Categories: Gemischte Themen

Wir spielen das Spiel der AfD: Ein Dokument

Redaktionelle Vorbemerkung: Das Ton-Dokument, ein Interview, das wir transkribiert haben, ist uns zugespielt worden. Wir haben in der Redaktion lange darüber diskutiert, ob wir es überhaupt veröffentlichen sollen. Nicht wegen des brisanten Inhalts, sondern weil wir die Quelle nicht überprüfen können. Das Tondokument hat sich, wie einst die Tondokumente in der alten Fernsehserie „Mission: Impossible“, kurz nach Erhalt samt dem Aufzeichnungsgerät selbst zerstört.***Das Interview war im arabischen Dialekt Khalijyi aufgezeichnet worden und wurde von Makbous al Dhau für uns übersetzt. Der Frager bleibt anonym, der Befragte nennt sich Machmah Lallah und gibt sich als Palästinenser aus.

Frager: Herr Lallah, sie waren in ihrer alten Heimat ein bekannter DJ. Arbeiten Sie auch in Deutschland noch in diesem Beruf?

Lallah: Nein, leider habe ich keine Zeit mehr dafür. Ich vermittele häufig bei Konflikten innerhalb der arabischen Community. Da werde ich hinzugerufen.

Frager: Dann sind sie so etwas wie ein Friedensrichter?

Lallah: in meiner Heimat sagt man: Wenn es dem Kamel zu gut geht, klettert es auf einen Sprungturm. Ich bin kein Kamel, also bin ich kein Friedensrichter. Mir ist der Begriff Moderator lieber. Ich richte nicht, sondern schlage einen Lösungsweg vor. Den anzunehmen und durchzusetzen, ist Sache der Beteiligten.

Frager: Und wie verhält sich das nun mit den Auseinandersetzungen in Castrop und Essen mit hunderten von Beteiligten -Libanesen und Syrern.

Lallah: Jetzt überlegen Sie mal: da dringen angeblich 200Libanesen in ein syrisches Restaurant ein, es kommt zu Auseinandersetzungen, Mobiliar wird zerstört – so heißt es!

Frager: Stimmt das denn nicht?

Lallah: Ein arabisches Sprichwort sagt: Alle Menschen sind klug: die einen vorher und die anderen nachher. Nur wenn es darauf ankommt, sind alle dumm.
Natürlich waren die Leute da, aber Zerstörungen? Haben Sie mal überlegt, wie das denn sein kann, dass das Restaurant am anderen Tag schon wieder geöffnet hatte? Kein kaputter Stuhl, keine Schäden, jedenfalls keine größeren, keine Glassplitter, Tische eingedeckt wie immer, die Küche arbeitet im Hochbetrieb. Ganz ehrlich: wenn zweihundert Libanesen in ein Lokal in der Innenstadt von Essen eindringen, um es zu zerstören und die Inhaber zusammenzuschlagen, da bleibt kein Tisch heil und der Inhaber kocht am nächsten Tag nicht und kann auch nicht kellnern.
Und ich sage Ihnen, beim Barte meiner Großmutter: Der Kaffee muss so heiß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, so süß wie die Nächte in ihren Armen und schwarz wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt.

Frager: Was sagt mir das zum Thema?

Lallah: Nichts, aber es ist eine schöne Weisheit in einer schönen Sprache. Jedenfalls – um es ohne Umschweife zu sagen: Die Sache war abgesprochen zwischen den Beteiligten, war inszeniert. War eine Auftragsarbeit!

Frager: Für wen?

Lallah: Ihr im Westen seid immer so direkt. Ich glaube, euer Prophet hat mal gesagt: Deine Rede sei Ja, Ja, Nein, Nein – alles andere ist von Übel! Also SCHWARZ oder WEISS! Dabei ist GRAU auch eine schöne Farbe – und ohne Zwischentöne geht nichts. Aber gut! Die alte Frage müsste sein: CUI BONO?

Frager: Wem das nützt?

Lallah: Ja, wem nützt das – in Umfragen, bei Wahlen!

Frager: Der unsäglichen AfD?

Lallah: Genau!

Frager: Aber worin besteht das Interesse der Syrer und Libanesen, wenn die AfD das dazu benutzt, um die Ausländer in eine schlechte Ecke zu stellen?

Lallah: Es geht nicht um die, die schon hier sind, sondern um die, die noch kommen wollen und werden: aus dem Süden Afrikas, der Subsahara, Afghanistan. Es geht darum, die fernzuhalten und das….
——————-
An dieser Stelle des Interviews setzen schwere Störgeräusche ein, nur noch Wortfetzen sind zu hören (Worte aus dem amerikanischen Englisch), Schreie auch, das Bersten von Holz. Die Aufnahme bricht ab, so als hätte jemand den Strom abgeschaltet. Man kann noch die Namen Faeser und Haldenwang rekonstruieren, mehrfach erklingt ein Wort, das sich wie „Verbot“ anhört.

 

*** Mission: Impossible In geheimer Mission
USA 1988–1990 (Mission: Impossible)
35 Folgen in 2 Staffeln
Deutsche TV-Premiere 06.08.1991 Das Erste / Original-TV-Premiere 23.10.1988 ABC (Englisch)
(https://www.fernsehserien.de/mission-impossible)

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann bewerten Sie ihn – oder schreiben Sie einen Kommentar!

Weitere Texte des Autoren:

Das Schul-Desaster oder Die endlose Geschichte der Reformfummelei

Eine Erlebnisschilderung als Einleitung: Vor ein paar Tagen las ich eine Hausaufgabe meines Sohnes Felix…

Lesen Sie weiter:

Frohe Botschaft 27

Tolle Sache! OB Welge bleibt sich treu Im Drama der griechischen Antike ist „Hybris“ eine…

Lesen Sie weiter:
Bockwurst

KURZ UND KNACKIG: Zum sofortigen Verzehr empfohlen

SOLLAODASOLLANICH? Er selber, also Kanzler Scholz, hat ja gesagt, dass er nicht in die Ukraine…

Lesen Sie weiter:

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte Sie auch interessieren:

Jürgen Kramer ist tot oder Die Einschläge rücken näher

Gestern Abend um 20 Uhr 30 übte M. gerade die von mir überarbeitete Fassung eines…

Lesen Sie mehr:

Das Gift des modernen Jakobinertums

„The Impact Company BIPoC Diversity, Audience and Culture Consulting Als Unternehmen, das von deutschen BIPoC…

Lesen Sie mehr:

Frohe Botschaft 12

Tolle Sache! Endlich eine Marx-Statue in Gelsenkirchen Auf Initiative der Horster Familien Gärtner, Engel und…

Lesen Sie mehr:

Mal wieder lesen – Empörung statt Solidarität – Die Zerstörung des postmodernen Denkens durch Krisen und Krieg

https://www.ruhrbarone.de/empoerung-statt-solidaritaet-die-zerstoerung-des-postmodernen-denkens-durch-krisen-und-krieg/210377/    

Lesen Sie mehr: