NRW JETZT KRAFTLOS UND FÜNF JAHRE ARMINLAND

Statt einer Einleitung

Der Souverän, das Volk, der Wähler hat gesprochen. Und er wollte einen Regierungswechsel. Und den wird er auch bekommen. Als GROKO oder als schwarz-gelbe Koalition. Dazu hat beigetragen, dass der Souverän weitaus zahlreicher an die Wahlurnen gegangen ist als bei der letzten Landtagswahl. Und das ist doch zweifach positiv: eine stärkere Wahlbeteiligung  und ein Regierungswechsel. Beides sind Basis-Elemente einer Demokratie, die sich eben nicht – wie etwa UEFA und FIFA, Nordkorea, China oder Russland-  auf die Macht einflussreicher Clans oder Familien, die Macht der Bajonette oder die Herrschaft einer Partei stützt, sondern auf das (Wahl-)Volk, den „großen Lümmel“ (H. Heine).

Ein drittes Element kommt hinzu: rechnet man die Prozente für die „bürgerlichen“ Parteien SPD, CDU, FDP und Grüne zusammen, haben über 83 % für die Etablierten gestimmt und nur rund 13% für die „Ränder“, also Linke und AfD. Im Gesamtblick finden die genannten vier „bürgerlichen“  Parteien somit eine gewaltige Zustimmung durch den Souverän, und somit erscheint das System insgesamt doch als von großer Stabilität. Weiterlesen… „NRW JETZT KRAFTLOS UND FÜNF JAHRE ARMINLAND“

(M)EINE PARTEI VERSCHWINDET -SPD bei unter 20%-

            „Ein Gespenst geht um in Europa“, schrieben einst gemeinsam der Zauselbart aus Trier und der Zauselbart aus Wuppertal. Und ihr Manifest kündete vom Aufstieg der Arbeiterbewegung, den Ideen des Sozialismus und der Organisation der Arbeiterklasse.

Und wieder geht ein Gespenst um! Diesmal aber ist es das Gespenst des Abstiegs aus der Bundesliga der Parteien. Und betroffen ist die Sozialdemokratie, seit geraumer Zeit bei Umfragen um die 20% dümpelnd, nun aber in einer Umfrage erstmals unter 20% gerutscht. Weiterlesen… „(M)EINE PARTEI VERSCHWINDET -SPD bei unter 20%-„

