Categories: Politik

Empowerment! Followerpower! Global Power! Superpower! Student Power! Female Power! Resistance! Resilienz! Rise Against!

Früher, so sagt man, tröstete die Religion, Gott, das Zwiegespräch mit ihm in einer stillen Kirche, wenn das Leben seine Kränkungen präsentierte und der Schmerz der Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit, die Beleidigung, dass es immer anders kommt, als man plant, Traurigkeit auslöste.

Dem linksliberalen, humanistischen Atheisten blieben Kunst, Geist, Spirituosen als Analgetikum. Sich den hysterisch galoppierenden Weltwahnsinn schön zu saufen, gelingt allerdings nicht jedem. Der Gang ins Museum (erst recht nicht ins virtuelle), kann auch nicht darüber wegtäuschen, dass auch im Bekanntenkreis immer mehr Menschen, statt Hand in Hand die Zukunft zu gestalten, sich in atomisierte Wokeness- und Partikulargruppen aufspalten. Deren Alleinstellungsmerkmal ist das wetteifern nach dem größtmöglichen Opferstatus` durch die Diskriminierung und Beleidigung durch irgendeine andere mehr oder weniger große Gruppe.

Durch Sprachzensur, das digitale Gegenstück dazu sind heute die Uploadfilter im Internet, durch Löschung des kulturellen Gesamtgedächtnisses, versuchen auch ehemals rationale, kritische Menschen, die Strukturen der Gesellschaft, der Welt zu formen. Massenhysterie, sonst nur bekannt durch Hexenwahn, durch Maos Kulturrevolution oder Goebbelsche Sportpalastreden, findet nun real im eigenen Umfeld und in den „sozialen“ Medien statt.

Dem kann man mit Ekel oder Spott begegnen, mit Rückzug in die Innerlichkeit, mit Mitleid oder Gelassenheit, immer braucht es dazu aber auch ab und an eine Kraftquelle, einen Trostspender.

Heute bin ich zufällig über ein wunderbaren Essay von Jörg Scheller gestolpert, der sich mit den Spielarten der „Identitätspolitik“, den Wokeness Huldigern, den Killern des poetischen, feinsinnigen, ironischen, des Diffusen auseinandersetzt.

Beim lesen und hören dachte ich: so muss es sich anfühlen, wenn in einer Kathedrale Orgeltöne ein Gebet zum Himmel tragen  ……………..

 

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2 comments

Heinz NiskiHeinz Niski says:

Ich habe nie daran gedacht, meine eigene stolze Diskriminierungs- und Betroffenheitsgruppe zu gründen und mich durch die Sozialindustrie pampern zu lassen.
Nach diesem Artikel sollte ich es vielleicht machen. Objektiv werde ich gedisst durch Klassimus. Mein Leben wäre anders verlaufen, wenn ich die richtige Herkunft und den richtigen Stallgeruch hätte.
Andererseits.. wer weiß wofür es gut ist.
https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-02/klassismus-soziale-gruppen-soziologie-literatur-gesellschaft/komplettansicht

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