Heute mit: dem schmerzvollen Weg der GRÜNEN in die Bedeutungslosigkeit
Dieses Zitat stammt aus dem letzten ELEVATOR, der gerade einmal ein paar Tage alt ist. Es ist ursprünglich ein Zitat aus einer großspurigen (in der WAZ veröffentlichten) Erklärung der (noch verbliebenen) drei Stadtverordneten der GRÜNEN, die sich wohl damit Mut machen wollen für die neue Ratsperiode. Oder die die Grundrechenarten nicht beherrschen. Denn die AfD bringt es nahezu auf das Siebenfache ihrer Zahl an Stadtverordneten, nämlich 20!
Aber immerhin stecken zwei Versprechen in der Aussage der GRÜNEN: Sie wollen eine starke Stimme sein, die Haltung zeigt. Und sie wollen eine Politik, die den „gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt schützt und stärkt“. Mir fiel beim Lesen dieser Aussagen nur noch das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern ein, dem allerdings niemand sagt, dass er nackt ist. Nur ein Kind (Kinder und Betrunkene sollen angeblich die Wahrheit sagen!) ruft schließlich, dass der Kaiser nackt ist!
Bei den GRÜNEN scheint es allerdings kein Kind zu geben, dass den Mut hat, den GRÜNEN die Wahrheit zu sagen, die darin besteht, dass alle Blütenträume geplatzt sind. Das zeigt sich noch deutlicher als im Rat in den Bezirksvertretungen, wo die GRÜNEN eine einsame Existenz führen, so dass die oben zitierte Formulierung von der einen Stimme eine andere Bedeutung bekommt als in dem obigen Zitat, das von der einen grünen Stimme spricht!
In den Bezirksvertretungen ist es so, dass die Posten der Vertretungen der Bürgermeister (Stellvertreter) nach dem Höchstzahlverfahren von d´Hondt ausgezählt werden, was die Chancen der GRÜNEN auf einen solchen Posten im Grunde auf NULL setzt. Es sei denn, die SPD spielt den barmherzigen Samariter und gibt bei der Wahl des zweiten Stellvertreters des Bezirksbürgermeisters den GRÜNEN ein paar mildtätige Stimmen ab. Da stehen aber, davon kann man ausgehen, auch noch andere Bewerberinnen und Bewerber in der Warteschlange. Und nur, weil die GRÜNEN auf eine eigene Kandidatin/einen Kandidaten für das Amt des OB verzichtet und zur Wahl von Frau Henze aufgerufen haben, dürfen sie jetzt nicht auf „Wahlgeschenke“ hoffen. In dieser Hinsicht sind sie nämlich mit anderen Organisationen, Gruppierungen und Parteien gleichgestellt!
Etwas Gutes hat die gegenwärtige Konstellation aber doch: Den GRÜNEN wird ihre Zukunft vorgeführt – der lange und einsame Weg in die Bedeutungslosigkeit. Und die Langeweile! Einer meiner Bekannten, der (noch) Mitglied der GRÜNEN ist, erzählte mir dieser Tage, er ginge nicht mehr zu den Versammlungen der Partei, denn da würde jeder Beitrag, auch wenn er schwachsinnig sei, von den Versammelten freundlich beklatscht.
Das mag übertrieben sein! Aber vielleicht ruft doch noch mal jemand aus dem Kreis der Versammelten demnächst dem Redner zu:
Du bist ja nackt!


