ekstase nach, so wie uns Folklore und Vorurteil, Carmen und Gypsy Kings vermittelt haben.

Die Wahrheit – hier Realität – ist leider nicht wie die Kunst, nicht erhaben. Sie ist medioker. Banal. Trivial. Realitätsüberwindung ist deshalb die vornehmste Aufgabe des Künstlers, zu dem ich mich hier kurzfristig deklarieren möchte. Für mein Kunstprojekt „Feldmarker Objet trouvés“ dokumentiere ich seit einigen Wochen verloren gegangene Objekte, Stimmungen, Aktionen, heute unter anderem ein im Stich gelassenes Zweit- oder Dritt-Auto mit einem orangenem städtischen Aufkleber, der dem Auto Böses verspricht, wenn es sich nicht selber freiwillig in die Wertstoffverwertungskette begäbe.

Kaum dass ich einen ersten Schnappschuss im Kasten hatte, öffnete sich ein Fenster über mir und zwei glutäugige Damen rabulierten mir die Welt, rauschhaft, ekstatisch, wild! Sie lockten damit offensichtlich einen Lohengrin an, der auf einem weißen Mercedes geritten kam, um mir das Verhältnis zwischen göttlicher Sphäre und Feldmarker Jammertal neu zu definieren.

Lohengrin plusterte sich vor mir auf, blieb aber dennoch eineinhalb Köpfe kleiner. Die Damen befeuerten ihn, doch zu wachsen, Impulsivität ejakulierend zu verteilen, wenn schon nicht auf Augenhöhe palavert werden könnte.

Lohengrin griff in die Schalker Trickkiste. „Ein Schalker darf das“ übersetzte er sich in „Ich darf mein Auto herrenlos herum stehen lassen, so lange ich will, aber mindestens noch 4 Wochen..“

Weil das weder überzeugte, ich mindestens genau so böse gucken konnte wie er, versuchte er eine anwesende Nachbarin damit zu beschämen, dass sie seinen Müll auf ihrem Grundstück nicht wertschätzen würde und deshalb verachtenswert wäre. Irgendwie Deutsch..

Ich verliere mich in Gedanken… und zitiere sinngemäß ein Gespräch mit einem Freund:

“ schlimm wird es erst, das weiß ich aus familiärer Erfahrung, wenn der Balkanese (sei es nun ein Bosnier, Serbe oder Kroate) auch noch anhebt, seine „Volksmusik“ vorzutragen – ewig melancholische oder euphorische, vor allem aber dramatische Darstellung von Gegebenheiten, Gefühlen und Banalitäten, Sehnsucht nach der Heimat (obwohl man hier gerne die Vorzüge unseres Systems genießt und ja auch hier bleiben will). Schlimm wird es – das kenne ich aber nur aus entsprechenden Fernsehbeiträgen, die bei meiner Verwandtschaft und Bekanntschaft laufen, wenn Männer beim Singen ihre Brustbehaarung zur Schau stellen und Frauen meinen, etwas (re-präsentieren zu müssen, (Outfit, Gestik, Mimik) was sie für sexy halten, mir aber immer eher etwas “billig“ bzw. “nuttig“ vorkommt. Ja, das ist schon eine Bereicherung (an Erfahrung)….

Womit wir wieder bei den Schmuddelkindern wären, mit denen zu spielen verboten ist. Die haben heute kein Rattenfell am Kragen, dafür das Kreuz der internationalistischen (wahlweise Kulturellen- Religiösen- Geschlechter etc. Solidarität) – und bleiben, was sie sind.

Projektionsfläche & Sehnsuchtsort, anarchische Kraft …… man muss es nur mögen. Aus der Ferne geht das.

Auf dem Weg zur Heiligen Franziska

Die Wege des Herrn sind wundersam, und wen er bestimmt, in seinem Namen zu sprechen, ist allein seine Sache. So kommt es ihm nicht auf formale Abschlüsse (Schule, Hochschule, Berufsausbildung) an, sondern auf die Größe des Herzens, auf die innere Kraft, seine Schöpfung zu schützen und bewahren zu wollen.

