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Palästina Demo des Samidoun Netzwerks

Ein paar Bilder der Demo des Samidoun Netzwerkes am Bahnhof Gelsenkirchen am 20.10.23. Viel gibt es von meiner Seite nicht zu berichten. Polizei gab es strategisch verteilt in der Innenstadt anscheinend genug, um einen ruhigen Verlauf zu gewährleisten. Ich bin nach 30 Minuten gegangen, da ich nichts von den Reden verstehen konnte und die Jugendlichen hinter mir, die ein bisschen auf Freiheitskämpfer machten und Allahu Akbar riefen, nicht danach aussahen, dass sie gegen die Erwachsenen aufmucken würden. Sollte ja friedlich bleiben. Bedauerten sie.

Mitglieder der AUF waren dort, Herr Akyol von der WIN Ratsfraktion und ich verlor mich in Erinnerungen an die Zeiten, wo wir alle Palästinensertücher trugen und Falafel für den Frieden aßen. Ich fragte mich, wie es einem früheren palästinensischen Arbeitskollegen gehen mag, der sich als Physiotherapeut selbstständig gemacht hatte.

Landshut Entführung, Arafat mit Pistolenhalfter vor der UNO, seine von den Palästinensern verhasste Frau Suha at-Tawil, die Protzvilla im Gaza Streifen, die Selektion und Erschießung von Juden in entführten Flugzeugen zogen vor meinen Augen vorbei, während ich auf die wedelnden Fahnen der Freunde Palästinas sah.

Seit Jahrzehnten das immer gleiche Spiel von Hass, Gewalt, Gegengewalt.

Der Mythos des palästinensischen David gegen den jüdischen Goliath ist verflogen und hat Platz gemacht für vorzivilisatorische Barbarei, archaische Gewaltexzesse, Todeskult.

Bevor die Palästinenser sich nicht von Hamas und anderen Terroristen in ihren eigenen Reihen befreien, bevor sie nicht ihren religiösen Fanatismus ablegen, ihren Rassismus, werden sie meine Sympathien für ihre berechtigte Forderung auf einen eigenen Staat nicht mehr zurückerlangen.

Ich bin es müde.

Zu viele Tote.

Zu viel Hass.

Zu viel Gottesstaat.

Zu viel Terror.

Zu wenig politische Lösungsversuche. Zu wenig Liebe zum Leben.

 

Palästina Demo des Samidoun Netzwerks am 20.10.23 in Gelsenkirchen

Nachtrag:

Ich muss mich korrigieren, die Veranstaltung kann und wurde offensichtlich nicht vom Samidoun Netzwerk organisiert, die Teilnehmende MLPD stuft selber die Hamas als islamistische, faschistische Terrororganisation ein. (Siehe auch Ruhrbarone)

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10 comments

Ali-Emilia PodstawaAli-Emilia Podstawa says:

Du konntest nichts von den Reden verstehen? Woran lag es? Das altersschwache Gehör oder versäumt, die Sprache der Redner gelernt zu haben?

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Heinz NiskiHeinz Niski says:

Nein, die Lautsprecheranlage war schlecht, solange ich vor Ort war, sprachen alle Deutsch. Die Kids hinter mir machten sich lustig über einen Redner… in diesem migrantisch eingefärbten Deutsch .escht, der kann nischt mal deutsch alder.. – es lag tatsächlich an der Technik.

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Mar.Lak. says:

Einkreisen und raus damit!

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Heinz NiskiHeinz Niski says:

Die WAZ schreibt:

Auf X (ehemals Twitter) wurde am Freitagnachmittag dazu aufgerufen, „den antisemitischen Parolen der Samidoun-Bewegung entgegenzutreten“. Zu einer offiziellen Gegendemonstration am Bahnhofsvorplatz oder symbolischen Aktion vor der Neuen Synagoge ist es aber nicht gekommen.

„Unsere Kapazitäten haben das nicht hergegeben, deswegen hätten wir uns gefreut, wenn sich die Demokratische Initiative (DI) bewegt hätte“, sagte der Sprecher der Initiative gegen Antisemitismus Gelsenkirchen. In der DI sind 29 Organisationen (u.a. Parteien, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften) Mitglied, Schirmherrin ist OB Welge. Man werde in der Nachbetrachtung erörtern, warum sich aus der Initiative niemand bewegt habe, um Verantwortung für eine eigene Demo zu übernehmen, heißt es seitens des Sprechers.
Bei der jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder um 18 Uhr einen Gottesdienst in der Neuen Synagoge feierten, zeigte man durchaus Verständnis, dass es so spontan zu keiner Gegenaktion gekommen ist. „Ich halte das dennoch für sehr wichtig und hoffe, dass in den nächsten Tagen noch etwas passiert“, sagte Slava Pasku, die neue Vorsitzender der Gemeinde.

Grundsätzlich finde ich gut, dass es nicht zu einer dieser ritualisierten Gegendemonstrationen am Bahnhofsvorplatz kam. Dass die 29 Organisationen der Demokratischen Initiative sich nicht bewegt haben, war zu erwarten. Das spiegelt nur wider, dass zwischen den offiziellen Verlautbarungen, Feierlichkeiten und Bekenntnissen des „Nie Wieder“ und der Nagelprobe des Alltags, ein himmelweiter Unterschied ist.
Dass die Zivilgesellschaft desinteressiert an dem Konflikt ist, keine Position beziehen will, kann man in den sozialen Netzen beobachten. Es gibt so gut wie keine Statements, Links oder Banner, die Stellung nehmen. Weder für die eine, noch die andere Seite.

Der Konflikt, Krieg, findet nicht statt.

Wäre ich ein jüdisches Gemeindemitglied, wüsste ich, was von den Solidaritätsadressen zu halten ist.

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Uw.Klei. says:

Seit Jahrzehnten gibt es die Blutspur der arabischen Terroristen. Selbst deutsche Terrorismus der RAF (Rote Armee Fraktion) mit ihren Opfern wäre ohne dem palästischen Terror nicht möglich gewesen.

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Heinz NiskiHeinz Niski says:

Tja, war dann wohl doch nicht alles so ruhig….:

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