JETZT MUSS DIE PETROWNA RAN oder Letzte Chance für die alte Tante SPD

Was soll aus der guten alten Tante SPD noch werden? Sie hängt bei rund 25 % in den Umfragen fest, Licht am Ende des Zustimmungstunnels ist nicht zu sehen. Und jetzt noch das: die SPD watscht auf dem Parteitag ihren Moppel-Sigi ordentlich ab und gibt ihm nur knapp 75% der Stimmen – sogar die Schlaftablette Scharping erhielt damals mehr.
Da ist es keine große Kunst vorauszusagen, dass es für die SPD bei den nächsten Bundestagswahlen nichts wird mit der Machtübernahme. Und der sprechende Sozen-Wackelpudding kann noch so sehr – wie dunnemals Gerhard Schröder – am Gittertor des Kanzleramts rütteln, durchquetschen wird er sich nicht können. Selbst der dröge Steinmeier bekommt beim Wahlvolk in den Umfragen bessere Noten ins Zeugnis geschrieben als der Vorratsdatenspeicherungs- und TTIP-Vorkämpfer Sigmar, der Charisma gerne mit der krawalligen Kratzbürstigkeit eines Spätpubertierenden verwechselt.
Jetzt gibt es für die SPD nur noch eine Chance:
Die im sibirischen Krasnojarsk (Russische SFSR) geborene Jelena Petrowna Fischer, vom damaligen KGB-Offizier W. Putin im Jahre 1988, also im Alter von vier Jahren, als Agentin (sog. Schläfer*in)nach Deutschland eingeschleust, mittlerweile aber bei uns unter dem Namen Helene Fischer in der Schlagerbranche seit Jahren musikalisch erfolgreich tätig, muss ran.
Die stets mit Glanzlack überzogene, zu 100% aseptische und garantiert wasserfeste und mit dem Sexappeal einer Amöbe ausgestattete Helene hat die Kunst des Aufstiegs perfekt vorgemacht. Vor wenigen Jahren noch ein Schlagersternchen unter vielen hat sie sich zur erfolgreichsten Schlagerpflunze der Republik empor geträllert, sämtliche Umsatzrekorde gebrochen, die größten Hallen gefüllt und Dutzende von Preisen abgeräumt ( u.a. Goldene Trällerpfeife 2014, Ehrenplakette der Bundesvereinigung der deutschen Lungenfachärzte für ihren Hit „Atemlos durch die Nacht“).
Vor allem aber ist sie medienpräsent wie keine zweite Frau in unserer Republik: Nachdem die ARD zur besten Sendezeit Helenes Weihnachtsprogramm in die Welt gesetzt hat, werden die glatt geschliffenen Liedinterpretationen der einstmaligen Jelena Petrowna auch noch von den Landesrundfunk- und Fernsehanstalten NDR, WDR, SWR und MDR über dem Volk ausgekübelt, bevor uns das ZDF am 1. Weihnachtstag die „Helene-Fischer-Show“ als Höhepunkt der Völlerei serviert. Damit keine Entzugserscheinungen auftreten, legt Helene dann im Til Schweiger-Tatort zum Jahresbeginn nach.
Wenn Sigi auf dem Parteitag ausgerufen hat, die SPD solle sich der (arbeitenden) Mitte der Gesellschaft zuwenden, dann muss man ihm entgegen halten: da ist die Helene doch schon längst angekommen! Und durch ihre Liaison mit dem Volksgedudel-Barden Florian Silbereisen kann sie sicher auch Stimmen an den Rändern der Gesellschaft abgraben, bei den Voll-Honks, den Katzenbilder-Freunden, den pathologischen Schunkel-Enthusiasten und den Zwangs-Liebhabern von Biber-Bettwäsche.
Nun könnte der Einwand erhoben werden, die Fischer sei bisher nicht durch politische Aussagen aufgefallen. Und da sage ich: Richtig! Genau! Genau das ist doch die Voraussetzung! Genau auf diesem Wege hat die jetzige Amtsinhaberin Mehrheiten gewonnen und persönliche Bestnoten gesammelt. Ihr Stern ist doch erst gesunken, als sie sich politisch positioniert hat, nämlich mit ihrem berühmten Satz zur Flüchtlingsthematik. Die Lehre daraus: Wer sich zu politischen Problemen konkret äußert, hat das Problem auch an den Hacken! Die Kunst liegt in der wohl klingenden Phrase! Und wo findet man mehr davon als im deutschen Schlager, den die Helene beherrscht wie keine zweite im Land. Zumal sie – und das gibt Bonuspunkte – als Beispiel für gelungene Integration gelten kann.
Nun könnte der Einwand erhoben werden, die Fischer sei aus Fürsorge für sich selbst vielleicht nicht willig, dieses Amt zu übernehmen. Nämlich weil der SPD-Parteivorsitz schon etliche Persönlichkeiten verschlissen habe!
Das ist das Problem! Das ist sozusagen der worst-case!
Wenn dieser Fall eintritt, dann bleibt der SPD nur eine Alternative: Sie muss sich politisch so positionieren, dass man ihr in ihrer Programmatik und ihrem Handeln den Bestandteil „sozial“ in ihrem Namen wieder klar zuordnen kann.
Das könnte auch ein Anfang sein – und jedem Anfang soll ja bekanntlich ein Zauber innewohnen!

Kapitel 29: Ein Plädoyer für die Politik

Ich schließe nicht aus, dass es nach der Lektüre meines Buches hier und da Menschen gibt, die ihre liebevoll gepflegten Vorurteile über „die“ Politik bestätigt sehen. Die Ränkespiele, die harten Bandagen, das Gezerre um Positionen und Posten, der Dauerstreit, die ständigen Kompromisse etc., meine Güte, das ist doch schrecklich, oder?

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Kapitel 28: Die Gelsenkirchener Jungsozialisten „nach Frey“

Ungefähr ab 1978 war dann für mich endgültig und unwiderruflich Schluss mit dem Juso-Dasein, u. a. auch deshalb, weil ich mich von da an nie mehr wieder in interne Juso-Angelegenheiten eingemischt habe.

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