Aus der besten aller Welten (18)

Heute geht es einmal ums Ganze, also um die wirklich wichtigen Menschen auf dieser Welt, die uns mit ihren Eskapaden, ihren versnobten Angewohnheiten, ihrem entzündeten Zahnfleisch, ihrem unermesslichen Reichtum und ihrer gnadenlosen Dummheit menschlich bereichern, erfreuen, erbauen und uns ein Vorbild sind – oder nichts davon!

Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich allerdings auch sagen: Ich hätte anstatt über entzündetes Zahnfleisch natürlich von durch Fußpilz verunstaltete Füße sprechen können oder von Fisteln im Genitalbereich. Das war mir aber doch zu unappetitlich, zumal auch jüngere Menschen dieses Heftchen abonniert haben, also der Gefahr ausgesetzt sind, sittlich zu verwahrlosen! Und dafür wollte ich dann doch nicht die Verantwortung übernehmen!

Womit wir auch schon beim Kern des Themas sind, also der sittlichen Reife! Und damit kommen wir nun überhaupt nicht an einem jungen Mann vorbei, dem die Eltern die Vornamen Jimi Blue gegeben haben, obwohl seine Vorfahren einstmals Ochsenknechte waren. Seine beiden Geschwister haben die Vornamen Wilson Gonzales und Cheyenne Savannah. Sein Papa Ochsenknecht hat nicht nur drei Kinder mit Natascha (mittlerweile von Papa Ochsenknecht geschieden, der wieder verheiratet ist, aber mit einer anderen Frau), sondern noch einen (Halb-)Bruder von Jimi Blue mit Rosanna della Porta gezeugt, der auch einen schönen Vornamen hat: Rocco Raphael Maria. Zum Ausgleich hat er den Nachnamen Stark, was natürlich besser klingt als Ochsenknecht.

Aber jetzt muss ich doch aufpassen, dass ich mich nicht in Nebensächlichkeiten und Belanglosigkeiten verliere, denn ich merke, dass ich ziemlich abschweife und anfange, mich in Bashing zu ergehen. Und man soll  Menschen nicht wegen ihres Namens oder ihrer Namen oder der Namen ihrer Geschwister verächtlich machen. Bernd ist auch keine Zierde der Vornamen und praktisch nicht mehr in Gebrauch. Wobei ich vermute, dass Jimi Blue so heißt, weil der Vater den profanen Vornamen UWE hat und Jimi Blue deshalb BLUE heißt, weil er wegen einer vertrackten Nabelschnur bei der Geburt BLAU angelaufen ist (das ist aber nur ein Gerücht!)!

Jimi Blue jedenfalls, der, so vermute ich, vom durch Schauspielerei erworbenen Einkommen seines Vaters lebt und ansonsten als Kleindarsteller mäßig erfolgreich war, ist jetzt nach Österreich ausgeliefert worden, denn ihm wird zur Last gelegt, dortselbst eine Hotelrechnung nicht beglichen zu haben – wir reden hier über einige tausend EURO. Mehr oder weniger! Und wahrscheinlich – auch das ein Gerücht! – soll sich der alte Ochsenknecht einfach bockig gezeigt und gesagt haben: „Für den Strizzi bezahl ich keine Rechnungen! Die Gagen muss ich doch auch hart erarbeiten mit meiner Müllmann-Serie ´Die drei von der Müllabfuhr´, die wahrscheinlich bald ´mal den Grimme-Preis bekommt oder doch gleich den Oskar!“ Irgend sowas in der Art soll er jedenfalls angeblich gesagt haben! Wobei ihm Tränchen, so berichtet die Inhaberin einer benachbarten Heißmangel, die Wangen herabgelaufen sein sollen!

Den Vater Ochsenknecht wurmt es natürlich, dass sein Jimi nur einen Hauptschulabschluss in der Tasche hat, was nicht unbedingt ein qualifizierter Nachweis über eine Hochbegabung ist und auch nicht für eine Stelle als Aushilfsboxer in einer Kirmesbude reicht.

Bestenfalls kann er damit als Spülkraft in der Küche der österreichischen Haftanstalt reüssieren, die ihm jetzt als neues Zuhause dient.

NACHTRAG AKTUELL: BILD meldet soeben:

Innsbruck (Österreich) – Was für eine Wende nach fast zwei Wochen in Haft in Hamburg und acht Tagen Auslieferungs-Anreise nach Österreich!

Erst am Mittwoch zog Jimi Blue Ochsenknecht (33) in den berüchtigten Knast „Ziegelstadl“ in Innsbruck ein. Doch er kam nicht, um zu bleiben – der Schauspieler kaufte sich am Donnerstagmorgen schon wieder frei! Die StaatsanwaltschaftInnsbruck teilte mit: „Nachdem am 17.07.2025 zunächst die Untersuchungshaft verhängt wurde, wurde kurz darauf die festgesetzte Kaution in der Höhe von 15.000 Euro bezahlt und Herr Ochsenknecht aus der Haft entlassen.“

 

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