Haben sie eigentlich etwas von dem hohen Besuch mitbekommen? Nein? Dabei war sie doch am Donnerstag hier! Nein, nicht die Taylor Swift, die war schon vorher hier. Die Ariel-Frau? Noch länger her! Die Gerda mit ihren drei PRIL-Enten? Die Spülmittel-Tilly? Das muss irgendwann kurz nach meiner Geburt gewesen sein! Rammstein? Der Robbbby? Oder war es doch das Fliewatüüt? Irgendeine abgehalfterte Vertreterin eines Vertriebenen-Verbandes?
Alles falsch!
Grundfalsch!
Die BB war hier! Die Babsi Bas! Kennen Sie nicht? Ist nicht schlimm! Das ist die Frau, die immer ein wenig grimmig aussieht, weil sie eigentlich lieber ein Mann geworden wäre. Hat der liebe Gott aber nicht zugelassen, sondern hat sie stattdessen in einen schlechtsitzenden Hosenanzug gesteckt. Und dann hat er sie nach Gelsenkörki geschickt, um in der einstigen SPD-Hochburg ein wenig politische Reklame zu machen: „Wir geben euch nicht auf!“ Und was ist mit den Schrott-Immobilien, die sie sich angeschaut hat – jedenfalls von außen? Wo kommen die Leute jetzt unter? In der Hafen-City, in der Siedlung im Buerschen Waldbogen, wo früher, ganz früher mal so eine Art Klapse war? Zu Hoch-Zeiten hat die SPD in Gelsenkirchen bei Bundestagswahlen um die 60 Prozent der Stimmen geholt. Bei der letzten Wahl waren es nur noch 24,1 Prozent – ein Absturz um rund 35%.
Da steht natürlich die Bärbel auf verlorenem Posten. Und die AfD sitzt ihr im Nacken.
Damit sich das SPD- Ergebnis bis zu Kommunalwahl deutlich verbessert und die Kandidatin der SPD (von den GRÜNEN unterstützt) sich als OB-Kandidatin ins Rennen bringen kann, gibt es auf Seite 2 der WAZ nicht nur einen großen Artikel, sondern – in der Mitte platziert – auch noch ein großes Bild, auf dem wir die Babsi (links) neben der Andrea (rechts) sehen – beide vor dem Fraktionsclown der Gelsenkirchener Arbeiterpartei ESPEDE.
Aber da das dem Guten noch nicht gut genug ist, gibt es auf Seite 1 des Lokalteils auch noch so einen Artikel. Allerdings steht die Andrea auf diesem Foto links und die Babsi rechts. Und beide Frauen sehen entspannt aus. Meine Vermutung:
Weil der Fraktionsclown auf dem Bild fehlt!
Da wollen wir mal hoffen, dass die Babsi gut in ihre Heimatstadt Duisburg zurückgekommen ist und sich auch dort um den Abriss von „Schrottimmobilien“ kümmern kann. Nach ihrem Besuch in Gelsenkirchen wird sie sich entsprechendes Fachwissen in Gelsenkirchen geholt haben!
Darauf einen Dujardin!




Der WAZ-Redakteur schrieb: »Im Fokus stand ein heikles Ruhrgebietsthema: der Kampf gegen Schrottimmobilien.«
Nein. Das ist nicht das Thema.
Es kämpft hier niemand gegen Häuser.
Es geht die ganze Zeit um eine verfehlte Zuwanderungspolitik, erdacht und stumpfsinnig durchgezogen von unfähigen Politikerinnen und Politikern, die seit über einem Jahrzehnt Kriminellen ermöglichen, die Sozialkassen der chronisch klammen Stadt Gelsenkirchen auszurauben.
Daran wird sich auch nach dem Besuch der unvorteilhaft gekleideten Frau aus der Nachbarstadt gar nichts ändern. Solange die oberste SPD-Funktionärin nicht gegen EU-Beschlüsse und deren Umsetzung in nationale Gesetze in den Ring steigt und diese Gesetze ändert (Wer regiert eigentlich gerade in Deutschland?) wird die SPD im Ruhrgebiet ihren Niedergang fortsetzen. Selbst verschuldet. Selbst gemacht.
Angenommen die Behauptung stimmt, dass die Gelsenkirchener Landtags- Bundestags- und EU-Abgeordneten immer schon gegen die negativen Folgen der EU-Osterweiterung, gegen die Möglichkeiten des Sozialmissbrauchs durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit, gegen die Anreize der Steuervermeidung für global agierende Monopolkonzerne gekämpft haben und nur daran gescheitert sind, dass ihre Parlamentskollegen dies als lokal begrenzte Phänomene abtun….. dann:
läuft entweder etwas systemisch falsch (oder ist so gewollt)
oder
die gewählten Vertreter sind intellektuell nicht in der Lage, die gesellschaftsverändernden Verwerfungen zu erkennen (oder die sind so gewollt)
oder
der Umbau des Sozialstaates mit Ghettoisierung und gated Communities ist so gewünscht (oder Rat- und Hilflosigkeit beschleunigt den Umbau).
Auf Facebook, der lokalen Kampfplattform der radikalisierten Mitte, bekämpft man die nun zur AfD übergelaufenen ehemaligen Wähler der SPD und auch der Grünen (!) mit Spott über deren Schreibschwächen, mit Häme über ihr unflexibles festhalten an Regeln, mit Gelächter über ihre vermeintlichen intellektuellen Unterkapazitäten.
Diese Hobby-Gesellschaftswissenschaftler merken nicht, dass sie mit jedem „gelungenen“ Hieb gegen das „Faschisten-Wählerpack“ die AfD stärken, stärken, stärken…..
Das Licht am Ende des Tunnels:
Statt als Stadt der 1000 Feuer, werden wir nun gerühmt als Stadt der aus Fenstern fliegenden 10 000 Matratzen.