Dunkeldeutschland schlägt zu

Ich werde seit Tagen darüber informiert, dass die Schönen & Jungen & Reichen auf Sylt, die Bodenständigen in Dorffestzelten und auf Partymeilen, den Grundwerten unseres Staates und unserer Gesellschaft die rote Karte zeigen.

Vom „Liebe Ausländer, lasst uns mit diesen Deutschen nicht allein“ aus den 70ziger Jahren bis zum heutigen „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ war es ein langer Marsch durch die Institutionen. An deren einem Ende wuchs die feinnervige Achtsamkeit queerer Menschen für Mörder, Vergewaltiger und die Vielfalt hassende Terrorbanden, am anderen Ende entstanden flächendeckend Heimat vorgaukelnde Wagenburgen in Abgrenzung zu den polyglotten, urbanen Nomaden.

Während auf der einen Seite praxis und durchaus erwünscht ist, Ultranationalisten durch Grußformeln wie „Ehre / Ruhm der Ukraine!“ (Slava Ukraine!) – Antwort: “Heroiam slava!“ (Ehre oder Ruhm den Helden) zu hofieren, bleiben Nation und Helden hier fragwürdig und brüchig. Nicht einmal die Helden- und Lichtgestalt Beckenbauer blieb vor der Demontage zu Lebzeiten verschont.

Einfacher haben es unsere Politiker, die professionell institutionalisierten Fremdenhass in der Ukraine (Bandera als Nationalheld) als lässliche Petitesse ausblenden, aber Erklärungen vom drohenden Weltuntergang abgeben, wenn ihr Wahlvolk unter Drogeneinfluss ähnlichen Stuss von sich gibt.

Ich bin gespannt, wie die neuen Helden der Zivilgesellschaft (Strack-Zimmermann, Hofreiter, Baerbock, Roth, Kiesewetter etc.) Kriegsbegeisterung beim Wahlvolk entfachen wollen, ohne den immer damit einhergehenden militanten Nationalismus, den Hass auf innere und äußere Feinde, zu befeuern.

Dunkeldeutschland erhebt sich also wieder, die völkische Gemeinschaft von Sylt bis in die tiefsten Täler Bayerns zeigt offen ihr Gesicht. Lust auf Krieg haben die allerdings nicht. Die Politik versucht sich in der Quadratur des Kreises: eine postheroische, individualisierte Zivilgesellschaft auf einen äußeren Feind einzuschwören, während die sich eher durch innere Konflikte bedroht fühlt.

Das Friedensgebot des Grundgesetzes war immer schon fürs Schaufenster, nicht alltagstauglich. Kein Hindernis also, um Stück für Stück, Schritt für Schritt, die Eskalationsleiter höher und höher zu klettern. Rückblickend bin ich den vielen Politikern der Kriegsgeneration dankbar, dass sie Partei übergreifend wussten, dass Diplomatie vor Säbelrasseln steht.

Die Ukraine und Russland schicken nun ihre gesellschaftlich Ausgestoßenen (Kriminelle) an die Front. Söldner lassen sich kaum noch finden.

Wie sieht es bei uns aus?

Wer wird sich demnächst rekrutieren lassen zum Dienst?

Polyglotte urbane Nomaden?

Ich weiß die Antwort.

Übrigens, die Grünen Wähler sind überwiegend für eine Eskalation des Krieges, würden aber selber keine Waffe in die Hand nehmen oder an die Front gehen.

Sie marschieren ja auch schon durch die Institutionen.

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13 Kommentare
Mi.Rob.

Grünenwähler möchten die Umweltbelastungen für ihre Mobilität ja auch aufs Land hin verlagern, während sich das Geschichtsbewusstsein hingegen auf nationale Grenzen beschränkt.
Widdewiddewitt.

Mi.Rob.

Ukraine den Ukrainern! Russen raus!
Döpdödödöp!

Mi.Rob.

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Ro.Bien.

