28.02.1951 geboren, als erstes von vier Kindern. Vater Bergmann, Mutter Hausfrau. Mischehe, daher zu Hause keine streng katholische Erziehung. Katholisch eingeschult, in einer Schule mit einem Rektor, der gerne jungen Schülern, bei Vergehen, mit dem Rohrstock auf den nackten Po klopfte. Dort wurde ich mit Dogmen und Lebensweisheiten geimpft, die bis heute in mein Leben wirken. Später zur evangelischen Kirche konvertiert. Die ersten 13 Lebensjahre ganz viel bei meiner Oma verbracht, die sehr viel von Bildung und Anstand hielt und mit mir ganz viel Zeit in der nahe gelegenen Bücherei verbrachte. Obwohl das damals nicht gleich fruchtete, wurde dadurch wohl in mir das ständige Verlangen nach Lernen und Weiterbildung geweckt. Abschluss Volksschule, Lehre zum Elektroinstallateur. 68-er Mitläufer, Kommunenbewohner und Hippie, Drogenerfahrung und Ausstieg. Mehrere Versuche das Abitur nachzumachen abgebrochen. Kriegsdienst verweigert, Ersatzdienst in der chirurgischen Abt. eines Krankenhauses. Zweimal verheiratet und geschieden. Beruflicher Umstieg zum Alten- und Psychiatriepfleger. Seiteneinstieg auf der evangelischen Fachhochschule (endlich Fachhochschulreife!). Studium der Heilpädagogik neben einer Vollzeitstelle im Sozialwerk St. Georg. Im 4. Semester aus gesundheitlichen und familiären Gründen abgebrochen. Weitere Ausbildung zum Fachpfleger für Gemeindepsychiatrie. 29 Berufsjahre im Sozialwerk St. Georg, dann Frührentner wegen Krebs, behandelbar aber nicht heilbar. Hobbys sind Schreiben, Malen und Fotografieren. Nach Stammzellentransplantation zunächst wieder frei von krankhaften Krebszellen. Lebensmotto: Lebe so, dass du jederzeit abtreten kannst und im Rückblick zufrieden bist mit dem was Du siehst. Und spätestens seit der Erkrankung: Carpe Diem Günter verstarb 2014