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Frohe Botschaft 29

Tolle Sache!
Gelsenkirchen mit Aussicht auf den Schilda-Preis 2022/23

Gelsenkirchen liegt bei der Vergabe des Schilda-Preises 2022/23 gut im Rennen und hat Aussichten, den Preis abzuräumen. Beworben hat sich die Stadt mit dem Projekt „Traglufthalle“.
Seinen Ursprung hat dieses Projekt bekanntlich in der dann doch enttäuschten Hoffnung der Stadt, Standort der Hochschule für Polizei und Verwaltung zu werden. Als Fläche für die Hochschule war das Gelände der ehemaligen (und bereits abgerissene) Polizeihauptwache und des Zentralbades vorgesehen, das, weil die Stadt sicher war, den Zuschlag für die Hochschule zu bekommen, niedergelegt wurde. Um der Schülerschaft (Schwimmunterricht) und den Schwimmbegeisterten der Stadt aber übergangsweise entsprechende Möglichkeiten zu bieten, wurde über dem Freibad-Becken des Sportparadieses eine Traglufthalle errichtet. Diese wurde allerdings von bisher Unbekannten mutwillig zerstört. Die Reparaturarbeiten zogen sich in die Länge. Nun ist die Traglufthalle aber fertig, wird aber dennoch nicht in Betrieb genommen werden, weil die Freiluftbadesaison vor der Tür steht. Also wird die Halle „eingelagert“. Von Seiten der federführenden Stadtwerke war zu hören bzw. zu lesen: „Ja, die Planung sieht vor, dass die Traglufthalle für die Freibadsaison abgebaut wird. Ja, die Planung sieht vor, dass die Traglufthalle nach der Freibadsaison wieder aufgebaut wird.“
Der Schilda-Preis erinnert daran, dass die Schildbürger einstmals ein Rathaus ohne Fenster bauten, um dann das Tages- und Sonnenlicht mit Säcken in das neue Rathaus zu tragen. Da liegt Gelsenkirchen schon nah am Vorbild aus Schilda: Ein Schwimmbad abzureißen in der Hoffnung, dass dort eine Landeseinrichtung ihren Platz finden könnte, ohne sicher sein zu können, dass die Stadt den Zuschlag bekommt, ist bereits ein planerisches Schilda-Stück. Und eine fertige Traglufthalle erst einmal einzumotten, um sie ein halbes Jahr später wieder aufzustellen, gibt Extra-Punkte im Wettbewerb! Aber die Krönung des Projektes besteht natürlich darin, dass sich die Investitionskosten im „Rahmen der ursprünglichen Planung“ bewegen, wobei anzumerken ist, dass es noch keine „finale Schlussabrechnung“ gibt. Schauen wir zum Abschluss dieses finalen Schlussabschnitts am Ende des letzten Teils dieser Frohen Botschaft kurz in das (Digitale) Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), um zu lesen, was uns  über das Wort „final“ und das Wort „Schluss“ lernen können:
„final Adj. ‘den Schluß betreffend, zweckgerichtet, am Ende befindlich’. Gleichbed. lat. fīnālis Adj. (zu lat. fīnis ‘Grenze, Ende’) wird im 18. Jh. ins Dt. entlehnt. Voraus geht die Übernahme der substantivierten neutralen Form des Adjektivs lat. fīnāle, mit Aufgabe des auslautenden -e nhd. Final n. ‘am Ende stehender Buchstabe’ (16. Jh.), ‘Schluß eines Musikstücks’, auch allgemein ‘Ende’ (17. Jh.), heute abgelöst durch Finale .“
Für die sprachliche Gestaltung gibt es im Wettbewerb sicher Bonuspunkte.
Und damit für heute: Schluss, Ende, Aus die Maus, Finale, Sense, Feierabend, aus und vorbei  und ab dafür!

Tolle Sache!
Gelsenkirchen beim Schilda-Preis mit guten Aussichten!
Einen schönen Tag noch und weiter so!

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