Mit Nazis an der Tafel

Mit Nazis an der Tafel.

Ein kurzer und zorniger Einwurf.

Man mag über die Entscheidung der „Essener Tafel“ durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Bezeichnend ist aber, dass nahezu alle, die sich äußern, egal ob Frau Merkel und SPD-Politiker wie Frau Barley , aber auch viele Medien, die die Verantwortlichen der Tafel kritisieren, über diejenigen keine deutlichen Worte verlieren, die durch ihre Schmierereien an Gebäuden und Fahrzeugen der Tafel Sachbeschädigung begehen und zugleich die Tafelmitarbeiter pauschal als „Nazis“ verunglimpfen. Woher nehmen diese Leute eigentlich die Legitimation, anderen den „Nazistempel“ aufzudrücken – und das bei 75% Ausländern in der „Kundenkartei“ der Essener Tafel? Sind sich diese vermeintlichen Anti-Nazis eigentlich klar darüber, dass sie sich einer Methode derjenigen bedienen, die sie zu bekämpfen vorgeben, nur dass damals an Schaufensterscheiben der Geschäfte das Wort „Jude“ geschmiert wurde? Und an oder gegen wen richtet sich der „Nazi-Hinweis“ überhaupt? Vielleicht an diejenigen, die sich bei der Tafel ihre Lebenmittel abholen? Sollen diese Menschen ein schlechtes Gewissen bekommen, weil vermeintliche „Nazis“ dafür sorgen, dass sie keinen oder weniger Hunger haben? Dann doch lieber gleich auf die Fassaden und Fahrzeuge schreiben: „Esst keine Lebensmittel von Nazis, hungert lieber!“

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Bernd Matzkowski

Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

3 Gedanken zu „Mit Nazis an der Tafel

  • Heinz Niski
    1. März 2018 um 9:47
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    Abgesehen von der Berichterstattung der Medien, die „vorübergehend (!) keine neuen Aufnahmen“ weg ließen und so Empörungsreflexe bedienten, fasziniert mich noch etwas. Aus sicher Quelle weiß ich, dass auch Flüchtlinge (aka Geflüchtete aka Geflohene etc.) sehr wohl bestimmte Sekundärtugenden schätzen und Kulturtechniken drauf haben, die Schwächere und Ältere mit besonderem Respekt behandeln. Wenn also Teile der Tafelkunden mit einem anderen kulturellen Hintergrund sich nicht benehmen, obwohl sie wissen, wie es richtig geht, haben dennoch nicht sie eine Bringschuld, sondern die anderen. Also die Organisatoren und Kunden der Tafel. Statt Benehmen einzufordern, soll nach Alter, Kultur, Geschlecht etc. „entzerrt“ werden. Für die einen scheint das ein geschmeidiger Weg zu sein, für mich ist es die Kapitulation und Aufgabe wesentlicher Standards des Umganges miteinander.

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  • Bernd Matzkowski
    1. März 2018 um 11:18
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    Stimme dir absolut zu! Schäbig ist, dass der Vorschlag, getrennte „Kundenzeiten“ einzuführen, u.a. von Sozialdemokraten gekommen ist, die ansonsten vollmundig über „Integration“ reden. Man kapituliert hier vor den Geistern, die man im Gefolge der Regierungschefin selbst beschworen hat. Es ist ja auch leicht, mal eben „Wir schaffen das“ zu sagen, als Mittel und Wege für diese Aufgabe bereitzustellen.
    Und was kommt nach getrennten Abholzeiten?Getrennte Stunden in Schwimmbädern, öffentlichen Parks, auf städtischen Sitzbänken und Einkaufszentren. Solche Vorschläge zementieren die Trennung, lösen die Probleme nicht und sind zugleich Ausdruck des politischen Scheiterns -jenseits des eigentlichen Skandals, nämlich der Armut von Alten, Abgehängten, Außenseitern -egal, woher sie kommen!

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  • 2. März 2018 um 1:18
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    Na ja, deutschfeindliche Milieus, die aber aller „Segnungen“ des Sozialstaates teilhaftig werden wollen, gehören dringend eingedämmt und etwa in einem 10-Jahres-Plan abgeschafft. Soviel zum Thema „Sicherstellung von Benimm-Regeln“, also europa-tauglicher ziviler Standards. Hier sind Politik und Justiz auf allen Ebenen, von den Kommunen bis hin zum Bund und zur EU, gefordert. Deutschland hat einen gigantischen Zivilsationsbruch hinter sich und braucht jetzt kein Alltagsleben, das durch millionenfache kleine Zivilisationsbrüche mehr und mehr bestimmt wird.

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