Die Buersche Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über bislang unbekannte Vorgänge, die sich am Rande der gestrigen Oberbürgermeisterwahlen ereignet haben sollen.
Wir zitieren den ganzen Artikel vollständig, weil er wegen kleiner Probleme mit der Druckerpresse leider nicht als Printausgabe erscheinen konnte. Angeblich soll dies im Zusammenhang stehen mit gewissen Schwierigkeiten, die sich in den nicht mehr vorhandenen Gebäuden des Pressehauses ergeben haben. – Lassen wir das einfach mal so stehen.
Buersche Zeitung
15. September 2025
im 97. Jahr nach der Zwangsvereinigung der Freiheit Buer mit dem Pack jenseits der Emscher
Groß-Gelsenkirchen-Buer hat gewählt
Gelsenkirchen-Buer-Altstadt
Die Oberbürgermeisterwahl in Groß-Gelsenkirchen-Buer fand statt, ergab ein Ergebnis und am 28. September wird noch eins erwartet.
Viel bedeutender allerdings waren die Vorgänge, die sich im Bildungsbunker kurz vor Schließung des dortigen Wahllokals ereigneten. Abgesandte von Umstürzlern wurden dabei beobachtet, wie sie verhindern wollten, dass bereits leicht vergilbte Stimmzettel in die Wahlurnen gelangen konnten. Die demokratischen Kräfte der einigen Stadtgesellschaft stellten sich dieser Wahlbeeinflussungsverhinderung erfolgreich entgegen.
Direkt beteiligte Aktivisten berichteten live und in Farbe: https://herrkules.de/2025/09/14/vorhin-im-wahllokal/#comments
Die Oberinbürgermeisterinkandidatin der vollkommendemokratischen Mitte, Frau Henze-Quasiwelge, nimmt heute Gespräche mit der im Rennen um das Amt bereits vorzeitig liegengebliebenen Frau Rosen auf. (Anmerkung der Redaktion: Auf den ausgezählten Wahlscheinen des erwähnten Wahllokals stand vereinzelt Welge statt Henze. Solche formalen Schönheitsfehler können immer passieren, haben aber keinen Einfluss auf das Wahlergebnis, wie gut gemachte Studien der Universität Bielefeld jederzeit zeigen könnten.)
Wie informelle Quellen preisgaben, hatte Frau Rosen nach dem 3. oder 4. Prosecco am Wahlabend erneut Interesse an einer Teilzeitstelle als Double der praktisch schon gewählten Oberinbürgerinnenmeisterin zur Absolvierung lästiger öffentlicher Verpflichtungen gezeigt. „Ich wollte immer was mit Menschen machen. Deshalb bin ich auch Finanzbeamtin geworden“, sagte Frau Rosen bei einem ungeplanten Vorgespräch auf der Damentoilette des Hans-Sachs-Hauses, als sie der in zwei Wochen sicher bestätigten, zukünftigen Amtsträgerin vor dem dortigen Spiegel dabei half, eine Wimper aus dem Auge zu entfernen, bevor es drohte, bläulich zuzuschwellen. „Da haben wir aber nochmal richtig Glück gehabt, was? Das hätte voll ins Auge gehen können. Ich zieh noch kurz die Lippen rot nach.“
Im Haushaltsentwurf 2026 sei bereits vor Monaten eine entsprechende Kostenstelle unter Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet worden. „Ja, das stimmt. Als Kämmerer muss man jederzeit mit dem Schlimmsten rechnen und vorbereitet sein“, antwortete Herr Wolterhoff telefonisch auf Nachfrage dieses Blattes heute morgen um 4.20 Uhr. Bei der Stichwahl am 28. September werde für Frau Henze-Welgeoderwieauchimmer ein Wahlergebnis erwartet, das über alle Pappelbäume gehe. Außerdem sei extrem viel zu tun und das schaffe die stärkste Frau nicht alleine. „Entsprechende Flyer mit Bäumen, einer Wahlempfehlung, sowie einem Gewinnspiel werden in den nächsten Tagen an alle Haushalte verteilt“, gab der vom gestrigen Tag hörbar gezeichnete städtische Haushaltswächter zu Protokoll. „Oder, nee, Moment, das war irgend was anderes. Man bekommt das ja alles nicht mehr auf die Kette, wofür wir das Geld rausballern müssen. Haben Sie noch ne Frage, oder kann ich jetzt weiterschlafen? In ein paar Stunden geht der ganze Wahnsinn ja schon weiter…“
Der gestern und in zwei Wochen unterlegende Oberbürgermeisterkandidat Herr Emmerich sieht sich dagegen mit schweren Vorwürfen konfrontiert. „Nein, ich bin weder verwandt noch verschwägert mit Lothar Emmerich. Glaub ich jedenfalls. Früher waren die Zeiten ja auch ganz schön wild. Aber, dass ich Gründungsmitglied des BVB sei, stimmt nicht. Im – lass mich überlegen, wann war das – April oder August 1909? – da hatte ich gerade mit der Lehre angefangen und bis dahin noch nie das Stadtgebiet von Gelsenkirchen verlassen. Das weiß ich noch wie heute.“
Zu einer Stellungnahme zum Ausgang der Wahl war die scheidende Amtsträgerin Frau Welge leider nicht bereit. Sie ließ uns durch eine Sprecherin mitteilen: „Ach, geht mir doch weg.“




Alles wird gut. Laut Markus Töns hat die SPD Gelsenkirchen in der Hand. Oder so.
Damit das auch jedem klar ist, postet er ein Bild mit Händen. 2 Hinter ihm, in Fußballer Siegerpose mit spratzendem Schweiß. Und mit seinen Händen, die erklärend die Wahrheit haschen, die zeigen, dass da etwas gaaaanz großes im Kommen ist, dass er bereit ist, für alles.
Mit Momper Schal.
Diese Hände werden Andrea Henze in die Stichwahl tragen.
Ja.
Diese Hände wehren Popelisten ab. Fügen Spalten zusammen.
Sie verdienen es, geküsst zu werden.
Kniet nieder in Ehrfurcht.