Wussten Sie, dass TIERE in der Gunst des Publikums, besonders der Kinder und Jugendlichen, immer noch oder immer wieder ganz weit vorne liegen? SNAKE, die Schlange mit den messerscharfen Beißerchen, die mit einem Happs Ihre Ohren verspeist? BOMBOLERO, der afrikanische Elefant, der an keinem Porzellanladen vorbeistampfen kann, ohne mit seinem üppigen Hinterteil die im Schaufenster ausgestellte Markenware zu zertrümmern? DER SEHER, ein blinder Papagei, der im Dreissigjährigen Krieg als Spion seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat?
Alle diese Tiere (und noch weitere) sind mit dem Fernsehgerät in das kollektive Bewusstsein unserer Vorfahren eingepflanzt worden: FURY galoppierte in über 110 Teilen (Folgen) zwischen 1955 und 1960 über die Fernsehröhren, in der zweiten Hälfte der 60er Jahre folgte ihm der Tümmler FLIPPER. LASSIE, der flusende Langhaarcollie, muschelte sich schon im fünften Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts durch den Wilden Westen. Und nicht zu vergessen: RIN TIN TIN, den man auch gerne ´mal zum Wischen des hartholzigen Bodenbelags einsetzen konnte. Im Umfeld dieser bizarren Lebewesen und Formen der Natur existierten nicht nur Kinder, sondern auch schlafmützige menschliche Existenzformen, die aber noch nicht wussten, welche geschmacklosen Abartigkeiten sich das humanoide Hirn als zukünftige Beschützer und Spielgefährten für die Ergebnisse menschlicher Abartigkeiten würden ausdenken müssen!
ABER:
Es gibt noch (!!!) HOFFNUNG!
Im Zoo von Zürich hat die 19 Jahre alte Elefantendame Farha in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag Nachwuchs zur Welt gebracht (2.22 Uhr). Stolzer Vater ist der zwanzigjährige Elefantenbulle Thai. Nach Verlautbarungen des Zürchers Zoos ist das Elefantenkind gesund und munter, bedarf aber noch der Schonung.
Ganz anders geht es in Deutschland zu. Obwohl man bei der Bundesbahn mittlerweile mit fast allem rechnen muss, was irgendwie noch unter „animalische Existenzform“ gefasst werden kann. Kurz: Mehrere Nagetiere sind in einem ICE am Nürnberger Bahnhof frei herumgelaufen, haben also die Oberklasse der Bundesbahn nach Herzenslust besiedelt. Die tapferen Mitarbeitenden der Bundesbahn haben die Fahrgäste aus den Waggons, die von Nagern heimgesucht worden waren, in von Nagern freie Wagen umgesiedelt und die Nager, deren konkrete Bezeichnung bis heute noch nicht genannt worden ist, in einem Waggon zusammengepfercht. Wir sehen an diesem Beispiel, dass bei der Deutschen Bahn auf einiges stets und immer Verlass ist:
- Informationen hält die Bahn nicht bereit
- Ungewöhnliche Zusammenkünfte von Tieren werden nicht erläutert!
- Nager hin – Nager her: Vorfahrt hat der Bahnverkehr!