Und wie er einst, nämlich im 12. Jahrhundert, Giovanni Battista Bernadone, den Sohn eines italienischen Tuchhändlers, berief, ihm zu folgen, so dass wir diesen Giovanni (=Johannes) heute Franziskus und einen Heiligen nennen, so berief er nun jene Katrin zu sich, die ein nach dem Abitur im Jahre 1984 in Leipzig begonnenes Studium der Theologie schon 1988 wieder abbrach, sich ohne jeglichen Abschluss seit dieser Zeit im weltlichen Betrieb des Politikmachens herumtrieb, aber ihm (also jenem höheren Wesen, das wir verehren, wie es bei Böll in „Dr. Murkes gesammeltes Schweigen“ heißt) doch im Geiste des Heiligen Franziskus nachfolgte. Denn wie sprach Franziskus einstmals:

„Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder.“

Und wie spricht jene Katrin heute:

„Und wir wollen, dass in diesen vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!“

Nun gut: Franziskus spricht von allen Geschöpfen, Katrin nur von Biene, Schmetterling und Vogel.

Aber gewiss sind bei ihr mit gemeint, wenn auch nicht erwähnt: das Silberfischchen in der Kachelfuge der Toilette, die Mücke, die mich des Nachts um den Schlaf bringt, die Made, die sich wohlfühlt in der alten Speise, die Kopflaus, die so munter von Kinderschopf zu Kinderschopf springt, und was da sonst noch kriecht und krabbelt, wimmelt und summt und brummt und sticht und piekst und kneift und beißt und sabbert und müffelt!

All das ist sicher eingeschlossen in der Katrins weise Worte, so dass – mit Fug und Recht – wir sagen können: Wer Augen hat zu sehen, der sehe, und wer Ohren hat zu hören, der höre: Uns ist die Heilige Franziska erschienen, und wir können sagen: Wir sind dabei gewesen!

Die komplette Rede der Heiligen Franziska findet ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=hUyRmIm8wAY (ab 12.36 spricht sie von Biene, Schmetterling und Vogel!))

 

Nachrichten zum 1. Advent

Berlin: Ehrung für Schäuble

Als bis zur letzten Bundestagswahl dienstältester Finanzminister der Europäischen Union wurde Wolfgang Schäuble vom Bundesverband der Heil- und Hilfsmittelhersteller geehrt. Schäuble habe, so hieß es in der Laudatio, das Bild Mobilitätseingeschränkter durch die Erfüllung seines Ministeramtes nachhaltig positiv geprägt.

Als Abschiedsgeschenk  für seine langjährige Tätigkeit im Rahmen der Finanzministerkonferenzen der Europäischen Union überreichte der Präsident des Bundesverbandes Heil- und Hilfsmittelhersteller Schäuble einen Satz neuer Reifen.

Entscheidungen der Glaubenskongregation im Vatikan

Der Antrag einer Gruppe europäischer Bischöfe, beim Abendmahl auch laktosefreie Hostien  verwenden zu dürfen, wurde von der Kongregation abgelehnt. Laktosefreie Hostien könnten nicht gewährleisten, so hieß es aus dem Vatikan, dass eine tatsächliche Wandlung der Hostie in den Leib Christi stattfände

Die zweite wichtige Entscheidung fällte die Kongregation zum Thema Schizophrenie und Heilige Kommunion. Schizophrene dürfen ab sofort mehrmals zur Kommunion –  und zwar für jede ihrer Persönlichkeiten einmal.

Auch in Männer-Klöstern, so die dritte Entscheidung der Glaubenskongregation, müssen ab sofort Unisex-Toiletten eingerichtet werden.

Gelsenkirchen: Nackter Protest

25 unbekleidete Bäckerinnen und Bäcker demonstrierten gestern vor dem Hans-Sachs-Haus gegen das vom nordrhein-westfälischen Sozialministerium erlassene Nackt-Back-Verbot, das ihrer Meinung nach gegen das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit auch am Arbeitsplatz verstoße.Anrückende Ordnungskräfte wurden mit Plunderteilchen, Rosinenschnecken und Berliner Ballen beworfen. Während der Demonstration kam es zu zahlreichen Spontanentkleidungen von Passanten, die sich mit den Forderungen der Bäckerinnen und Bäcker solidarisch zeigten.

