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Putin erfüllt grüne Wünsche: Eine verbale Blutgrätsche

Manchmal dauert es eine Weile, bis Wünsche in Erfüllung gehen. Kinder wissen das am besten, weshalb sie schon Wochen vor der Bescherung zu Weihnachten ihren Wunschzettel ausfüllen und dann an das Christkind schicken. Das wohnt bekanntlich  nicht in Bethlehem unter der Adresse „Stall 1“, sondern in Deutschland und der Schweiz. Die offizielle deutsche Anschrift ist „An das Christkind“ in 51777 Engelskirchen, der Zweitwohnsitz in der Schweiz ist das Örtchen Wienacht in der Nähe von St. Gallen (Anschrift: An das Christkind, 9405 Wienacht).

Manchmal ist es auch so, dass ein Wunsch scheinbar unerfüllbar ist. Und dann gibt es die Wünsche, die mit Hilfe eines guten Freundes in Erfüllung gehen. Und da ist es schön, geradezu vorweihnachtlich schön, dass Wladimir Putin, Russlands Lenker du Denker, trotz der gegenwärtigen Spannungen den im Moment so arg gebeutelten GRÜNEN Wünsche erfüllt. Und hier besonders zwei grünen Frauen. Den einen Wunsch hat Putin erfüllt, kaum dass er ausgesprochen wurde. Ausgesprochen von Katharina Stolla, der Bundessprecherin der Grünen Jugend. Die hatte beim Parteitag der Grünen in Karlsruhe gefordert: „Europas Grenzen müssen für alle offen sein.“ Und das hat sich der Mann, der doch bei uns im Moment ein schlechtes Image hat, zu Herzen genommen. Und schickt über die russische Grenze zu Finnland ganze Kontingente von Asylbewerbern aus Afrika und Asien, die einen weiten Weg auf sich genommen haben, um über die russische Route die europäischen Staaten zu erreichen. Wunsch gestellt – Wunsch erfüllt, Katharina!

Und mit dieser Geschenke-Aktion knüpft Putin auch an Katrin Göring-Eckardts schon fast legendär zu nennende Wunschvorstellungen an, die bereits vor einigen Jahren mit Blick auf ankommende Migranten sagte: „Wir brauchen Migranten, die sich in unseren Sozialsystemen wohl und zuhause fühlen“ (2013) und später ergänzte: „Wir bekommen jetzt plötzlich Menschen geschenkt“ (2015). Und diesen Wunsch hat Putin auch erfüllt: Allein im November sind laut finnischem Außenministerium über 800 Asylbewerber aus Syrien, dem Jemen, Somalia, Irak und Afghanistan über die russisch-finnische Grenzen nach Finnland eingereist. Und diese Menschen sind sicher alle froh, ein Geschenk zu sein. Und dass sie sich, nach einer Weiterreise ins bevorzugte Deutschland, in unserem Sozialsystem „wohl und zuhause fühlen“ werden, steht in dieser vorweihnachtlichen Zeit doch außer Zweifel.

Auch wenn noch keine offizielle Stellungnahme aus dem Kreml vorliegt, so bin ich doch ganz sicher, dass Putin sich darüber freut, dass er zwei grünen Frauen Wünsche erfüllen konnte. Vielleicht müssen wir unser Bild von ihm revidieren!

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7 comments

Heinz NiskiHeinz Niski says:

Das sind doch Putin Peanuts. Nicht der Rede wert, ich glaube, er schenkt den Durchwandernden auch Fahrräder, die meisten kommen am finnischen Grenzposten mit dem Rad an. Wahrscheinlich keine E-Bikes, keine Lastenräder, allenfalls Dreigang.
Die größere Nummer ist, dass seit gestern der Niger das Anti-Migrations-Gesetz aufgehoben hat, die Schleusertätigkeit auf einer der wichtigsten Routen Afrikas nach Europa ist also wieder legal.
Da hat die eifrige Reisediplomatie von Scholz, Baerbock und den EU-Granden nix gebracht. Die Schleuser fahren auch weiter mit Benzin-Pick-Ups, nicht mit E-Autos.
Ich warte auf die Schlagzeile „Grüne unterstützen den Destabilisierungskurs Putins durch Migrationswaffe“ – oder: „Jubel! SPD Hand in Hand mit der Militärjunta in Niger. Infrastruktur geheilt. Reiseroute Niger-Algerien-Mallorca-Schalke-Nord endlich wieder frei“.
Die AfD lacht sich irre und verteilt schon Posten.

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Bernd MatzkowskiBernd Matzkowski says:

Tja, diese Grünen. Jetzt haben die doch glatt den Wunschzettel nicht nur an den Kreml geschickt (wahrscheinlich weil sie die richtige Wunschadresse in Deutschland und der Schweiz nicht kannten), sondern auch noch an afrikanische Militärs. Die haben auch wirklich keinen moralischen Kompass mehr. Hoffen wir mal, dass da jetzt ganz viele Fachkräfte kommen, um den Fachkräftemangel abzubauen.

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Fra.Prez. says:

Gibt es nicht irgendwo in Deutschland noch sog. Raubkunst, die an den Niger abzugeben ist?

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Heinz NiskiHeinz Niski says:

Ja, in meinem Wohnzimmer. Wollte ich der Femen-Außenpolitikerin mit ins Reisegepäck geben. Sie lehnte ab. Ich solle doch erst herausfinden, ob arabische oder schwarzafrikanische Sklavenhändler die ursprünglichen Räuber waren… und ob es irgendwo einen Prinzen, ein religiöses Oberhaupt gibt, dass seine Ansprüche geltend machen könnte. Ich werde es wohl dem Voodoo Museum in Essen schenken. Statt den Prinzen oder dem Feme-AußenInnenMinisterium.

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Fra.Prez. says:

Das muss Voodoo sein! Schau Dir den Schattenwurf an: Ein Kopf im Profil, in dem etwas hinein gegossen wird….Boah

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Heinz NiskiHeinz Niski says:

Elefantenpippi. Auch so ne kulturelle Aneignung und Ausbeutung rarer Rohstoffe. Kolonialismus Kram. Na ja, wir haben zum Glück ja fertig. 🥰

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Heinz NiskiHeinz Niski says:

Endlich frische Ideen von den Grünen

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