Man hört es, man sieht es, man glaubt es nicht.

Was ist von der neuen griechischen Regierung zu halten? Ein Paradigmenwechsel? Wohl kaum, denn dazu ist das, was die neuen Macher in Athen so von sich geben, etwas zu mager. Ein Aufkommen der Stimmen der Kleinen?

Wohl schon eher. Europa kann nur in die Rolle einer politischen Feste schlüpfen, zumindest am Anfang des Weges, an dessen Ende die VSE, die Vereinigten Staaten von Europa stehen sollen, wenn es jedes Mitglied Ernst nimmt. Damit sind nicht die Spielregeln des Zusammenspiels gemeint, ohne die sowieso nichts läuft „bei acht einmal aussetzen, bei sieben zwei ziehen“. Diese Urregel aller Kartenspiele hält jedenfalls das Mau-Mauspiel seit hundert Jahren zusammen.

Gemeint ist die als absolut gleichberechtigte angesehene Anerkennung der Staaten untereinander. Der Bürger untereinander. Deutschland und Frankreich dürften da kein Problem sein. hier hat jeder Bürger das Gefühl, dass diese beiden Länder in der Vergangenheit genug an Aggression auf den jeweils anderen ausgekübelt haben.

Wie sieht es aber zwischen den Ländern aus, die den ganzen Rutsch bezahlen sollen und denen, die das nicht wollen oder können?

Wie will das Vereinigte Königreich seine Sonderrolle durchziehen? Die Briten treiben die Nationalstaatenpolitik des 19. Jahrhunderts soweit auf die Spitze, dass sie nur „Europa“ aussprechen, wenn es sich für Großbritannien lohnt. Und die Griechen? Was sie machen, ist der reine Zirkus, wie am Sonntag, dem 16. März 2015 bei Jauch im Talk zu sehen war. Da redeten die Politiker aus Europas Urzelle von gefaketen Videos.

Man soll mit seinen Pfunden wuchern, sagt der Volksmund. Was sie machen ist neu.

„Timeo danaos et dona ferentes“. die Trojaner hätten auf den alten Laokoon hören sollen. Griechenland erschwindelte sich den Beitritt zu Europa, indem es gefälschte Bilanzen vorlegte. Die Brüsseler Europäer taten so, als merkten sie es nicht, zeigten Deutschland vor dem EGH wegen Überschreitung des Zins-Schulden-Verhältnisses an und hatten ihre Ruhe.

Die Griechen funktionieren ihre Schulden um. Sie machen daraus auf eine freche, aber nicht unclevere Art ein Druckmittel. „Wie, ihr wollt nicht unsere Schulden bezahlen? Dann zahlen wir die erst Recht nicht. eure Banken kommen ins Stottern, Geld wird knapp in Deutschland, Die Wirtschaft kann nicht mehr günstig vorfinanzieren und kommt ins Stottern. Und Deutschland kann Hartz IV nicht mehr finanzieren. Und wir lassen uns von Putin oder den Chinesen aushalten…!

Und wenn in Athen nicht nur über eine machbare und effiziente Politik MIT den Geberländern erarbeitet wird, werden die Menschen dort auf unnötige Art lernen müssen, dass mit Rüpeleien keine Politik mehr gemacht werden kann.

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Friedhelm Möllmann

Friedhelm Möllmann

Friedhelm wurde im Februar 1950 in Gladbeck Zweckel geboren, zog im Alter von einem Monat nach Scholven um und wurde damit zum überzeugten Bueraner. Er ist bekennender Christ und wohl auch bekennender, weil kritischer Katholik. Schriftsetzer mit allen Gutenbergschen Würden. Gelernt hat er bei der damals besten “Bude” der Welt, K+B auf der Hagenstraße in Buer. Er ist ohne Probleme durch die Zwiespältigkeit der Jugend, hie DPSG, dort Rock’n'roll, gekommen. Er hat kein Abitur. Seit 1980 ist er verheiratet, mit mittlerweile zwei erwachsenen Nachfahren, nach 3 Herzinfarkten und einem Stammhirnapoplex ist er seit 2011 berentet und nicht mehr ganz fit – aber nur körperlich!! Er gehört keiner Partei an, wobei er den Unionsparteien, der FDP, den Piraten, den Grünen und den Linken ganz besonders nicht angehört. Nach IG Druck und Papier, nachmals IG Medien, jetzt bei IG ver.Di nur noch zum Rentnerbeitrag Mitglied.

Friedhelm Möllmann verstarb im Oktober 2015.
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