Heute mit: den letzten Weisheiten zur Kommunalwahl (in GE und sonst wo)
Irgendwie muss sich das weltweit herumgesprochen haben: In Gelsenkirchen steppt der Bär und tanzt mit dem Blau-Fisch zur Marschmusik im Stechschritt. Also reisten (nach Hörensagen) aus der ganzen Welt Pressefuzzis an, um das Wunder zu bestaunen! Nur, dass das in Wirklichkeit nicht so war – jedenfalls noch nicht. Aber von der Kopfzahl in der Ratsversammlung ist es so, dass die BLAUEN ebenso zwanzig Vertreter, und – innen und Vertretende haben wie die Spezialdemokraten. Die Spezialdemokraten müssen jetzt nur noch die Stichwahl zum Posten des Oberbürgermeisters, der Oberbürgermeisterin oder der/des Oberbürgermeisternden abräumen – sozusagen als Beweis dafür, dass die Grundstimmung in GE doch eine demokratische ist. Wobei natürlich die Frage aufgeworfen werden darf, ob das ein Zeichen demokratischer Kultur ist, wenn rund die Hälfte der Wahlberechtigten überhaupt nicht gewählt, sondern sich bei Streuselkuchen mit Schlagsahne einen schönen Sonntag gemacht hat?
Der Wahlsieger steht seit dem letzten Sonntag fest – unabhängig vom Ausgang der Stichwahl in Gelsenkörki: Es sind die Schmuddelkinder von der AhEffDeh. Die haben glatt mal in einzelnen Bezirken der Stadt über 50 Prozent der Wählerschaft hinter sich vereinigt, und ihr OB-Kandidat, ein freundlicher älterer Herr, den man noch rechtzeitig frisch geschminkt hat, damit er in etwa so jung aussieht wie Frau H. von der EssPeDeh und fast so jung wirkt wie die Kandidatin der CeDEHUh , ist in der ersten Runde nur knapp unterlegen! Man wird ihn jetzt eher selten in der Stadt sehen, weil er für eine Frischzellenkur täglich in einer Lungenheilanstalt Kräfte tankt. Seine Lieblingssportler sind übrigens der Boxer Rocky und die Kugelstoßerin Tamara Press!
Den Absturz der Wahl haben die Greenhorns hingelegt, die auf die Aufstellung einer eigenen Pappnase (oder doch eher eines eigenen Pupsgesichts?) zur OB-Wahl verzichtet haben. Mal ehrlich: Kann mir jemand einen oder eine aus der Trümmertruppe nennen, den man überhaupt hätte aufstellen können, ohne sich zu blamieren? Wir haben in einem älteren Artikel bereits angemerkt – und da kannte noch niemand das Wahlergebnis – dass die GRÜNEN nach der Wahl ihre Belohnung einfordern werden! Kaum ausgesprochen: Sie tun es! Da ist von Belohnung die Rede, von Anerkennung für den Verzicht! Das ist fast die EssPeDeh-Masche, die die Partei nach der katastrophalen Abstrafung nach der letzten Bundestagswahl hingelegt hat: Absturz bei den Stimmen, aber große Klappe bei den inhaltlichen Forderungen und bei den Personalvorschlägen.
Und so tun es die grün Lackierten ihnen nach: Man hat in Gestalt der Wählenden die Fraktion deutlich geschrumpft und so eben noch den Fraktionsstatus erhalten. Aber landesweit betrachtet haben die hiesigen Statthalter der „Partei Von Gestern“ das landesweit schlechteste Ergebnis eingefahren: Sie sind mit 4,6 % auf dem letzten Platz aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen gelandet. In einigen Wahllokalen sind sie fast nicht mehr existent, so etwa in der Regenbogenschule (Schalke) mit 0,478% oder in der Gesamtschule Erle (0,55 %).
Aber ein historisch schlechtes Ergebnis schreit ja förmlich nach einer großen Klappe!