BGH: Grundsatzurteil

Ein Grundsatzurteil fällte der BGH am Montag zum Thema „Gassi gehen“.

Der Bundesverband deutscher Hundebesitzer hatte gegen das besonders in großstädtischen Milieus zum Trend gewordene „Gassi gehen ohne Hund“ geklagt. Dies widerspräche, so der Bundesverband, dem Grundgedanken des Gassi-Gehens als  Ausdruck der innigen Beziehung zwischen Tierhalter und Tier.

Grundsätzlich, so der BGH, stehe es jedem Bürger frei, auch ohne Hund Gassi zu gehen. Allerdings bestehe auch in diesem Fall die Pflicht zur Beseitigung von Unreinheiten auf Bürgersteigen und Plätzen. Entsprechende Utensilien – wie Kotschaufeln- und beutel -seien auch von den hundelosen Gassi-Gehern mitzuführen. Die sach- und fachgerechte Entsorgung sei sicherzustellen.

Washington: Ursache für das häufige Twittern Donald Trumps entdeckt

Wie Forscher der Abteilung für Vogelkunde der Columbia State University nun bekanntgaben, sei das Rätsel um  die Ursache des häufigen Twitterns von  Donald Trumps gelöst. Durch intensive Studien zahlreicher Bild- und Tondokumente konnten die Forscher den eindeutigen Nachweis erbringen, dass in Donald Trumps Frisur etwa 65 bedrohte Vogelarten nisteten. Das häufige Twittern Trumps(Deutsch: zwitschern) sei Folge  dieser Besiedlung seines Haupthaares durch Vögel. Trump sei eine Art Resonanzkörper, über den die unterschiedlichen Vögel miteinander kommunizierten.

Trump twitterte daraufhin: very very bad fake news

Kurznachrichten:

Wie die Enthüllungsplattform WIKI LEAKS jetzt meldete, ist Klaus Kleber ist nur ein ALIAS-NAME; tatsächlich heißt der ZDF-Mann Peter Pattex

Wie sich jetzt herausstellte: Der bekannteste Deutsche (Adolf Hitler) war Österreicher, wogegen die bekannteste Österreicherin, Kaiserin Sissi, Deutsche war.

In deutschen Gefängnissen sind Fluchtwege durch Hinweisschilder gekennzeichnet.

Marietta Slomka (ZDF) hat in der  Kategorie „Moderieren mit zwei Gesichtsausdrücken“ den Fernsehpreis „Goldene Labertüte 2017“ gewonnen.

 

GLYPHOSAT FÜR DEN LACKMUSTEST

Ob Glyphosat für Natur und Mensch schädlich ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Da streiten sich nicht nur die Wissenschaftler und die Agrar- und Umweltexperten. Auch auf der Ebene der Europäischen Union, die die Zulassung des Mittels jetzt – nicht einstimmig, aber mit Zustimmung der Bundesrepublik –  um fünf Jahre verlängert hat, gibt es unterschiedlichen Auffassungen. Und in der derzeitigen „geschäftsführenden“ Regierung in Berlin ebenso. Die Kanzlerin und ihr CSU- Landwirtschaftsminister Schmidt sind Anhänger von Glyphosat. Schmidt ist bisher nur einmal auffällig geworden, nämlich 2014, als er auf einer Pressekonferenz ausführte „An apple a day keeps the Putin away!“ und dabei genüsslich in einen Apfel biss – in Anlehnung an den bekannten Satz: „An apple a day keeps the doctor away“. Die SPD-Ministerriege, an der Spitze Umweltministerin Hendricks, ist gegen den „Unkrautvernichter“.

In einem solchen Fall, so die gängige Regel, enthält sich der Vertreter der Bundesregierung bei Abstimmungen, was aber eben nicht geschehen ist. Das sorgt nun für große Irritationen und Getöse: Da ist von Vertrauensverlust, eisiger Stimmung, Torpedierung der Gespräche zwischen CDU und SPD im Kontext der Regierungsbildung und im Vorfeld der Gespräche mit dem Bundes-Uhu die Rede. Viel verbaler Pulverdampf, der den klaren Durchblick erschwert.

