Wahnsinn als Methode. Die Seite mit dem ungebremsten Schaum vorm Mund (38)

Though this be madness, yet there is method in it (Shakespeare, Hamlet, II/2)

Zu einigen Nebensächlichkeiten.

Wir halten zunächst einmal fest, dass die Autobahn A 52 seit gut zwei Wochen in Richtung Essen von einem Stau auf bzw. an der Ruhrtalbrücke geplagt wird, weswegen die Automobilisten sich auf längere Wartezeiten einstellen müssen. Ursache für den Stau sind Brückenbauarbeiten! Aber das ist nicht die alleinige Ursache gewesen: Jetzt hat es auch in die Gegenrichtung einen beträchtlichen Stau gegeben, der zu stundenlangen Verzögerungen geführt hat. Ursache dafür: Auf einen mit Haar- und anderen Pflegemitteln beladenem7 Transporter ist ein anderes Fahrzeug aufgefahren. Die Pflegemittel purzelten auf einer rund 300 Meter langen Strecke auf die Autobahn, froren dort fest und mussten mühevoll von der Fahrbahn entfernt werden, was etliche Zeit in Anspruch nahm und zu einer Staubildung führte. Nun konnten sich die auf beiden Seiten der Autobahn im Stau Stehenden gegenseitig beim Warten beobachten. Ein nicht alltägliches Vergnügen!

Und wo wir bei Autos sind:

NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) fährt jetzt wieder einen nigelnagelneuen Verbrenner-BMW und hat sein E-Mobil abgeschafft, weil dieses, nach seiner Aussage, „(…) bei einem engen Terminkalender und langen Fahrten durch ein Flächenland wie Nordrhein-Westfalen (…) an Grenzen stößt.“ Auf die Idee, als Verkehrsminister ins Saarland zu wechseln (viel kleiner als NRW) oder sich als Privatsekretär bei Ex-Ministerin Josefine Paul zu verdingen, ist der feine Mann wohl nicht gekommen!

Da hätte er sich doch bei seiner Kabinettskollegin Mona Rat holen können! Die gerne in SCHWARZ auftretende GRÜNE hat ihr Herz für die Rüstungsindustrie und die Zulieferer entdeckt und einen echten Knaller abgesondert: Die WAZ zitiert Frau Neubauer mit der Weisheit: „Um den Frieden zu wahren, müssen wir wieder gezielter in unsere Verteidigungsfähigkeit investieren.“ Und Ministerpräsident Hendrik der Schöne hat bei einem Treffen mit Vertretern der Rüstungsindustrie zu Investitionen in die Rüstung prophetisch ausgeführt: „Ich kann die Skepsis daran gut verstehen, aber an alle, die Rüstung bauen: Ihr steht dieses Mal auf der richtigen Seite der Geschichte.“

Wie man aus stets gut informierten Kreisen hört, sollen unsere drei Verbalakrobaten Optendrenk, Neubauer und Wüst wohl demnächst mit einem philosophischen Abend gemeinsam auf eine Tour gehen mit dem Titel: „Hätten wir geschwiegen, wären wir Philosophen geblieben“!

Ich besorge mir jedenfalls Tickets!

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