ELEVATOR´S GOING UP! (151)

Heute mit: einem Sammelsurium und dem Tier des Jahres

 Es ist ja so, dass wir auch über den Jahreswechsel, den wir in Zell am See im benachbarten Österreich verbracht haben, kaum zur Ruhe gekommen sind. Erst hat uns der angebliche ukrainische Angriff auf das schwer bewachte Liebesnest von Putin um den Schlaf gebracht, in den uns die Ansprache des Black-Rockers zum Neuen Jahr versetzt hatte, und dann hat der US-amerikanische Präsidentendarsteller uns auch noch mit seinem Angriff auf Felutschistan, äh, Quatsch, natürlich Venezuela verunsichert.

Venezuela ist seit einem guten Jahrzehnt bekanntlich das Privateigentum von diesem Autokraten Oblong Fizz Oblong und seiner Angetrauten, die alleine in ihrer Residenz („Residenz Übel“) mehr als 10000 Paar Schuhe gehortet haben soll, weswegen sie sich immer so schwer mit der Entscheidung tut, welches Paar Schuhe sie nun heute wieder anziehen soll.

Aber da hat der größte Staatenlenker der Welt die Faxen dicke gehabt und sich gesagt: „Schuhe? Ein ganzes Volk unterdrücken, weil diese Frau einen Überschuss an Schuhen hat. Die geht doch seit Jahren mit denselben Füßen aus dem Haus. Da müssen wir jetzt aber ´mal was machen!“

Und das hat er dann ja auch! Gut, unter völkerrechtlichen Gesichtspunkten ist das natürlich ein zweifelhaftes Vorgehen gewesen, zumal der Präsident der Vereinigten Staaten auch über 50 Paar Schuhe hat, von seiner angetrauten Lise ganz abgesehen. Aber einfach ´mal eben handstreichartig ein anderes Land überfallen, das unzweifelhaft souverän ist und über die Anzahl der Schuhe seiner Präsidentengattin immer noch selbst entscheiden kann, ist auch nicht der Weisheit letzter Schuss!

Aber gut: Abgesehen von ein paar Blechschäden an den zum Einsatz gekommenen Flugmaschinen und Schiffen, ist ja weiter nicht viel passiert. Und die Gattin des Präsidenten kann sich jetzt für knapp unter 30 Dollar direkt einen Strafgefangenen-Anzug (Farbe: orange) und die passenden Schuhe dazu kaufen, damit sie auch im Knast flott aussieht! Und das ist ja wohl das Mindeste, das man verlangen kann. Oder etwa nicht?

 

Zum Abschluss dieses ersten Elevators des Jahres 2026 sind wir Ihnen und euch noch das Tier des Jahres schuldig: Es ist der Schneehase. Und der ist sozusagen fast sinnbildlich für den Jahreswechsel! Nicht nur, weil er ein nahezu schneeweißes Fell hat (jedenfalls wenn Schnee fällt), sondern weil er von fast stoischer Gelassenheit ist. Weder der erfundene Anschlag der Ukraine auf das „Liebesnest“ von Putin hat ihn in Erregung versetzt noch die Entführung des Autokraten von Venezuela hat ihm ein Grinsen entlockt. Er geht gelassen dem neuen Jahr entgegen, verbreitet selbst bei Schneestürmen Ruhe und Zuversicht und ist auch sonst ein possierlicher Geselle.

Dass der Schneehase zum Kampfkarnickel mutiert, ist nicht zu erwarten. Er kann aber leicht mit seinem nahen Verwandten, dem Feldhasen, verwechselt werden. Der Schneehase (Lepus timidus varronis) wechselt, den Jahreszeiten folgend, sein Fell von einem bräunlichen Farbton (Sommerfell) zu einem weißen Fell in den Wintertagen. Er lebt im Alpenraum ab einer Höhe von 1300 Metern, ist nur schwer zu entdecken und ist eine bedrohte Tierart. Ihm in freier Wildbahn zu begegnen, kann als Glücksfall gelten!

Ob Sie dieses Glück haben, liegt allerdings nicht in der Macht der Redaktion!

Aber wir wünschen Ihnen und uns ein gutes 2026!

 

 

 

5/5 - (2 votes)

Weitere Texte des Autoren:

Wahnsinn als Methode. Die Seite mit dem ungebremsten Schaum vorm Mund (9)

Though this be madness, yet there is method in it. (Shakespeare, Hamlet, II/2) Jetzt mal…

Lesen Sie weiter:

Wahnsinn als Methode. Die Seite mit dem ungebremsten Schaum vorm Mund (28)

Though this be madness, yet there is method in it. (Shakespeare, Hamlet, II/2) „Kickl kündigt `ehrliche…

Lesen Sie weiter:

Neusprech-Adepten und Framing-Infizierte

Deutschland wird keine Hygiene-Diktatur. Das Gesetz ist kein „Ermächtigungsgesetz“ wie 1933. Das Gesetz setzt nicht…

Lesen Sie weiter:

2 comments

Heinz NiskiHeinz Niski says:

Wie ist denn Imelda Marcos in den Text gerutscht… oder haben Frauen von Potentaten alle einen Schuhfetischismus (autoerotische Überschätzung des großen Zehs) ?

0
0
Bernd MatzkowskiBernd Matzkowski says:

Die Frau des Potentaten hat sich die Schuhe bei Frau Marcos ausgeliehen. Jedenfalls melden das alle wichtigen Magazine, Zeitschriften und Comic-Heftchen!

0
0

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte Sie auch interessieren:

ELEVATOR´S GOING UP! (109)

Heute mit: ganz viel Gelsenkirchen und ein wenig Europa     „Wat is´ne Dampfmaschin´? Da…

Lesen Sie mehr:

ELEVATOR´S GOING UP! (77)

Heute mit: Jakob van Hoddis, Weltende(1911) Weltende Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,…

Lesen Sie mehr:

ELEVATOR´S GOING UP! (10)

Heute mit Zahlen, Kilometern, Frauen und sprachlicher Verwirrung Die Deutschen sind ja angeblich ziemlich verbissene…

Lesen Sie mehr:

ELEVATOR´S GOING UP! (123)

Heute mit: Rechnen, Opfern und Tätern Ich bin da ganz ehrlich: Im Fach Mathematik am…

Lesen Sie mehr: