FROHE BOTSCHAFT (57)

Heute ´mal mit dem Glück des Alltags

 Ich bin ganz ehrlich. Ein großer Fan des Reitsports war ich nie. Allerdings: Als die Bilder aus der Glotze noch schwarz-weiß waren und nicht so ein Farbrausch wie heute, wo nur noch die Kostüme der Reiterinnen und Reiter schwarz und weiß sind, da habe ich mir schon mal den Winkler, den Hans Günter, angeschaut mit seiner Stute Halla. Der Hans Günter gewann als Springreiter in den zwanzig Jahren von 1956 bis 1976 fünf Gold- und Silbermedaillen und wurde zweimal Weltmeister.

Und da habe ich mir in meinen Kindheitsträumen auch schon gelegentlich vorgestellt, ich sei der Hans Günter oder auch seine Halla und würde die Konkurrenten (und -innen) grandios deklassieren.

Aachen, wo nicht nur die Aachener Printen herkommen, sondern einmal im Jahr auch der Welttreffpunkt des Reitsports ist, sah in diesem Jahr unter den wohl gesonnenen Augen von Kirsty Coventry, der Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, und in die Zehntausende gehenden Publikums den Gold-Ritt von Michael Jung und von Isabel Werth. Auf die Reiter und Reiterinnen aus Deutschland ist eben einfach Verlass.

Das gilt ebenso für Darja Varfolomeev, die als Zwölfjährige aus Westsibirien in die Bundesrepublik gekommen ist und hier inzwischen in der Rhythmischen Sportgymnastik über ein Dutzend Goldmedaillen sowie 17 weitere Plaketten eingesammelt hat. Und die junge Frau ließ auch in Frankfurt das Publikum in Jubelstürme ausbrechen – drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille erkämpfte sie sich vor einem begeisterten Publikum (4500 Zuschauer).

Und zuletzt sollen und wollen wir auch die Leichtathleten und Schwimmer würdigen, die sich in Birmingham und Paris trafen. Medaillen im Marathon und Speerwurf, im Freistil (Schwimmen), in den Staffeln, in der 1500-Meter Disziplin (der Frauen) und weiteren Wettbewerben.

Dachte man zwischenzeitlich, die deutschen Sportlerinnen und Sportler seien international „abgemeldet“, kann zwar noch nicht von einer „Neugeburt“ sprechen, aber doch staunend zur Kenntnis nehmen, dass die deutschen Athleten keine Schnarchtruppe (mehr) sind, sondern sich auf einem guten Weg befinden, der in die vorderen Ränge führt.

Bleibt nur anzumerken, dass der blau-weiße S04 trotzdem bei den zwei letzten Spielen gegen Spitzenmannschaften aus dem Ausland richtig einen auf die Mütze bekommen hat.

Da fehlt noch etwas bis zur Weltspitze!

 

 

 

 

 

 

 

5 1 Bewertung
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
Meine Daten entsprechend der DSGVO speichern
0 Kommentare
Nach oben scrollen
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x