Tritt man etwas beiseite, ist doch zweierlei recht einfach zu erkennen:

Einerseits kann man beruhigt sein, denn man kann feststellen, dass auf die CDU/CSU in mancher Hinsicht doch noch Verlass ist, nämlich dann, wenn es um die Interessen der deutschen Großindustrie geht, in diesem Fall um die Interessen des Bayer-Konzerns. Denn immerhin steht der Ankauf von Monsanto durch Bayer ins Haus – für rund 66 Milliarden Dollar. Monsanto aber ist der Hersteller von Glyphosat und wäre zugleich, unternehmensstrategisch gesehen, der Fuß Bayers im amerikanischen Markt. Verweigerte die EU die Verlängerung der Zulassung des Mittels auf dem europäischen Agrarmarkt, wäre das für Monsanto und Bayer ein herber wirtschaftlicher und finanzieller Rückschlag. So aber sind für  weitere 5 Jahre immense Gewinne gesichert, denn Glyphosat spült Millionen und Abermillionen in die Kassen von Monsanto.

Andererseits ist eine politische Funktion dieser Schmidtschen Vorgehensweise erkennbar, die ja mitten in die angespannten Gespräche über eine Neuauflage der GroKo (besser: Koalition der Verlierer) fällt. Die Glyphosat-Abstimmung ist der Lackmustest für die SPD – und dabei spielt es letztlich keine Rolle, was Merkel wusste oder nicht, ob die CSU-Spitze informiert war oder nicht, ob Schmidt im Alleingang handelte oder nicht. Nimmt die SPD-Spitze trotz dieses Vertrauensbruchs, trotz dieses Verstoßes gegen eindeutige Absprachen, trotz der Demütigung ihrer Umweltministerin das Angebot zum Eintritt in die Regierung an, hat Merkel die SPD schon jetzt in der Ecke, wo sie sie haben will, nämlich in der Ecke des willigen Mehrheitsbeschaffers. In der Dreistigkeit des Vorgehens liegt genau die innenpolitische Funktion des Abstimmungsverhaltens. Tritt die SPD unter diesen Bedingungen in die Regierung ein, übernimmt sie also, wie es überall heißt, staatspolitische Verantwortung,  wird sie später schwerlich Gründe finden, um eine Koalition wieder zu verlassen. Hätte die SPD noch Selbstachtung, würde sie sofort ihre Minister(-innen) aus der geschäftsführenden Regierung zurückziehen bzw. sie beim Uhu um Entlassung aus dem Amt bitten lassen.

Aber dazu wird es wohl nicht kommen, denn der Pulverdampf wird sich alsbald verzogen haben. Und der Weg zur Koalition der Verlierer ist frei – es sei denn, die Mitgliedschaft der SPD zeigt sich noch kratzbürstig! Und stimmt mit NEIN!

 

Fehleinschätzungen und narzisstische Kränkungen oder Deutsche (Leit-)Medien mit Schaum vor dem Mund

Im Jahre 1917 stellte Freud im Zusammenhang mit seinen Überlegungen zur narzisstischen Kränkung die These von den drei großen Kränkungen der Menschheit auf. Nach Freud bestand die erste Kränkung in der kopernikanischen Wende und der damit verbundenen Einsicht, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Weltalls ist. Die zweite Kränkung war nach Freud die biologische Kränkung, nämlich Darwins Entdeckung, dass der Mensch sich im Laufe der Evolution aus dem Tierreich entwickelt hat. Für die dritte Kränkung sah sich Freud selbst verantwortlich (ein wenig Eitelkeit und Selbstüberhöhung darf ja wohl sein), nämlich durch seine Entdeckung des Unbewussten, also seiner Lehre davon, dass sich Teile des Seelenlebens der Herrschaft des bewussten Willens entziehen (Libidotheorie), der Mensch somit erkennen muss, dass er nicht  „Herr im eigenen Haus“ ist. Aus dieser Erkenntnis erwächst, so Freud, die dritte narzisstische Kränkung der Menschheit.

