Die Aufwertung des Ruinösen sollte man ab und an mutig verhindern

Die Aufwertung des Ruinösen sollte man ab und an mutig verhindern

Der hinter allen Erscheinungen wirkende Geist heißt Liebe. Und das wesentliche Prinzip der Liebe heißt nicht nehmen, sondern geben.

Diese Vorstellung wird sicher den Satiriker wie auch den Zyniker gleichermaßen anregen, ihre eigenen Erfahrungen mit der Handelsware Liebe zu verdeutlichen. Es geht mir weniger um die aufgezwungene christliche Liebe, die sich ja auch in der Vergangenheit nur sehr bedingt durchsetzen konnte, sondern vielmehr um eine Liebe, die sich auf Solidarität und gegenseitige Anerkennung gründet, sowohl zwischen Menschen als auch gegenüber der Natur und unserer Erde auf Zuneigung und Respekt basiert. Von dieser eigentlichen, von jedem Menschen nachvollziehbaren Vorstellung, müssten doch die Menschen dieses erkennen und eine grundlegende Umorganisation ihres Lebens vornehmen.

Dass wir uns in einem beklagenswerten Zustand befinden, ist offensichtlich. Um das zu erkennen, braucht es keinen Studiengang. Es ist mir schier unbegreiflich, dass in unserer so aufgeklärten Zeit, worin die humanistische Einbildung sich geradezu penetrant exhibitioniert und für den Fortbestand unserer Existenz das meiste Geld des Staates in die Rüstung fließt, die letztlich nur dem einzigen Zweck dient, Leben zu vernichten.

Dass die Kluft zwischen den Armen und Reichen so erschreckende Dimensionen annehmen, ist nicht hinnehmbar. Und ein menschenverachtendes Finanzsystem, welches nur durch die Gleichgültigkeit und Ahnungslosigkeit der Menschen möglich wird. Die gierende Gattung nutzt diese heitere Lethargie für ihre Interessen und plündert den Abhängigen restlos aus. Würden die Menschen das Finanzsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh (Henry Ford).

In einem relativen kleinen Teil der Welt herrscht ein gigantischer Überschuss an lebenswichtigen Gütern, während der übrige Teil der Menschheit an einer totalen Unterversorgung und Verelendung leidet. Selbst in demokratisch organisierten Staaten werden die sozialen und steuerlichen Lasten auf die sozial Schwachen abgeladen und eine nur am eigenen Profit orientierte Industrie und Wirtschaft verseucht die Umwelt der ganzen Erde.

Eine hoch ausgerüstete Medizin bekämpft absichtsvoll nur Symptome von Krankheiten, anstatt die Menschen zu heilen. Hinzu kommen die aus persönlicher Eitelkeit und Beschränktheit geborenen Machtgelüste einiger Politiker, die ihre Länder in Krieg und Vernichtung stürzen. Diese Aufzählung ließe sich mühelos erweitern.

Die Lösung der Probleme liegen im Kern darin, dass überall dort, wo gigantische Wucherungen die Wirklichkeit des Lebens dominieren und verdunkeln, wieder organische Strukturen Anwendung finden, um zu gesunden. Praktisch heißt das Dezentralisierung aller Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Das bedeutet nicht zurück sondern nach vorne zu kleinen überschaubaren, sich selbst regulierenden Formen der Produktion des Konsums und der Verwaltung. Diese nicht ganz neu artikulierte Ansicht sollte zu einer Veränderung des allgemeinen Bewusstseins, vor allem Bezug auf die Anerkennung und Respektierung sowohl der Gesetze der Natur als auch der Gesetze des Geistes führen.

Geht man einmal davon aus, dass der Mensch von Anbeginn seiner Schöpfung diesen beiden Gesetzen unterworfen ist, so fällt auf, wie bedingungslos er sich den Naturgesetzen unterwirft bzw. unterwerfen musste und wie wenig er sich den geistigen Gesetzen gegenüber verpflichtet fühlt. Jede Missachtung der Naturgesetze wird unmittelbar bestraft. Ein Verstoß gegen die Elektrizität, zum Beispiel, führt unmittelbar zu einem tödlichen Schlag. Dem gegenüber hat es den Anschein, als könnte man sich gegen die Gesetze des Geistes ungestraft ein Leben lang vergehen, welches die kapitalistischen, asozialen Auguren zuverlässig gewährleisten.

Ihre bewusste Unsensibilität für die freiheitlichen Bedürfnisse der Menschen, die ja das Grundgesetz so großzügig garantieren, wird durch den wirtschaftlichen Expansionswahn verramscht. Es verdeutlicht einen schwerwiegenden Betrug, die den Menschen rücksichtslos erniedrigt und zur Verfügungsmasse erklärt. Diese brutale materielle Arroganz gegenüber den geistigen Kräften beruht nicht zuletzt darauf, dass sehr viele Menschen ihre psychischen und seelischen Leiden und Verluste äußern und den materiellen Umständen zuschreiben. Sie sind ganz einfach nicht in der Lage, die Übel, die sie erleiden, überhaupt einer eigentlichen zu Grunde liegenden geistigen Ursache zuzuordnen.

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Werner Lojewski

Werner Lojewski

Werner Lojewski ist Autor und Grafiker aus Gelsenkirchen
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