Obendrein rebellieren jetzt auch noch die wärmespendenden Winter- und Sommerquartiere Teneriffa, Mallorca der heimischen Rentnerinnen mit renitenten, deutschen Sprüchen „Touristen raus“ auf Pappschildern. Wohin bloß zukünftig mit den alten, rheumatischen Knochen, nicht so weit weg vom Hausarzt?

ich

Irland galt lange als besonders gastfreundliches Einwanderungsland.🍀 Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Bürger:innen aus allen Landesteilen Irlands protestierten zu tausenden gegen Migration. Vor allem in kleinen Gemeinden. Dabei wächst die irische Wirtschaft schneller als die meisten anderen in Europa. 📈 Wissenschaftler Barry Cannon von der Maynooth Universität erklärt: „Die Elite profitiert von Einwanderung. In den Arbeitervierteln und auf dem Land kommt vom Boom nichts an. Da müsste auch investiert werden, damit es keinen Mangel gibt, auf den sich die Rechten so gerne beziehen.“ Der Wohlstand ist ungerecht verteilt. Statt Boom spüren die Iren und Irinnen hauptsächlich steigende Preise. 💶 Und die Schuld dafür geben einige den Menschen, die nicht in Irland geboren sind. 📝 Laut Umfragen spricht sich seit kurzem eine Mehrheit für weniger Zuwanderung im Land aus. Doch unser Korrespondent Sven Lohmann hat die irische Gastfreundschaft in manchen Ecken dann doch noch gefunden, sie sei nicht völlig verschwunden. Überall auf der Insel bilden sich gerade Laufgruppen. Diese landesweite Aktion ist als Gegenbewegung gedacht.

https://youtu.be/lHqfZmhsofQ?si=LgyoOfqj3KtnO2Hp

Ro.Bien.

Entweder seid ihr in den letzten vier Jahren extrem schnell gealtert – weil die Zeiten eben nicht besser werden – oder ich kenn die nichtcomment image!

Ali-Emilia Podstawa

Natürlich ginge kaum ein Wähler der Grünen mit der Waffe in der Hand dahin, wo das Leben zum blosen Überleben wird. Darin haben die meisten keinerlei Erfahrung. Außerdem sind viele bereits viel zu alt und klapprig geworden. Ähnliches hat übrigens ein Autor der Bundeszentrale für politische Bildung im letzten Jahr auch beobachtet:

„Obwohl die Grünen bei den Jüngeren überdurchschnittlich abschneiden, kommt das Gros ihrer Wähler aus den mittleren und älteren Kohorten. Die Grünen-Wähler haben überdurchschnittlich hohe Einkommen. […]

[…] Vergleicht man die heutige Wählerschaft der Grünen mit ihrer Wählerschaft in der Entstehungs- und Etablierungsphase, so fällt zuerst der Altersanstieg ins Auge. Waren im Jahre 1980 fast 80 Prozent der Grünen-Wähler jünger als 35, so liegt deren Anteil heute bei nur noch etwas über 30 Prozent. Wahlforscher sprechen mit Blick auf diese Entwicklung vom „Ergrauen“ der Grünen. […]

[… ] Die Grünen werden häufiger von Frauen gewählt als von Männern. […]

[…] Infolge des Generationeneffekts haben sich die Wähler der Grünen in ihrer sozialen Zusammensetzung stark verändert (Klein 2022). Die Jungwähler aus den 1980er-Jahren sind heute beruflich, familiär und gesellschaftlich arriviert. Die „Verbürgerlichung“ der Grünen ist daran ablesbar, dass ihre Wähler nicht nur über die höchsten Bildungsabschlüsse verfügen, sondern auch überdurchschnittlich verdienen.

Viele von ihnen stehen deshalb nur noch in gesellschaftspolitischen Fragen klar links, nicht mehr dagegen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Die im Wahlprogramm 2013 geforderten Steuererhöhungen lehnten sie mehrheitlich ab.

Ein überraschend hoher Anteil der Wähler versteht sich sogar als unpolitisch und präferiert die Partei vor allem aus Lifestyle-Gründen – etwa beim Kauf von Bio-Lebensmitteln (Walter 2010: 80 ff.).

Vornehmlich im Dienstleistungs- und Bildungsbereich beschäftigt, lässt sich die Grünen-Wählerschaft sozialstrukturell überwiegend den neuen Mittelschichten zuordnen.

Unter Arbeitern und gering Qualifizierten konnte die Partei bisher nur wenig Unterstützung verbuchen.

Bei den Arbeitslosen erreichte sie 2021 allerdings einen deutlichen Zuwachs, der auf die wieder stärker links ausgerichteten Forderungen im Wahlprogramm zurückzuführen sein dürfte und sich zugleich in der Wählerwanderung widerspiegelt. […]“

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung vom 06.02.2023.

Ali-Emilia Podstawa

Seit der Gaskrise nimmt das Gaslightning weiter zu. Man sollte mittlerweile davon ausgehen, dass bei jeder Aussage der ganz nach oben gespülten Öko-Karrieristen das Gegenteil als zutreffend angenommen werden kann.

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