Categories: Karikatur & Glosse

Guten Tag 2026

Meine Glaskugel ist trüb geworden.

Nichts zu sehen von dem, was 2026 mir bieten wird. Ein Blick in die sozialen Netze verdunkelt, statt zu erhellen. Auf Facebook belehrt mich ein Hobbyphilosoph, dass Julie Zeh als Verfassungsrichterin inkompetent sei, eine Fehlbesetzung. Als Schriftstellerin auch. Weil sie die Brandmauer gegen die AfD für gescheitert hält. Er hat Kronzeugen, Kant, Hegel, Aristoteles, logische Faktizität und natürlich Zehs Blödheit, die verhindert, selber zu seinen richtigen Erkenntnissen zu kommen.

Sie hat Schwestern. Alice Schwarzer, Sarah Wagenknecht. Beides Hexen. Ganz schlimme. Treue Gespielinnen Luzifers, dem mit dem Pferdefuß. Habt ihr darauf geachtet, dass Putin orthopädische Schuhe trägt? Angeblich, um seine Kleinwüchsigkeit zu kaschieren.

Dieser R.D. Precht ist auch ein Schlimmer. Ein Bruder der Schwestern. Neuerdings gesellt sich FDP Kubicki dazu. Die wollen die Freiheit verteidigen, als wenn es nicht schon genug Anzeigen- und Meldeportale für Reden unterhalb der Strafbarkeitsgrenze gäbe.

Wo bekommt man einen ausreichend großen Scheiterhaufen her, für diese vielen Irrlichternden?

Endlich eine Imagekampagne, die Gelsenkirchen nach vorne bringt. Sogar Annabel Schunke, Ehrentitel „Nazi-Barbie,“ ist dabei und überlegt, ob bei dem Gelsenkirchener Sparkassen Rififi, Clan-Mafiosi Clan Schwarz-Gelder gestohlen haben könnten. Das ist natürlich Nazi. Nicht dass Kriminelle möglicherweise Kriminelle bestohlen haben könnten, sondern die weltfremde Mutmaßung, dass unter gerechten Schließfachinhabern auch schwarze Schafe sein könnten.

Zwei Klicks weiter werde ich endlich fündig.

Keine Hellseherei, reines Erfahrungswissen. Direkt von der Straße. Dem Boulevard. Dem Bermuda-Dreieck. Gastronomen erklären den Zustand der deutschen Gesellschaft. Mit Prognose für 26.

Die WAZ verbreitet es.

Die Kneipen und Bratwurstbuden Besitzer halten ihre Betriebe an Silvester geschlossen. Fachkräfte fehlen. Also Menschen, die noch keinen Work-Life-Balance-Plan haben.

Sicherheitsauflagen sind zu hoch.

Freiheit oder Sicherheit. Beides nicht mehr drin. Aus der Traum.

Die Einkaufspreise sind so gestiegen, dass sie die nicht den Kunden durchreichen könnten. Jedenfalls nicht allen. Nur denen, die mehr Geld haben, als das sonst übliche sozial gemischte Publikum.

Geht doch. 2 Drittel Gesellschaft auf den Punkt gebracht.

Die ärmeren werden ausgeschlossen, die reicheren bleiben unter sich. Nur nicht an Silvester. Da kommen böse Buben und schießen Raketen ins Publikum.

Deshalb igelt sich die Gesellschaft ein. Zu Hause. Cocooning. Die einen, weils Geld nicht langt, die anderen, weil die Mitbürger rauer werden, neue Regeln setzen. Herr Biedermeier ahnt immer deutlicher, dass die Benzinkanister wohl doch sein Haus anzünden sollen.

Jedenfalls weiß ich nun, wie das bundesrepublikanische Partyjahr 2026 aussehen wird.

Wir feiern ausgelassen den Abstieg.

Jeder für sich.

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2 comments

Heinz NiskiHeinz Niski says:

Fake

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