Es ist wie beim „täglich grüßt das Murmeltier“ – auf einen Anschlag auf die Synagoge in Gelsenkirchen, folgt eine „Solidaritätsadresse“ und irgendwann ein neuer Anschlag.
Wer, wie ich früher, beruflich täglich mehrmals dort vorbei ging, kam auch schon mal in den zweifelhaften Genuß, militante „Intifadas“ Hasstiraden vor der Synagoge aufführen zu sehen. „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ – die ganze Palette wurde, vortrefflich einstudiert, dort zum Besten gegeben.
Die Jungens und Mädels sahen irgendwie nicht nach „Nazi“ aus, eher nach Salafismus. Aber irgendwie auch wie ein Teil des Wählerklientels der SPD… die aber nun einen Arbeitskreis gegen Rechts gebildet hat.



Vermutlich wurde bis heute nicht geklärt, wer die Steine geworfen hat. Vielleicht weil die Überwachungskameras nicht eingeschaltet waren, vielleicht weil die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen weiter ermittelt, vielleicht weil das vom „Anschlag“ zum „Vandalismus“ herunter gestuft wurde..?
Bassam Tibi hat einen Artikel in der Baseler Zeitung über den neuen Antisemitismus veröffentlicht.
Man muss nicht mit allen seinen Thesen, Ableitungen konform gehen, über die Kernthesen nachzudenken, lohnt aber allemal.
https://bazonline.ch/ausland/europa/der-neue-antisemitismus/story/19449232
Update:
vermutlich wird nach wie vor ermittelt, vermutlich haben Arbeitskreise gegen Rechts erste Erfolge angedacht, vermutlich kann nicht sein, was der Bayernkurier berichtet, weil es der Bayernkurier ist, der berichtet.
Ich bin gespannt, wann die kommunale Politik und die zivilgesellschaft ihre Wahrnehmung den realen Gegebenheiten anpasst.