Aus der besten aller Welten (28)

Auf der Rennbahn oder Wo laufen sie denn?

 Der Sketch „Auf der Rennbahn“ wird gerne LORIOT zugeschrieben. Tatsächlich ist die Nummer aber älter und stammt aus der Zeit unmittelbar nach dem Ende des II. Weltkrieges (1946) und wurde von Wilhelm Bendow und Franz-Otto Krüger eingesprochen. Loriot verwendete die Tonspur für seinen Zeichentrick-Film „Auf der Rennbahn“. Der bekannte Sketch mit der Phrase „Wo laufen sie denn?“ stammt also ursprünglich von den Komikern Bendow und Krüger, die ihn 1946 aufführten und mit ihrer Frage „Wo laufen sie denn?“ berühmt machten. Loriot nutzte diese Tonspur für seinen populären Zeichentrick-Cartoon „Auf der Rennbahn“, der die Szene visualisierte.

Wir hatten an anderer Stelle im „HerrKules-Magazin“ bereits darauf hingewiesen, dass Frau Henze, die neue Oberbürgermeisterin, mit einer Parole für sich geworben hat, die schwer an den alten Loriot-Sketch erinnert hat: „Anpacken. Aufstehen.“ Und natürlich hat der Slogan auch Anklänge zur Serie „Bibi und Tina“, in denen Pferde eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Nicht unerwähnt soll auch „FURY“ bleiben, eine beliebte Serie aus den USA, in deren Mittelpunkt FURY, ein tiefschwarzes Pferd der Rasse American Saddlebread, und sein Freund Joey stehen, ein heranwachsender Waisen-Junge auf der „Broken Wheel Ranch“, der gerne großkarierte Schlafanzüge trägt. FURY heißt übrigens auch der Panzer, in dem Brad Pitt als Kommandant gegen die Nazis kämpft.

Kommt der Panzer ins Rollen, und kommen die Pferde von Joey, Bibi und Tina ins Galoppieren, und hören wir die Pferde auf Loriots Rennbahn wenigstens schnauben, während sie ihre Runden ziehen, so hat Frau Henze samt ihrem imaginären Pferd doch Start-Schwierigkeiten. Irgendwie kommt sie nicht in den Sattel, nimmt keine Geschwindigkeit auf. Sie schafft es bisher auch nicht, ein Hindernis zu überspringen – ganz im Gegenteil. Jetzt muss sie auch noch fünf Jahre neben einem Stellvertreter sitzen, den sie doch überhaupt nicht wollte: Ein freundlicher Grusel-Opa, den man noch nicht einmal mit einem reisenden Zirkus auf eine Tournee schicken kann, denn da werden bekanntlich nur „junge Männer zum Mitreisen“ gesucht.

Ein Eigentor also?

Inhaltlich arbeiten konnte der Rat noch nicht, denn man ist erst einmal damit beschäftigt, die „Verräter“ zu suchen, die dem freundlichen Horror-Onkel ihre Stimme gegeben haben. Aber bis man denen auf die Spur kommt, werden wir alle noch ein paar graue Haare kriegen.

Ach – und es gibt noch die Band „Fury In The Slaughterhouse“. Die Gruppe tritt am 1.8.2026 im Amphitheater in Gelsenkirchen auf!

https://www.youtube.com/watch?v=wK-pPUbCr3A (Loriot, Sketch “Auf der Rennbahn“

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