Emscherbote Dezember 1980

Download Emscherbote – Stadtzeitung für Gelsenkirchen, Nr. 3, Gelsenkirchen, Dezember 1980

Dezember 1980:
Die Nr. 3/1980 der Zeitung „Emscherbote“ erscheint mit den Schlagzeilen: „Jugendarbeitslosigkeit / Gelsenkirchener Amateurtheater / Arbeitersiedlungen“.

In „In eigener Sache“ stellt die Redaktion fest, dass die „Zeitung von ca. 7-8 Leuten gemacht wird. Das ist zu wenig, wenn wir unseren Anspruch einlösen wollen, eine ‚Stadtzeitung‘ zu sein, die dann auch noch alle 4 Wochen rauskommen soll“. Es würde nicht reichen, „nur Flugblätter udgl. abzudrucken. Wir müssen selbst recherchieren“. Beklagt werden fehlende Ideen und eine Mitarbeit an der Zeitung. Aufgerufen wird zur Mitarbeit, also „Artikel schreiben, Fotos machen, mitdiskutieren, den Emscherboten dann auch verkaufen“. Zudem sei die finanzielle Seite wichtig: „Um finanziell weiterzukommen, brauchen wir Abonnenten …“

Artikel der Ausgabe sind:
– „Fernsehpreis mit Mitbestimmung“
– „Adolf Grimme“
– „G.A.T.: Gelsenkirchener Amateurtheater“
– „Beratungsstellen machen dicht. Sparmaßnahmen – Arbeitslose Jugendliche ohne Hilfe“
– „Neuste Meldung zum Russell-Tribunal“
– „Mieterinitiative Auguststraße“
– „Lehrstück in Sachen Demokratie“
– „Komic und Zürich: Das Gleiche Prinzip. Unterschiedliche Probleme. Zur Perspektive eines Jugendzentrums in Selbstverwaltung“
– „Kommunale ‚Selbst‘-Verwaltung“
– „Selbstdarstellung: Buchladen Trotz alledem“
– „Wir müssen leider draußen bleiben“
– „Rentner Paul sein Sempf“
– „Neues zum STROBO“. Bericht vom Dortmunder Strobo-Prozess“
– „Buchbesprechung“
– „Arbeitsgemeinschaft der Arbeitersiedlungen“
– „Green Peace“
– „Bauer Maas“
– „Gegenlicht“
– „Denk ja nicht du bist selbst Schuld“
– „Bundestag gleich Selbstbedienungsladen“
– „Kleinanzeigen“
– „Veranstaltungen“
– „Aktuell: Bürgerversammlung zur Alten Post“.

Wichtige Themen sind u. a. die Artikel zur Selbstverwaltung. Zum „Komic“, das seit Anfang der 1970er Jahre besteht, wird erklärt, dass „die Nutzung des KOMIC nicht nachgelassen hat“. Es habe sich jedoch „ein ziemlicher Wechsel in der Besucherstruktur stattgefunden“. Der Buchladen „Trotz alledem“ erklärt u. a., dass er immer noch „eine politische Linie“ entwickeln würde und den „Emscherboten als Mittel zur öffentlichen Diskussion benutzen“ möchte. Die „Mieterinitiative Auguststraße“ veranstaltete am 10.11. eine Podiumsdiskussion und erklärt: „Wir haben erreicht, dass die Auguststraße stehen bleibt …“

Eine Anzeige wird für die „MEG – Marx-Engels Bildungsgesellschaft“ in der Bulmker Straße geschaltet. Die MEG bietet „2x jährlich Kurse zum wissenschaftlichen Sozialismus“ an. Themen sind u. a.: Geschichte, Philosophie, politische Ökonomie. Reklame wird gemacht für den Buchladen „Trotz alledem“. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist für diese Ausgabe: Susanne Fuchs.
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Dietmar Kesten

Mitbetreiber der Datenbank über politische Protestereignisse "Materialien zur Analyse von Opposition (MAO)" mit über 16 000 monatlichen Zugriffen Diese enthält vor allem Texte so genannter maoistischer Gruppen sowie anderer radikaler linker Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland und in West-Berlin wie auch Informationen über diese. Die in den Beiträgen geschilderten Ereignisse werden also in der Regel aus der Sicht dieser Gruppen wiedergegeben. Der zeitliche Schwerpunkt ergibt sich aus der Hochkonjunktur der „maoistischen” oder „marxistisch-leninistischen Bewegung”: Anfang bis Mitte der 70er Jahre. Recherchen zu hier noch nicht behandelten Themen können über die Autoren angefordert werden.

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