Der Deutschen Bundesbürger Nationalcharakter.

Gibt’s den überhaupt?

 

 

Liest man, wie jetzt geschehen im Urlaub, vielleicht noch in einem anderen Bundesland, etwas über etwas so verpöntes wie die Deutsche Geschichte, (ich meine mal nicht die 12 Adolfjahre, sondern die Deutsche Geschichte ist etwas mehr, als uns Herr Prof. Knopp weismacht), dann fällt einem gleich auf, das von Arminius* an immer der Ruf nach Einigkeit allem Anderen vorauseilt.

 

Daraus schließe ich, dass unser „Volkscharakter“ in erster Linie aus Uneinigkeit bestand und wohl auch besteht. Und das – Culpa noster – lässt auf einen allgemeinen Hang zu Neid, Missgunst und Kleinkrämerei schließen. Und wenn man wiederum dies erkennt, so heißt das, das wir Deutschen Bundesbürger zur Selbstkritik fähig sind und diese somit auch zum Nationalcharakter gehört.

 

Ich sehe schon das nationalcharakterkonforme Nasenrümpfen über mein ständiges „Deutscher Bundesbürger“, aber das sind wir nunmal. Klar, es gibt auch Österreichische Bundesbürger, aber die haben ein eigenes Land. Ebenso leben hier im Lande auch Türken, Griechen, Armenier, Schwarzafrikaner, by the way: wie nennt man pc die Nordafrikanischen Araber und Berber? Braunafrikaner?

 

Oder kurz gesagt, in dieser Republik trifft sich die Welt.

 

Einige arbeiten hier, anderen haben wir in letzter Minute das Leben gerettet. Aber die Türkei ist keine Bundesrepublik oder eines von den anderen Herkunftsländern. Wenn ein Zeitgenosse der anderen Länder die Staatsbürgerschaft der Bundesrepublik Deutschland erwirbt, ist er natürlich auch ein Deutscher Bundesbürger Und mir herzlich willkommen. Capito? Capito!

 

Dann kam die Vereinigung. Ich nenne sie bewusst nicht Wiedervereinigung, weil ich mit den Brüdern und Schwestern im Osten erstens noch nie vereinigt war. Und zweitens, weil eine Vereinigung von Völkern ohne diese wenigstens der Form halber zu fragen, etwas ganz anderes insistieren könnte: eine Zwangvereinigung.

 

Es hätte ein schöner Vorgang werden können, wenn nicht der Nationalcharakter alles versaut hätte. Jesus kann kein Deutscher gewesen sein, denn er sagte zu Herrn Pilatus, er könne diesen Tempel in 3 Tagen wieder aufbauen, wenn er, der Herr Hohe Kommissar der Besatzungsmacht, ihn einreißen wolle

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Drei Tage!

 

Wenn ein deutscher Beamter und Politiker (ich schlage das Wort „Beamtiker“ vor, denn es handelt sich bei diesen Menschen in der überwiegenden Mehrheit um sog. „Personalunionen“) etwas haben will, dann sofort! Koste es, was es wolle! Wohl damit keiner über Sinn und Unsinn gewisser Maßnahmen nachdenken kann. Und vor allem, damit keiner womöglich die falsche Partei, die „Andere“, die „Schlimme“, das „Chaos“ zu wählen auf die Idee kommen könnte. Wenn man bisher diesem Teil des Nationalcharakters etwas Gutes abringen kann, dann nur bis zum folgen Satz.

Die Sofortmaßnahmen können kosten, was sie wollen. Geld spielt keine Rolex! Überdachte Anordnungen und Richtlinien über die Verwendung des Geldes, das man den „Wessis“ mit einer unverschämten Maßnahme namens „Solidaritäsbeitrag“ abgepresst hat, existierten nicht.

Keine Zeit! Um Himmels Willen, da werden schon die ersten Ostrentner aufmüpfig! Alarm! Noch’ne Billiarde rüber.

 

Der Kanzler damals schenkte „spontan“ jedem Ex-DDR-Bürger 100 DM. Nur so, weil ihm danach war. Dann ließ er sich von Mitterand den „Euro-Blödsinn“ abpressen. Glaubte er ernsthaft, Frankreich würde uns andernfalls den Krieg erklären?

 

Nun ist das alles schon Geschichte. Und dann geht der Prof. Knopp in Rente! Ausgerechnet…

 

Durch geschichtlichen Zufall sind die Volksstämme, die den „Deutschen Bundesbürger“ ausmachen, in Ländern heimisch, die ihrem Siedlungsgebiet entsprechen. Der Ruf der Reichsgründers nach Einheit hat wohl doch nicht dauerhaft gefruchtet.

Auf des Hermanns Schwert auf des Hermanns Denkmal steht: „Deutsche Einigkeit, meine Stärke; meine Stärke, Deutschlands Macht“. Nun muss dazu gesagt werden, dass er gar nicht Hermann hieß, nach neuester Forschung aber vielleicht doch. Von Tacitus ist berichtet, dass er der größten Feldherren einer gewesen sein muss, was Mut und Taktik anbelangt, denn „er forderte die Urbs und des Kaiser Macht auf ihren Höhepunkt heraus und siegte.“

Von Tacitus kennen wir aber nur den „Arminius“.

