Julia, Julia – lass dein Haar herunter!
Hätte man rufen können!
Oder auch:
Weinkönigin, Weinkönigin – lass dein Haar herunter!
Das war unsere Jule tatsächlich ´mal, nämlich 1994, während ihrer Zwischenprüfung für das Lehramt. Da wurde sie zur Nahe-Weinkönigin gewählt. Und dann folgte die Wahl zur deutschen Weinkönigin für die Amtszeit 1995/1996. Da musste sie u.a. Prüfungen in Weinanbau und Weinausbau, Weinvermarktung, Önologie (umfasst zahlreiche Aspekte des Weinanbaus), Rhetorik und Fremdsprachen überstehen. Die Ehre der Wahl war mit rund 200 Terminen verbunden, die auch erst ´mal gemeistert werden mussten. Aber lang, lang ist es her mit den Wahlen zur Weinkönigin.
Die letzte Wahl, die zur Präsidentin des Deutschen Bundestages, ist gerade mal ein halbes Jahr vergangen. Und schon rummst es im Karton – schließlich sind bald Kommunalwahlen (und Wahlen zu anderen Institutionen, etwa Stadträte, Bezirksvertretung etc.) in NRW, dem immer noch bevölkerungsreichsten Bundesland.
Und diesen Wahlen sehen SPD und GRÜNE mit einem gewissen Bangen entgegen, denn wenn man den Umfragewerten traut, ist die AfD auf dem Sprung nach vorne und könnte der SPD einige Bürgermeisterposten streitig machen und sie in die Stichwahl zwingen. Da kommt es der SPD (auch den GRÜNEN und den LINKEN) gut zu pass, dass man sich jetzt auf die Bundestagspräsidentin eingeschossen hat. Etwa wegen – Pilawa?
NEIN?
Irgendwie unfähig, parteiisch, voreingenommen soll sie sein! Den Weg zu den „Rechten“ soll sie vorbereiten! Interessant daran ist, dass es an ihrer Amtsführung keine substanzielle Kritik gibt, sondern sich die Interessierten auf Nebenkriegsschauplätzen tummeln. Das macht niemanden angreifbar, man kann aber dennoch ordentlich lospoltern und sich „hinterher“ auf Gerüchte berufen!
Damit mich niemand missversteht – aus Dummheit oder Böswilligkeit: Man muss die Frau nicht mögen (dafür hat sie neuerdings den Pilawa), man muss ihr auch nicht den Hof bereiten (dafür hat sie neuerdings den Pilawa), man muss sie auch nicht putzig finden (dafür hat sie neuerdings den Pilawa).
Aber man muss schon genau hinschauen, was man an der Bundestagspräsidentin denn nun kritisieren kann oder will!
Frau Klöckner: Lassen Sie bitte nicht auch noch Ihr Haar herunter! Dann sehen Sie nachher noch so aus wie Mario Barth!
Nun aber Kurznachrichten rund um die Welt:
In einer Liter-Flasche Coca-Cola sind 35 Stück Würfelzucker verarbeitet!
Die Autobrache streicht bis Ende des Jahres nach Prognosen rund 50000 Stellen!
Die Erlöse der Möbelbrache brechen 2025 um rund DREI Prozent ein!


