Though this be madness, yet there is method in it (Shakespeare, Hamlet, II/2)
Kennen Sie diesen Sven Schulze? Nein, dieser Sven ist nicht der Präsident des Karnevalsvereins „Die lustigen Presswürste“, auch wenn er in einem Interview schon ´mal das eine oder andere Presswürstchen herausdrückt! Sven ist der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und gegenwärtig Wirtschaftsminister in diesem Land, das rund 2,1 Millionen Einwohner hat. Landeshauptstadt ist Magdeburg. Eine weitere bekannte Stadt ist Halle a. d. Saale, gerne besungen im Lied „An der Saale hellem Strande“ oder auch im Polizeiruf 110 in der Folge mit dem gleichnamigen Titel als Film festgehalten.
Jedenfalls: Der Sven erweist sich im heutigen Interview mit der WAZ der Funke-Mediengruppe als kundiger Schauer seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn er zu Beginn des Gesprächs sagt: „Mir ist bewusst, dass jeder in Deutschland auf diese Wahl schaut. Alle wissen, dass hier theoretisch auch ein Ergebnis erzielt werden könnte, das es so noch nie gab.“
Worauf er anspielt, ist natürlich der Umstand, dass die garstig-böse Partei, deren Namen wir nicht sagen wollen, in dem kleinen Flächenland in Umfragen bei 40% gehandelt wird, so dass die reelle Chance besteht, dass diese Partei sogar den Ministerpräsidenten des Landes stellen könnte, was der Sven nicht möchte. Da er den Posten bekanntlich für sich vorgesehen hat. Deshalb warnt der Sven auch mit dem Satz: „Wenn es ohne AfD und Linke nicht geht, dann ist es vorbei.“ Um dann mit noch eindringlicherem Ton fortzufahren: „Eine AfD-Regierung würde den völligen Stillstand in Sachsen-Anhalt bedeuten, inhaltlich und personell. Die AfD ist eine Hülle, die von einer einzigen Person lebt.“
Wen oder was er mit dieser „einzigen Person“ mein, wissen wir auch nicht so genau. Vielleicht das „Poplitzer Popelmännchen“ oder „Die Rose von Schlagenthin“ oder gar die „Lindsteter Kobolde“ – zumindest einen von ihnen!?
Was der Sven hier aber ganz gerne „übersieht“, ist der betrübliche Umstand, dass die seit Jahren in wechselnden Konstellationen
(mit-)regierende SPD die böse Partei in ihrem eigenen Schoße herangezüchtet hat, weil sie sich schon lange von alten sozialdemokratischen Grundsätzen verabschiedet hat und zu einer Partei der „Besserverdiener“ geworden ist. Den Kampf gegen die AAAEFFFDEEE schiebt sie ihren Fußtruppen aus den Kreisen der Antifa, der GRÜNEN und der LINKEN zu. Die SPD selbst legt sich ein Mäntelchen um, auf dem in großen Buchstaben steht: Kampf dem Faschismus!
Ansonsten ist sie nur noch eine Partei der Gruppeninteressen, der Besserverdiener und der hohlen Phrasen!
Wobei ein kleines Zipfelchen GELSENKÖRKI auch nicht fehlen darf: Wie die Gelsenkirchener Hauspostille immerhin heute berichtet, wird die Baustelle in der Valentinstraße wieder auf „Anfang“ gesetzt. Zurück in die Zukunft heißt hier „Kopfüber in die Vergangenheit“! Anders: Die Einrichtung einer Querung der Valentinstraße ist nicht nur nicht fertig geworden, sondern muss von Grund auf neu geplant und gebaut werden, was natürlich bei den Anwohnern viel Spaß in den Backen hervorruft, weil jetzt wieder die Maschinen anrücken und alles „neu“ gemacht werden muss. Im „Stadtsprech“ heißt das: „Anpassung der gesamten Bordanlage im Ausbaubereich inklusive Asphaltierung im angrenzenden Bereich“ sowie „Anpassung des taktilen Leitsystems“ und „neue Pflasterung in der Nebenanlage“ und „Anpassung des Längsgefälles in Gehrichtung quer zur Valentinstraße im Sinne der Barrierefreiheit“.
Für die schlichteren Gemüter unter uns: Alles, was bisher ge- und verbaut wurde, wird wieder aufgerissen und neu gebaut.
Zeitumfang: dauert!
Kosten: noch unklar!
Haftung: noch offen!
Na denn: ein schönes Wochenende!
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Heino, An der Saale hellem Strande (Lied)
Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strandehttps://www.ardmediathek.de/video/polizeiruf-110/an-der-saale-hellem-strande/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MC80Njc3ODYtNDQ4MTMy


