Wahlspezial VI – Die Qual der Wahl – wenn Kandidaten absagen

  Was hier nicht zu sehen sein wird:

Der HerrKules Wahl Blog mit den Gelsenkirchener Landtagskandidaten!

Ab dem 22. April 2012 hätten die Kandidaten des Wahlkreises 75 Gelsenkirchen II 21 Tage Zeit gehabt, im eigens dafür eingerichteten Wahl Blog programmatisches zu veröffentlichen, ihre Wahlkampferlebnisse zu schildern und – moderiert durch HerrKules – untereinander Argumente auszutauschen. Damit das „Tagebuch“ nicht in guter Laune-Suppe dümpelt, an inhaltsloser Wohlfühlsoße erstickt,

sollten die Kandidaten einen persönlichen Fragebogen ausfüllen, sowie 21 politische Fragen beantworten, die wir ihnen aus Rücksicht auf die stressige Wahlkampfzeit vorab gestellt hätten. Die Antworten wären zu festgesetzten Terminen online gegangen. Leserkommentare wären durch einen Redaktionsfilter gelaufen, um Wiederholungen zu vermeiden und das beliebte, aber langweilige allgemeine Politiker-Banging-Bashing zu verhindern. Mindestvoraussetzung war, dass drei Kandidaten verbindlich zusagen. Was auch geschah. Frau Thiele (Linke), Herr Schilling (Piraten) und Herr Jedamzik (Grüne) waren einverstanden, FDP, SPD und CDU stellten sich tot. Wir blieben hartnäckig und bekamen folgende Antworten:

Norbert Öhlert von der CDU schrieb uns: NICHTS !

Unsere Recherchen ergaben, dass die CDU Gelsenkirchen einen Facebook Auftritt mit 2 Einträgen zur Wahl hat. Auf der CDU Homepage fordert Frank-Norbert Oehlert, „dass Gelsenkirchen zwei starke Landtagsabgeordnete braucht, die für die Stadt in Düsseldorf kämpfen“ Wirklich stark scheint das alles nicht….

Jens Schäfer schrieb uns erfrischend sympathisch und ehrlich, dass die Pflege der Internetpräsenz der FDP und der FDP Facebookseite ihm keine Zeit für eine zusätzliche Aufgabe lasse. Er beschäftigt sich dort hauptsächlich mit Umfragen von Radio Emscher Lippe über das Wahlergebnis der FDP. Auf verblüffende knapp 30 % gegen den Bundestrend treibt er die FDP dort bisher.

Grundsätzlich lehne er aber unser „Tool“ nicht ab und verwies auf die kommende Kommunalwahl. Wir werden natürlich ab und zu schauen was sich auf seinen Seiten tut und hier eine Zusammenfassung liefern.

Markus Töns ließ uns mitteilen, dass er aus grundsätzlichen Erwägungen auf unser Angebot verzichte. Auf Nachfrage ließ er mitteilen, dass er das persönliche Gespräch mit dem Bürger einer politischen Kommunikation über das Internet vorziehe und ihm auch die Zeit fehle, Texte zu produzieren. Unsere Recherchen ergaben, dass Markus Töns gleich mehrere Internet-Auftritte hat, auf denen er mit dem Bürger politisch kommuniziert.

Markus Töns Landtags Auftritt Markus Töns Wikipedia Auftritt Markus Töns NRW-SPD AuftrittMarkus Töns SPD Gelsenkirchen Auftritt Markus Töns auf AbgeordnetenwatchMarkus Töns Homepage

Wir werden auch diese beobachten und ab zu eine Zusammenfassung erstellen.

Bianca Thiele von den Linken sagte zu.

Die Linke hat einen Facebook Auftritt, eine eigene Internetpräsenz, die nicht mit der von Ralf Herrmann verwechselt werden darf.

Alles andere als eine Zusage hätte bei Patrick Jedamzik gewundert, ist er doch einer der ganz wenigen seit Jahren beständigen politischen Blogger Gelsenkirchens. Die Grünen haben eine Facebook Seite und einen eigenen Internet Auftritt.

Die Gelsenkirchener Piraten haben einen bis zum Redaktionsschluss noch nicht frei geschalteten Internetauftritt und eine eigene Facebook Seite. Alexander Schilling nahm seine anfängliche Zusage wieder zurück. Nachdem er erst persönliche Vorbehalte anführte, präzisierte er diese um in Bedenken, dass der Aufwand dieser Form von Öffentlichkeit in keinem Verhältnis zur (geringen) Wirkung stünde.

HerrKules meint: Wir können die Arbeitsüberlastung der Kandidatin und der Kandidaten sehr gut nachempfinden. Unser Angebot scheint aktuell aber das einzige zu sein, dass einer größeren Öffentlichkeit NACHHALTIGein politisches und persönliches Bild der Kandidaten vermittelt hätte. Bloße Selbstdarstellerei wäre strukturell unterbunden worden, neben Gefühl und Stimmung wäre vor allem auch Platz für den Kampf um Köpfe und Herzen der Wähler durch Argumente und Positionen gewesen. Wir bedauern dass diese Form von erweiterter Podiumsdiskussion in Gelsenkirchen auf Desinteresse stieß. Wir wünschen trotzdem ohne Enttäuschung unserem Bundesland weiter scharfe Currywürste mit SPD, mitgenommene Kinder, unbezahlbare Millionäre, lächerliche Politik & alberne Namen. Oder war es anders herum? Mögen also alle weiter für Rentner, Hausfrauen, Mittelstand, Unternehmer, Kinder, Eltern, Oma, Opa, Hund & Katz sein. Wir brauchen das. {jcomments on}

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