Was man glaubt, was man glauben sollte

Was man glaubt, was man glauben sollte.

 Ich zum Beispiel, ich glaube, dass es Gerechtigkeit nur bei Gott gibt.

Daraus resultiert ein gewisse Gottesfurcht. Da sind wir schon beim Knackpunkt: Gerechtigkeit generiert Furcht. Das wiederum, so sagt man, verursacht das sog. Gewissen.

Woran ich ganz und gar nicht glaube, ist eine Gerechtigkeit, die der wahre Stellvertreter Gottes auf Erden, unser Vater Staat, uns, seinen Kindern widerfahren lässt. Warum ich daran nicht glaube, liegt am Steuerrecht. Denn das Steuerrecht ist ja, reduziert man es auf das Wesentliche, legitime Beraubung unter Androhung von Gewalt.

Man kann es auch „Bereitstellung von Mitteln, die es dem Staat erlauben, seine Aufgaben zu erfüllen.“ nennen, aber es bleibt das gleiche Grün. Hat denn der Staat das Recht, immer und nach Gutdünken seine Beute einzutreiben?

Ich kenne das Steuerrecht nicht, niemand kennt das. Der Demokratische Rechtstaat, die berühmte FDGO (erinnert sich noch jemand an die Stempel, die wir in den 70er Jahren, nachdem die Geheimdienstüberwachung des Prof. Traube, Kernphysiker und Kernkraftgegner, ruchbar wurde, auf unsere Briefe stempelten:

„Der Inhalt dieses Briefes entspricht der FDGO“ also der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung) wird das fehement leugnen in der Hoffnung, irgendwo in dem Paragraphenwerk wird sich eine Einschränkung finden.

Als Beispiel bietet sich der Afghanistan-Feldzug an, dessen Ende wir gottlob am Firmament aufleuchten sehen. Ergebnis:

Er führte zur de facto-Abschaffung der Wehrpflicht, die aus dem Begriff „Gerechtigkeit“ ein totales Absurdum geschaffen hatte.

Die Mohnfelder konnten sich – unter dem Schutz der in der Tropenhitze schnell unbrauchbar werdenden Bw-Knarren – von Grund auf erholen.

Ach ja, erfreulich: über 400 junge Muslima hätten um ein Haar einen deutschen Realschulabschluss erhalten. Die Taliban jagten kurz vorher die Schule in die Luft.

Nun ja, es ist ja auch sein Land. Beim nächsten Mal sollten wir das Schulenbauen aber den Freunden Wüstenroth überlassen.

Vater Staat ließ sich nicht lumpen: 431 Mio. Euro im ersten Jahr (2001) jetzt 862 Mio. Euro. aus der Steuerkiste. Keines der Probleme dorten konnte gelöst werden, als die Toten und Verstümmelten waren für die Katz. Oops!

Andererseits konnte die Truppe auf einen neueren, weniger antiquierten Stand gebracht werden. Und man sagt, einige Personen des Offzierkorps hätten wichtige Erfahrungen im Wüstenkampf erworben. Das hatte Rommel auch schon. Aber so wissen wir wenigstens, dass die Lüneburger Heide keine Chance hat, sollte sie sich einmal von Niedersachsen trennen wollen.

Und dann ist da noch die nicht zu unterschätzende Erkenntnis, dass wir keine Luftwaffe mehr brauchen. Neue Jäger haben wir jetzt, auch wenn sie bei der Truppe angekommen, schon fast 30 Jahre Planung auf dem Buckel hatten, genug. (Jäger ’90). Tranporter hat die Ukraine.

 

Der Staat und die Steuern!

 

Und jetzt haben wir den Salat. Der Ulli Hoenneß hatte den Papp auf und sich geweigert, seine ordnungsgemäß zu zahlen. Und wer den Ulli kennt, weiß, dass der immer Recht hat. Das kuriose bei der ganzen Angelegenheit ist ja, dass das ursprünglich Ullis Geld ist. Und der Staat will es jetzt haben. Also, wer da wem in die Tasche packt, soll trotzdem klar sein.

Ich kann das ja nicht wissen. Mit der Masse des Steuer- und Stimmviehs in diesem Lande kann ich ja keinen Eurocent hinterziehen, weil der Staat weiß, dass es sicherer ist, die Penunse gleich beim Arbeitgeber einzuziehen.

 Ob man mich deshalb einen ehrlichen Steuerzahler nennen sollte? Das werde ich nie erfahren. {jcomments on}

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Friedhelm Möllmann

Friedhelm Möllmann

Friedhelm wurde im Februar 1950 in Gladbeck Zweckel geboren, zog im Alter von einem Monat nach Scholven um und wurde damit zum überzeugten Bueraner. Er ist bekennender Christ und wohl auch bekennender, weil kritischer Katholik. Schriftsetzer mit allen Gutenbergschen Würden. Gelernt hat er bei der damals besten “Bude” der Welt, K+B auf der Hagenstraße in Buer. Er ist ohne Probleme durch die Zwiespältigkeit der Jugend, hie DPSG, dort Rock’n'roll, gekommen. Er hat kein Abitur. Seit 1980 ist er verheiratet, mit mittlerweile zwei erwachsenen Nachfahren, nach 3 Herzinfarkten und einem Stammhirnapoplex ist er seit 2011 berentet und nicht mehr ganz fit – aber nur körperlich!! Er gehört keiner Partei an, wobei er den Unionsparteien, der FDP, den Piraten, den Grünen und den Linken ganz besonders nicht angehört. Nach IG Druck und Papier, nachmals IG Medien, jetzt bei IG ver.Di nur noch zum Rentnerbeitrag Mitglied. Friedhelm Möllmann verstarb im Oktober 2015.

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