*Ich meine immer, er hieß „Bollstädt“ mit Nachnamen, das klingt sehr deutsch und passt besser als „Arminius Cheruskerus“. Arminus bedeutet, dass er sich Lorbeeren in Armenien verdient hatte, er war römischer Offizier, oder dass er ein Mann der Armee war. Ein Mann des Heeres, Hermann eben.

 

Die Cherusker kennen wir auch als Herundulen (die Römer hatten es mit der Aussprache des voranstehenden „H“, wie ihre Enkel, die Franzosen, nur andersherum).

Die Herundulen sind die Vorfahren und Stammesgenossen der Brukterer und Gamaren und somit der Westfalen. Die Gamaren sind die berühmten Westmünsterländer und Ostniederländer (Gemen bei Borken). Sie gehören mit den Brukterern und noch einigen Zusatzzahlen zum Stammesverband der Sachsen. Warum man sich mit den Nachfahren heute verständigen kann? Ganz einfach: Aus der Sprache der Sachsen entstand das Niederdeutsche. Das, was da in Dresden an Lauten produziert wird, kommt daher, dass die Volksgenossen, die wir als Sachsen bezeichnen, in Wahrheit Thüringer sind. Die echten Sachsen sind die Niedersachsen.

 

Ei verbipsch!

 

Schaut man sich die Landsleute des Hermann an, fällt einem gleich die ungeheure Masse an Wasserschlössern in ihrer Heimat auf. Dies waren alle mal Schutzburgen. Das nenne ich mal eine friedliche Nachbarschaft…

Und viele Leute aus dem Münsterland waren noch nie beim Hermann und den Extersteinen, weil sie mit den OWLern nicht klarkommen.

 

Des letzten Kaisers Vater ließ am Deutschen Eck, dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein, auf das Denkmal setzen: „Nimmer wird das Reich zerstöret, wenn ihr einig seid und treu“.

Nun, die Gefahr kam von einem Verbrechertum, die man um 1870 nicht einmal ahnen konnte.

 

Darunter sitzen die Pfälzer. Ein Musterbild der Einigkeit. Es sei denn, der eine kommt aus Mannheim und der andere aus Mainz.

 

In Hessen wirst Du als erstes gefragt, ob Du aus Nordhessen kommst, und wehe, wenn. Denn nur die Südhessen stammen von den „Chatten“ ab. Da ist das römische „H“ wieder.

 

Das Märchen von den sieben Schwaben fußt auf der Tatsache, dass es sieben Schwabenstämme gibt. Sie stammen von den Sueben oder den Helvertiern ab. Egal, sie schlossen sich einst zu den Allemannen zusammen, um den Römern den Rest zu geben.

 

Wer das packende Gedicht über „Nis Randers“ noch im Ohr hat, der weiß, wie zäh die Friesen sind. Sie sprechen auch eine eigene Sprache, egal ob sie von Staates wegen Niederländer, Deutsche oder Dänen sind.

 

„Er sprang ins Boot, und mit ihm noch sechs:

hohes hartes Friesengewächs!“

 

Sie sind wirklich so, und freuten sich, wenn der Kahn auf der Sandbank noch etwas von Wert in den zerschlagenen Laderäumen hatte. Allerding funktionierten und funktionieren sie nur, wenn sie genügend Ceylon-Assam intus haben. Ab 10 Uhr morgens mit’m „Köhm“.

 

Ach, nehmen wir uns nur alles in allem, dann sind wir gar nicht so übel. Wir können zwar kein Europameister mehr werden, aber zum Ausgleich bemühen wir uns, Europa am K….. zu halten. Und mal ehrlich: Welches Volk außer uns hält solche Politiker soo lange aus? Die zwar Fässer ohne Boden stopfen wollen, aber nicht in der Lage sind, mit der NPD fertig zu werden? Wie soll man dann seinen Urenkeln klarmachen, dass an den Nazis auch das Volk schuld war, weil es sich nicht gewehrt hat?{jcomments on}

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Friedhelm Möllmann

Friedhelm Möllmann

Friedhelm wurde im Februar 1950 in Gladbeck Zweckel geboren, zog im Alter von einem Monat nach Scholven um und wurde damit zum überzeugten Bueraner. Er ist bekennender Christ und wohl auch bekennender, weil kritischer Katholik. Schriftsetzer mit allen Gutenbergschen Würden. Gelernt hat er bei der damals besten “Bude” der Welt, K+B auf der Hagenstraße in Buer. Er ist ohne Probleme durch die Zwiespältigkeit der Jugend, hie DPSG, dort Rock’n'roll, gekommen. Er hat kein Abitur. Seit 1980 ist er verheiratet, mit mittlerweile zwei erwachsenen Nachfahren, nach 3 Herzinfarkten und einem Stammhirnapoplex ist er seit 2011 berentet und nicht mehr ganz fit – aber nur körperlich!! Er gehört keiner Partei an, wobei er den Unionsparteien, der FDP, den Piraten, den Grünen und den Linken ganz besonders nicht angehört. Nach IG Druck und Papier, nachmals IG Medien, jetzt bei IG ver.Di nur noch zum Rentnerbeitrag Mitglied. Friedhelm Möllmann verstarb im Oktober 2015.

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