LES TEMPS PERDUS – Kofferradio, Kassettendeck und ein seltsames Schlürfgeräusch

Folge 9
Mein Kofferradio bekam ich von meinem Patenonkel Gustav zu meiner Konfirmation zu Beginn der zweiten Hälfte der 60er Jahre. Es hatte eine hell-braune Holzfront. Ich vermute, dass mein Patenonkel dieses Gerät ausgewählt hat, weil es ihm optisch und vom Material her zusagte. Er hatte nämlich einen Holzgroßhandel. Weiterlesen… „LES TEMPS PERDUS – Kofferradio, Kassettendeck und ein seltsames Schlürfgeräusch“

Les Temps Perdus – Vom 11. Gebot und der Ringmülltonne

Folge 8

Vom 11. Gebot und der Ringmülltonne

Nein, früher war eben nicht alles besser – mal ganz abgesehen davon, dass es für jedes früher immer ein noch früher gibt und dass unser jetzt für kommende Generationen ihr früher sein wird.

Nein, früher war nicht alles besser – aber manches war gut. Vor allem übersichtlich! Weiterlesen… „Les Temps Perdus – Vom 11. Gebot und der Ringmülltonne“

Les Temps Perdus – Vom Nutzen der Bleistifte für das Hören von Musik

Folge 7

In dem Körbchen auf meinem Schreibtisch habe ich neben Filzstiften, Kugelschreibern, Overhead-Stiften und Füllhaltern auch zwei Bleistifte: einen STAEDLER Noris Club triplus jumbo (dreieckig) und einen STAEDLER Noris 2B (sechseckig). Beide müssten übrigens ´mal wieder angespitzt werden!

Dass man diese Schreibgeräte BLEISTIFT genannt hat, beruht übrigens auf einer Fehlannahme: bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts glaubte man nämlich, bei dem für die Herstellung von Bleistiften (von Schulkindern gerne „Bleier“ genannt) verwendeten Graphit handele es sich um ein Bleierz (Galenit). Weiterlesen… „Les Temps Perdus – Vom Nutzen der Bleistifte für das Hören von Musik“

Les Temps Perdus – Mit Kohlepapier und Schreibmaschine durch Schule und Studium

Folge 6

Woran kann man feststellen, dass ein Produkt in der öffentlichen Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, also so gut wie nicht mehr vom Endverbraucher nachgefragt wird?

Im Falle der Schreibmaschine vielleicht daran, dass dieses Gerät, das mich über Jahrzehnte begleitet hat, im Jahre 2003 aus dem Verbraucherpreisindex gestrichen wurde, also aus jenem Waren- und Dienstleistungskorb genommen wurde, dessen Zusammensetzung alle fünf Jahre aktualisiert wird und der dazu dient , die jährlichen durchschnittlichen Preisveränderungen anzugeben. Weiterlesen… „Les Temps Perdus – Mit Kohlepapier und Schreibmaschine durch Schule und Studium“

Les Temps Perdus – Teppichstange und Beat-Musik

Folge 5

Das Wohnhaus, in dem ich aufgewachsen bin, war ein Eckhaus. Es teilte sich einen Innenhof (Hinterhof) mit zwei Nachbarhäusern. Auf den Hof, an den ein Garagenhof grenzte und auf dem zwei Schuppen standen, gelangte man aus den drei Häusern durch die vom Flur nach hinten gehenden Hoftüren und von der Straße aus durch eine Toreinfahrt.
Auf diesem Hinterhof war das einzig Grüne die lackierte Tür eines der beiden Schuppen. Von einem rostigen Rot-Braun war dagegen ein Ausstattungselement, das in der damaligen Zeit auf vielen Hinterhöfen, aber auch auf Rasenflächen, wenn zu den Wohnhäusern denn welche gehörten, zu finden war: die Teppichstange. Ihr zweiter Name deutete auf ihre Funktion hin: Klopfstange. Klopfstangen waren Geräte aus Metall mit einer Breite von zwei bis drei Metern und etwa zwei Metern Höhe. Weiterlesen… „Les Temps Perdus – Teppichstange und Beat-Musik“

LES TEMPS PERDUS – Pazifisten in Uniform: DER PARKA

Folge 4

Viele meiner männlichen jugendlichen Altersgenossen in der zweiten Hälfte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts waren von pazifistischer Gesinnung – man war gegen Krieg, für Kriegsdienstverweigerung, gegen Drill und militärisches Gebaren. Man verstand sich sozusagen als Peace-Zeichen auf zwei Beinen, gerne auch mit längerem Haar oder einem flaumartigen Bartversuch, der mit dem lumbersexuellen Gestrüpp heutiger Männlichkeitsmodelle nichts gemein hatte.
Kam man zur Zeit der großen Pause an einer damals gerne noch Oberschule (= Gymnasium) genannten Bildungseinrichtung vorbei, konnte man vor dem Schultor Gruppen rauchender Jugendlicher sehen. Etliche von ihnen, meistens männlichen Geschlechts, seltener weibliche Exemplare (zumal sich die Koedukation noch nicht durchgesetzt hatte), trugen ein Kleidungsstück, das auf den ersten Blick zur vorherrschenden pazifistischen Gesinnung nicht zu passen schien: den PARKA. Ob der Wortursprung eher in der Sprache der Inuit oder im Samojedischen lag, das war den Parkaträgern völlig gleichgültig. Weiterlesen… „LES TEMPS PERDUS – Pazifisten in Uniform: DER PARKA“