Heute ´mal mit wirklich guten Nachrichten
Ja, so ist es: Wir nörgeln auf dieser Seite wirklich gerne herum, nichts passt uns in den Kram, alles reden wir kaputt oder zerbrechen es. Kein gutes Haar lassen wir an den Regierenden oder ihren Sachwaltern, keine Entscheidung findet unser Wohlgefallen, wir entdecken wirklich nichts Gutes.
Und warum das so ist?
Wenn wir ehrlich sind: Für das Gute gibt es unser Lokalblatt. Das findet es, das Gute, überall und immerdar. Und wenn es nicht schon von vornherein und unzweifelhaft und uneingeschränkt gut ist? Dann wir es für gut befunden! Dann verkauft man uns einen stinkenden Fisch als edlen Lachs. Dann sind auf einmal Gebührenerhöhungen „verkraftbar“! Dann erklärt man uns („Kostenaufstellung der Stadt“), dass das etwas damit zu tun hat, dass „das Personal teurer geworden“ ist, dass die „Straßenreinigungskosten“ teurer geworden sind, dass die „Schmutzwassergebühren“ ebenfalls „gestiegen“ sind, aber die Bürger nicht „übermäßig belasten“ sollen. Dazu die Stadt (Gelsenkanal): „Wie alle Verbrauchskosten unterliegt auch die Abwassergebühr einer normalen Preissteigerung, die jedoch maßvoll ausfallen sollte, um die Bürgerinnen und Bürger nicht übermäßig zu belasten (…)“.
Wichtig hierbei ist, dass die WAZ, aus der alle kursiv gesetzten Zitate sind, im Artikel von heute auch noch ein Zuckerstückchen für uns bereithält: Wir werden „gegendert“, was uns natürlich hoch erfreut. Denn wer ist nicht gerne ein Bezahlender, eine Bezahlende oder ein sonstiger Schnulli!
Schön wäre es aber auch, wenn der freundliche Mann, der den Artikel verfasst hat, einmal darüber nachdenken würde, ob die steigenden Gebühren tatsächlich „verkraftbar“ sind. Und vor allem: Für wen?



Ratssitzung heute, Livestream:
die Brandmauer der sich selbst so bezeichnenden „Demokraten“ gegen die „Orks“ der AfD wurde im Rat der Stadt soeben durch den Vertreter der guten und antifaschistischen Partei „Die Partei“ niedergerissen. Herr Meinhardt stimmte ausdrücklich und bekennend zusammen mit der AfD gegen eine Satzungsänderung der Müllgebühren.
Nun kann also Sacharbeit beginnen und das lästige Fensterreden-Geplänkel der Bauchnabelbeschauung der sich selbst demokratisch wähnenden, wird wegfallen und erhebliche Zeit einsparen. Wenn jetzt noch die ideologischen Selbstbekenntnistexte wegfallen, ist Licht am Ende des Tunnels.