Trallala und Hopsasa – Verantwortung ist wieder da.

Verantwortung ist wieder da…
…wieder da, wohin sie gehört! Aber wohin gehört sie? Oder: Zu wem gehört sie, die Verantwortung? Und für was?
Nehmen wir mal das Deutsche Volk. Das hat sich einmal, vertreten durch die Väter und Mütter des Grundgesetzes, zu (s)einer Verantwortung bekannt. Nämlich in der Präambel des Grundgesetzes, dessen erster Satz lautet:
Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
Da erklärt man also seine Verantwortung: vor Gott und den Menschen und vom Willen beseelt, Europa und dem Frieden der Welt zu dienen. Diese Verantwortung richtet sich auf die Zukunft, weil die Verantwortung für die Vergangenheit, die kurz vorher noch Gegenwart war, so leicht niemand übernehmen will. Oder soll! Deshalb tut sich die junge Republik in ihren Anfangsjahren auch so schwer damit, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen (und damit vor  Gericht zu bringen), die sich als (ehemalige) Täter so geschmeidig in die neue Republik eingepasst haben. Und sogar schon wieder Verantwortung in Politik, Wirtschaft, Recht und Wissenschaft tragen.
Und nun ist sie wieder aufgetaucht, die Verantwortung, aber kleingekaut im Mund der Kanzlerin, ausgespien auf dem öffentlich-rechtlichen Sofa der Frau Will, die der ersten Phrasendrescherin des Staates Raum und Zeit zur Hofhaltung gegeben hat – in der Rolle der willfährigen Stichwortgeberin.
Ich bin für die Dinge politisch verantwortlich.“ Und :„Weil ich weiß und gar nicht wegreden will, dass letztlich bei der Bundeskanzlerin die politische Verantwortung für das Allermeiste, was in diesem Land passiert, liegt, nehme ich diese Verantwortung auch voll auf mich.“
So sprach sie also, die Verantwortungsvolle, die sogar für „Dinge“ verantwortlich ist, für das „Allermeiste“ in diesem Land. Und „voll“, also nicht nur halb oder zu 10%.
Das ist so schön unkonkret, weil hinter den „Dingen“ und dem „Allermeisten“ das Konkrete verschwindet, anders gesagt: das POLITISCHE HANDELN (politische Entscheidungen) und die FOLGEN daraus.
Welche „Dinge“ sind denn gemeint?
Die Dieselfahrzeuge mit Schummelabgaseinstellungen? Die maroden Straßen und Brücken? Die baufälligen Schulen ohne sachgerechte Ausstattung? Die schlechten Fahrradwege? Die verdreckten Innenstädte?
Und wenn sie für das „Allermeiste“ verantwortlich ist, dann gibt es doch auch etwas oder einiges, für das sie nicht verantwortlich ist? Was könnte das sein?
Der BAMF-Skandal und alles, was daran noch hängt? Die zahlreichen (Tausende, Zehntausende, Hunderttausende?) Menschen, die seit 2015 ohne Identitätsfeststellung nach Deutschland gekommen sind und sich hier immer noch (teilweise auch mit falscher oder Mehrfachidentität) aufhalten dürfen? Die Bombenleger, LKW- und Messerattentäter und sonstigen „Gefährder“, die Tote und Verletzte auf dem Gewissen hätten, wenn sie denn überhaupt ein solches besäßen? Der wachsende Antisemitismus (eigentlich: Judenhass) unter vielen Anhängern des Islam, die unter uns leben, und der den herkömmlichen Antisemitismus eingefleischter Alt-Nazis und Neu-Nazis an Qualität und Quantität überholt hat, so dass Juden schon wieder damit beginnen, Deutschland zu verlassen und Richtung Israel auszuwandern?
Oder sind es einfach nur die Wetterkapriolen, meine Verdauung, der deutsche Schlager oder Jogi Löws Achselnässe, die nicht zum „Allermeisten“ gehören?
Und was folgt denn aus dieser Verantwortung, dieser Floskel, kaum ausgesprochen, schon verbrannt zu bedeutungsloser Wortasche, gesprochen in einen schalltoten Raum?
NICHTS!
Würde diese Kanzlerin ihre eigenen Wort ernst nehmen, hätte sie spätestens am Montag nach der Will-Sendung beim weißen Uhu im Palais Schaumschlag auf der Matte stehen und ihren Rücktritt vom Amt erklären müssen!
Aber soweit geht die Verantwortung dann doch nicht!
Oder?

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Bernd Matzkowski

Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

3 Gedanken zu „Trallala und Hopsasa – Verantwortung ist wieder da.

  • Heinz Niski
    12. Juni 2018 um 15:52
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    Du solltest mehr die Verantwortungs“Diffusion“ betrachten, schnell würde dir klar werden, dass dies mit den (zu) vielen Verantwortungsträgern zu tun hat, wenn Probleme nicht gelöst werden.
    https://youtu.be/eaOy_JbNSb4
    Bis zu den Bayern Wahlen wird es noch viel Kasperl-Theater geben, da werden noch ein paar „Verantwortliche“ Bauernopfer ihren Hut nehmen.
    Aber Lösungen… nee, die sind nicht in Sicht. Ich fürchte, dass der Wähler das auch nicht will…. Lösungen könnten zu mehr Beeinträchtigungen führen.

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    • Bernd Matzkowski
      12. Juni 2018 um 17:16
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      Ich finde, dass die Diffusions-Nummer hier nicht passt.Danach hätte Merkel, was gut möglich wäre, die Verantwortung auf Weise (Bamf), thomas die Misere(innenministerium) oder Altmeyer(Kanzleramt) oder Flinten-Uschi(Buwe) abwälzen können (Bauernopfer). Macht sie aber nicht; sie bekennt sch „VOLL“ zu ihrer Verantwortung- aber gerade deshalb passiert nichts. Ihre Verantwortung leitet sich-staatspolitisch- aus der „Richtlinienkompetenz“ der Kanzlerin/des Kanzlers ab.
      Was die Lösungen angeht, da stimme ich dir zu. Es gibt welche, die sind aber nicht erwünscht oder opportun oder mehrheitsfähig, wobei ich viel Unruhe unter dem Himmel sehe.

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      • Heinz Niski
        12. Juni 2018 um 21:33
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        „Voll zur Verantwortung bekennen“ heißt hier, de Maizière und demnächst weitere fürsorglich auszubooten, sozusagen deren Verantwortlichkeit leidend zu tragen und nach und nach raus zu lassen, dass diese wider besseren Wissens dies und das falsch gemacht hätten.
        Geschenkt.
        Obwohl Politik, Wissenschaft, Soziologie, Kriminalisten und und und sagen, dass alles besser und sicherer wird, lesen und hören die Menschen von einer noch nie da gewesenen Welle von Messerstechereien, Vergewaltigungen, Morden etc. Darauf ist der Staat, die Gesellschaft, der Bürger, die Institutionen nicht vorbereitet.
        Es wird Ethnischekrawalle und Verteilungskämpfe wie in England in den 2000er Jahre geben, wahrscheinlich hauptsächlich zwischen Kurden, Türken, Libanesen. Die ja alle Deutsche sind. Dazwischen einige bulgarisch-rumänische Ethnien. Die Restbevölkerung (auch Deutsch, aber älter und mit Restglauben an das Gewaltmonopol des Staates) wird zusehen, wie alles zerbröselt. Darüber lamentieren, ob Probleme benannt werden dürfen und falls ja, ob in gendergerechter Sprache mit Sternchen oder Innen Klammern.
        Rassenkrawalle England 1

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