Eine Vision für Gelsenkirchen?

»Wie möchtest Du morgen leben?« Diese Frage wurde nicht zufällig von der CDU in ihrem Wahlkampf mit dem Spruch »Für ein Land in dem wir gut und gerne leben« indirekt beantwortet. Von der Politik wurde, neben der Reaktion auf tagespolitische Themen, früher eine Vision davon entwickelt, wie sie sich eine Gesellschaft, ein Land oder eine Stadt vorstellt.
Neben floskelhaften, allgemeingültigen, Begriffen und Sätzen wie »gerechte Gesellschaft«, »wir kümmern uns«, »niemanden zurücklassen« oder »für die Menschen«, wären das konkrete Vorstellungen davon, wie man, wie wir, in der Zukunft leben wollen.

Für Gelsenkirchen scheint es keine Idealvorstellung davon zu geben. Man scheint die Hoffnung zu haben, dass ein großes Industrieunternehmen allen Arbeit geben wird und alles wieder so wird wie früher.
So wird es nicht kommen.
Und selbst wenn es ein großes Unternehmen gäbe, dass in der Stadt Arbeitsplätze zu vergeben hätte, so würden aus Gelsenkirchen sicher die wenigsten Facharbeiter dort arbeiten.

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Nach 1,9 Millionen Kilometern gestoppt

Nach 1,9 Millionen Kilometern Fahrpraxis hält ein Streifenpolizist in Mountain View (Kalifornien) ein Auto an und verpasst ihm einen Strafzettel. Richtig gelesen: Nicht dem Fahrer, sondern dem Auto.
Das Auto hatte nämlich gar keinen Fahrer an Bord. Es ist eines von Googles selbstfahrenden Autos die durch Kalifornien fahren. Weiterlesen… „Nach 1,9 Millionen Kilometern gestoppt“

Gutes, besseres und richtiges Gedenken

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden 30000 jüdische Menschen inhaftiert, zwischen dem 7. und 13. November auch etwa 400 Menschen ermordet.
In besagter Nacht wurden 1 406 Synagogen und Bethäuser vollständig zerstört, die Ritualgegenstände teilweise geraubt und von einigen Orten wissen wir, dass dort Torahrollen auf der Straße ausgerollt und geschändet worden sind.

Die Erinnerung an diese »Reichspogromnacht« ist heute wichtiger Teil des demokratischen Diskurses und in den Orten, in denen es heute noch oder wieder jüdische Gemeinden gibt, wird auch gemeinsam daran erinnert. In Gelsenkirchen wird das organisiert durch die »Demokratische Initiative«.

Der 9. November ist ein politischer Tag – nein, besser gesagt– ein Tag an dem die Demokratie zeigen muss, dass sie »gelernt« hat, mit den Bedrohungen und Herausforderungen umzugehen. Man gedenkt auf der einen Seite und betont auf der anderen Seite, dass die politische Lehre verstanden wurde. Weiterlesen… „Gutes, besseres und richtiges Gedenken“

Gelsenkirchen den Rücken kehren? Warum?

Man kann über Gelsenkirchen und seine Bewohner vieles lesen. Das meiste davon trifft stets auf irgendeine Anzahl von Leuten zu, aber niemals auf alle Einwohner. Man kann aber einiges über Strukturen und Prozesse sagen, was durchaus eine größere Aussagekraft hat, aber diese ist von so großer Allgemeinheit, dass sie nicht nur auf eine Stadt zutrifft.

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Hans Sachs Haus – ein Arbeiterschloss

Da ist es wieder. Das Gebäude, das die Süddeutsche Zeitung 2004 noch als Gelsenkirchens bedeutendstes Baudenkmal bezeichnet hatte.
Viele Gelsenkirchener mögen das mit dem Blick auf die Arena ihres Lieblingsvereins »gefühlt« anders gesehen haben.
Natürlich war es nicht weg: Es war nur eingehüllt, eingepackt und verborgen in Folien und Bauzäunen. Seit der Jahrtausendwende. Ein Verweis darauf, dass an dieser Stelle einst »etwas« war und damit vielleicht schon ein Symbol für die Entwicklung der gesamten Stadt in den letzten zwei Jahrzehnten.

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