Samstag auf unseren Straßen

Vorab: Antijüdische Parolen, mit hasserfülltem Gesicht gebrüllt von Männern, die sich sicherheitshalber hinter ihre Kinder stellen (vorgestern in der aktuellen Stunde des WDR), Angriffe auf Synagogen und jüdische Einrichtungen sind Vorkommnisse, die weder in Gelsenkirchen noch sonstwo in diesem Land geschehen dürfen.

 

Diese Angriffe haben keinen Anspruch auf demokratische oder toleranzbedingte Duldung. Nicht in diesem Land!!

 

Wie kurios doch die Welt ist!

Als Nachrichtenkonsument (das ist ja eine Crux, man ist nicht selber dabei, um sich ein Bild machen zu können) stellte sich der Gaza-Konflikt so dar:

Die Hamas, wer immer das auch ist, gefiel sich darin, aus Wohngebieten des Gaza-Streifens heraus Rakenten wahl- und ziellos in Isarels Städte zu schießen. „Egal, wen wir treffen, Hauptsache tot oder verwundet. Israels MP Netanjahu warnte. Er warnte nicht nur 30 Tage lang, er warnte vergebens. Dann schickte er die Armee los „um diese Raketenüberfälle ein für alle mal zu beenden“.

 

Dann gehen hier im Lande Palästinenser, die Asyl verliehen bekommen haben, weil ihre Groß- und Urgroßeltern 1948 ihr Land verloren haben, auf die Straße, in Münster, Gelsenkirchen und andernorts, beleidigen in Sprechchören unsere jüdischen Mitbürger und fordern den Tod Israels, also auch den derjenigen die hier ihren jüdischen Glauben leben. Immer umgeben von ihren Kindern, so wie die Hamaskämpfer von den Bürgern des Gazastreifens.

 

Übrigens, die Israelis haben den Pälistinensern (den Namen gibt es erst seit 1948, ebenso wie al-Quds [= Jerusalem] als heilige Stätte des Islam über Jahrhunderte keine Rolle spielte) nicht das Land geraubt, sondern die Zionistische Bewegung hat den damaligen Bewohnern das Land schlicht und einfach abgekauft.  Wie die USA den Indianern. Als sie merkten, dass die Kaufverträge auch nach britischem Besatzungsrecht Rechtens waren, mussten sie zum ersten Male die Realität der Welt akzeptieren und gehen. Sie gingen nach Jordanien und taten so, als wäre dies wiederum ihr Land, bis der König Husssein sie im September 1970 mit Waffengewalt vertrieb. Sie verlegten sich daufhin auf Terrorismus und darunter leiden wir noch heute.

 

Seit der Staatengründung Israels ist eine lange Zeit vergangen. Noch immer irren diese „Vertriebenen“ in der Weltgeschichte umher. Das wäre so, als gäbe es an der Oder noch immer Vertriebenenlager der Deutschen aus den Ostgebieten. Immerhin fast so viele, wie NRW heute Einwohner hat.

Die Muslimischen Länder zählen zu den flächenmäßig größten der Erde und bei weitem nicht alles ist Wüste.

Sie zählen auch zu den reichsten der Erde.

 

Statt das Problem anzunehmen und zu lösen, geben sie Geld für die Raketen der Hamas.

Die zerstörte Infrastruktur im Gaza bauen die Europäer wieder auf.

Dann beginnt das Raketengeschieße wieder mit Israels Antwort. Dann nimmt Europa wieder die armen Flüchtlinge auf und so weiter per omnia saecular saeculorum.

 

Ich gaube, man könnte diesen Teufelskreis nur lösen, in dem man als Palästinenser anfängt, in der Realität zu leben. Wie das geht, und vor allem, wovon man sich dazu frei machen sollte, ist sonnenklar.  

 

Und wir gucken weg oder verlangen Verständnis für die Radikalen.

 

Wie kurios doch die Welt ist.{jcomments on}

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Friedhelm Möllmann

Friedhelm Möllmann

Friedhelm wurde im Februar 1950 in Gladbeck Zweckel geboren, zog im Alter von einem Monat nach Scholven um und wurde damit zum überzeugten Bueraner. Er ist bekennender Christ und wohl auch bekennender, weil kritischer Katholik. Schriftsetzer mit allen Gutenbergschen Würden. Gelernt hat er bei der damals besten “Bude” der Welt, K+B auf der Hagenstraße in Buer. Er ist ohne Probleme durch die Zwiespältigkeit der Jugend, hie DPSG, dort Rock’n'roll, gekommen. Er hat kein Abitur. Seit 1980 ist er verheiratet, mit mittlerweile zwei erwachsenen Nachfahren, nach 3 Herzinfarkten und einem Stammhirnapoplex ist er seit 2011 berentet und nicht mehr ganz fit – aber nur körperlich!! Er gehört keiner Partei an, wobei er den Unionsparteien, der FDP, den Piraten, den Grünen und den Linken ganz besonders nicht angehört. Nach IG Druck und Papier, nachmals IG Medien, jetzt bei IG ver.Di nur noch zum Rentnerbeitrag Mitglied.

Friedhelm Möllmann verstarb im Oktober 2015.
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