Hollow Talk (66)

Spritpreise kennen nur eine Richtung: IMMER NACH OBEN!

 Ich weiß nicht wirklich so ganz genau, was ich mehr bewundern soll: Den Einfallsreichtum der großen Ölkonzerne bei der Erfindung neuer Gründe, warum das Benzin, der Diesel und das Öl immer teurer werden, egal was kommt, oder die Unverfrorenheit, mit der die Öligo-Polisten gleich einer Mafiosi-Gang den Markt für Energieträger unter sich aufgeteilt haben. Denn unabhängig von den Produktions- und Lieferbedingungen, der Struktur der Einkaufs- und Vertriebswege und den Rahmenbedingungen des Staates („nur einmal am Tag die Preise verändern“) kennen die Preise nur einen Weg: Den nach oben!

Jetzt sind die Konzerne sogar so unverfroren, die langsam immer trockener fallenden Schifffahrtswege zu instrumentalisieren, um schamlos die nächsten Preissteigerungen für sich zu instrumentalisieren. Dabei können sie sich auf willige Helfer verlassen, etwa Stefan Dietzfelbinger von der niederrheinischen Industrie-und Handelskammer. Der Geschäftsführer der Handelskammer weiß uns zu erzählen: „Wir sehen jetzt schon, dass die Spritpreise aufgrund des Niedrigwassers gestiegen sind. Das ist ein Warnsignal.“ (Quelle: WAZ v. 11.8.2026, S.1) Weil also die Pegel wegen der Trockenheit fallen und der Schiffsverkehr nur eingeschränkt möglich ist, müssen die Preise nach oben gehen. Hat schon ´mal jemand die umgekehrte Argumentation gehört, etwa: „Weil die Schiffe wieder ungestört fahren können, denn die Flüsse führen ausreichend Wasser, sinken die Preise!“ Mir ist diese Argumentationsfigur unbekannt – jedenfalls bis jetzt!

Laut ADAC setzen sich die aktuellen Preise für Kraftstoffe wie folgt zusammen: Die reinen Kosten und Gewinnspannen (inklusive Rohöleinkauf, Raffination, Transport und Vertrieb) machen beim Dieselkraftstoff etwa 54 Prozent und bei Superbenzin rund 46 bis 50 Prozent des Verbraucherpreises an deutschen Tankstellen aus. Der Rest entfällt auf den Staat durch Energiesteuer, CO₂-Abgabe und Mehrwertsteuer. Preistreiber ist u.a. die Energiesteuer. Sie macht aktuell rund 32 % der Kosten aus. Im Einzelnen sieht das so aus:

 Energiesteuer: ca. 32 % (ein fester Betrag pro Liter, unabhängig vom Rohölpreis).

Hinzu kommen die Mehrwertsteuer und die CO2-Abgabe

Mehrwertsteuer: ca. 16 % (19 % auf den Nettopreis inklusive aller anderen Abgaben).

CO₂-Abgabe: ca. 7–8 % (nationaler CO₂-Preis für fossile Kraftstoffe).

Folgt man dieser Rechnung, fallen alleine gut 50% des Preises an den Tankstellen in das Steuersäckel des Staates. Damit ist der erste Räuber an der Tankstelle der Staat selbst. (Quelle: ADAC)

 

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3 Kommentare
Ali-Emilia Podstawa

Eine Stadt wie Gelsenkirchen, deren Gewerbesteuer zum Großteil (noch) von den ortsansässigen Raffinerien stammt, sollte über hohe Erzeugerpreise nicht klagen, wohl aber über alle Abgaben, die der dicke Junge ohne charakterliche und fachliche Eignung im Finanzministerium Berlin sich derzeit täglich einfallen lässt, um allen Menschen unter dem Label ‚Entlastung‘ das Leben gerechter (also teurer) zu machen.

Mondamin

Also irgendeine Eignung muss „Antifa Lars“ doch haben (oder gehabt haben). Sonst hätte die Antifa ihn doch nicht mitspielen lassen. Oder hat er damit nur „gestrunzt“, wie man bei uns in Buer früher zu sagen pflegte?

Ali-Emilia Podstawa

Sind nicht alle Antifa, seit dem eine Partei als Fa geframed wird? Wer will nicht als Langeweiler im Ortsverein die monitär optimale Parteikarriere hinlegen ohne von den Extremisten im eigenen Stall belästigt zu werden? So geht Polit-Traumkarriere!

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