Wollen Sie auch Palästina als „Staat“ anerkennen?
Ich habe da meine Zweifel, ob ich das will. Warum? Weil ich Probleme mit der Entscheidung habe, wo Palästina genau liegt! Oder besser oder anders: Ich habe meine Probleme damit, welcher Teil des Landstrichs, den wir verorten wollen, jetzt zu Palästina gehören müsste oder sollte?
Westjordan-Land? Gaza? Welcher Teil von Gaza?
Und wer ist unser Ansprechpartner? Die PLO? Die HAMAS, die übrigens, was gerne vergessen wird, immer noch nicht alle Geiseln an Israel überstellt hat und sich zudem weigert, Israel als Staat anzuerkennen?
Der Vorstoß von Macron, was die Frage der Anerkennung eines Palästinenser-Staates angeht, findet im Windschatten der „humanitären Katastrophe“ statt, die von rund 100 Organisationen beklagt wird, deren Hauptbeschäftigung auf den ersten Blick darin besteht, die hungernden Palästinenser mit Lebensmitteln und medizinischen Gütern zu beglücken, damit wir nicht ständig in den Hauptnachrichtensendungen von diesen (tatsächlichen oder vorgetäuschten) alten Frauen belästigt werden, die uns vom Schicksal ihrer armen Kinder berichten und ihr Leid beklagen.
Wohlgemerkt: Es gibt eine humanitäre Katastrophen, die teilweise dadurch entstanden ist, dass die Infrastruktur in „Palästina“ zerstört worden ist – teilweise durch die massiven Angriffe der israelischen Armee, teilweise aber auch, weil die Vertreter der Palästinenser ihre „Landsleute“ missbrauchen, um der Welt die Schlechtigkeit der „Juden“ vorzuführen: Jede bekopftuchte Frau, die das Schicksal ihrer Familie beklagt, ist – propagandistisch – mehr wert als die Bewaffnung der israelischen Armee und lässt die Geiseln der Hamas und den Beginn des palästinensischen Terrors vergessen. So gesehen, sind das Elend der Hungernden und das Schicksal der Toten in den besetzten Gebieten auch hausgemacht, weil die Bevölkerung sich gut damit eingerichtet hat, von der internationalen Gemeinschaft alimentiert zu werden – jenseits derjenigen, die tagtäglich zum Arbeiten nach Israel oder in die von Israel besetzten Gebiete gehen.
Allein in diesem Jahr sind bisher rund 300 Millionen Euro in Projekte in „Palästina“ geflossen. Für den Zeitraum von 2021 bis 2024 sind Finanzhilfen von 1,18 Milliarden Euro aus EU-Mitteln veranschlagt worden. Dass nun Lebensmittel, Medikamente und Produkte des täglichen Bedarfs nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung stehen und damit auf palästinensischer Seite auch menschliches Leben gefährdet ist, mag man aus humanitärer Sicht bedauern. Aber mit diesem Zustand sind wir, so schlimm es auch ist, seit Jahren konfrontiert – in Palästina, in den grenznahen Gebieten, aber eben auch in anderen Teilen der Welt, wie etwa jüngst in Thailand und Kambodscha oder in an deren Regionen der Welt, die eben nicht nach unseren westlichen Wertvorstellungen regiert werden.
Diese Ansichten sollen nicht als Gleichgültigkeit oder Herzlosigkeit missverstanden werden!
Aber auf die Karte der Solidarität mit den Palästinensern zu setzen und dies gerade jetzt zu tun, ist kein Meisterstück Macrons, sondern auch ein Versuch, sich selbst und sein Land wieder aufs Spielfeld internationaler Politik zu bringen. Ob die Initiative des französischen Präsidenten in der Mühle internationaler Diplomatie nicht zerrieben wird, muss sich erst noch erweisen!
Auf Abbas zu setzen, der (bisher) kaum eine Rolle spielt, ist ein gewagtes Unterfangen! Der 89-Jährige steht seit 2004 an der Spitze der Palästinensischen Autonomiebehörde und hat eben erst mit al-Scheich seinen designierten Nachfolger bestimmt




Frage:
Warum hat Ägypten die Grenze zum Gaza dichtgemacht?
Frage:
Warum gab es den „Schwarzen September“?
Frage:
Warum versickern die Milliarden Hilfsgelder in Tunnelbauten und Renten für Attentäter, in Hass-Rassismus-Antisemitismus und Antifeminismus Schullehrplänen?
Gute Beobachtungen über Hass durchtränkte Freunde Palästinas:
https://youtu.be/dNL_T2l2QTw?si=ZBjK2eIUB5UNc091