Nun muss man kein glühender Anhänger Freuds sein, um feststellen zu können, dass die Repräsentanten der sogenannten deutschen Leitmedien von ARD und  ZDF über die SZ bis zum SPIEGEL, also etwa die Damen und Herren Maischberger, Slomka, Prantl und andere,  seit der Aufkündigung der Teilnahme an den Sondierungsgesprächen durch die FDP nur noch mit Schaum vor dem Mund über das – allein der FDP zugeschriebene –  Scheitern von Jamaika schreiben, noch bevor eine ebensolche Jamaika-Regierung überhaupt ins Amt gekommen ist und man eine objektive Bewertung dessen vorgenommen hat, was bis zum Ende der Sondierungen überhaupt verhandelt worden ist. Alleine das Scheitern der Sondierungsgespräche ist bereits Anlass genug für tollwutartige rhetorische Ausfälle, verbale Attacken (besonders auf den Vorsitzenden der FDP) und eine Art Szenarienmalerei, die den Untergang der BRD, ja Europas heraufruft.

Man kann diese Empörung über das Jamaika-Aus damit erklären, dass ein großer Teil der Journalisten der „Leitmedien“ eine Jamaika-Konstellation auf der Regierungsbank befürwortet hat (hätte), denn in dieser Gruppe befinden sich nicht nur Unterstützerinnen der (Noch-)Kanzlerin, sondern auch viele Sympathisanten der grün angehauchten Themen (sog. Energiewende, Elektromobilität, Willkommenskultur). Nicht ganz zufällig erschallt wohl deshalb -sozusagen als positives Gegenmodell zum gegenwärtigen FDP-bashing – das vielstimmige Lob, das B 90/Die Grünen für ihr staatsmännisches Betragen, vor allem aber für ihre Kompromissbereitschaft bekommen haben (früher hätte man diese Kompromissbereitschaft übrigens als Opportunismus, Umfallerei und reine Machtgier gegeißelt).

Aber die Ursache sitzt tiefer. Das Geheule hat auch seine Ursachen in der Vorgeschichte, genauer: in den vorausgegangenen drei Kränkungen.

Die erste Kränkung war der BREXIT. Dagegen hatte man angeschrieben, anmoderiert, angetalkt – und doch haben sich die Engländer anders entschieden!

Die zweite Kränkung war die Wahl TRUMPS. Gegen ihn hatte man angeschrieben, anmoderiert, angetalkt – und doch hat sich eine Mehrheit der amerikanischen Wähler anders entschieden.

Die dritte und schlimmste Kränkung war der Stimmenanteil der AfD bei der Bundestagswahl und der Einzug dieser Gruppierung in das Parlament. Gegen die AfD hatte man angeschrieben, anmoderiert, angetalkt! Man hatte die Nazi-Keule geschwunden, nachdem die Rechts-Populismus-Keule sich abgenutzt hatte! Man hatte jede noch so blöde (geschichtsvergessene und tatsächliche rechtsradikale oder nazistische ) Parole und Formulierung eines Höcke oder Gauland oder einer Storch zum verbalen Hitlerismus aufgeblasen und nichts unversucht gelassen, dem deutschen Wahlbürger moralisch ins Gewissen zu reden und ihn an seine Verantwortung für die Geschichte zu erinnern!

Und doch haben etliche Millionen Bürger für diese Partei gestimmt und so eine Konstellation geschaffen, die für die Schreiber, Moderatoren, Talkmaster eine tiefe narzisstische Kränkung war!

Heilung konnte eine Regierungsbildung der „Gutmeinenden“ sein, eine im Kern schwarz-grüne Liaison mit ein paar FDP-Farbtupfern, ohne die eine Mehrheit nicht möglich war. Dass nun aber ausgerechnet diese Partei die Chance auf Machtbeteiligung, Posten aller Art und warme Sitze auf der Regierungsbank in den Wind schlug – damit hatte die Journaille in ihrer Mehrheit nicht gerechnet!

Schon wieder – wie bei Brexit, Trump und AfD-Wahl, war man krachend vor die Wand gefahren und war tief gekränkt! Aus dieser – so empfundenen – Kränkung, die aber im Grunde nichts anderes ist als verletzte Eitelkeit, entspringt der gegenwärtige Anti-FDP- bzw. Anti-Lindner-Furor in der Presse.

Man könnte sich den Schaum vor dem Mund aber auch abwischen, statt immer mehr davon zu produzieren! Doch so, man sehe mir das Wortspiel nach, sind aus selbsternannten Leitmedien nur Selbstmitleid-Medien geworden!