Und nun? Ein Blick von der Seite. Oder aus dem Untergrund.
Alle ´mal herhören. Auch die, die schwerhören.
Jetzt ziehen wir erst einmal die Unterwanderstiefel an. Die hat bekanntlich der Liedermacher Süverkrüp in das deutsche Liedgut eingebracht – und damit ein ganz neues Schuhwerk am Markt platziert! Dieter Süverkrüp nimmt in seinem Song aus den 1960er Jahren die sich in der Bundesrepublik ausbreitende Angst vor dem sich (vermeintlich) ausbreitenden Kommunismus satirisch aufs Korn, wenn er u. a. ausführt, dass der Kommunist seine „Unterwanderstiefel“ anzieht, um die Ordnung der Bundesrepublik zu untergraben. Das alte Lied von Süverkrüp ist u.a. vom Satiriker Andreas Rebers später wieder aufgegriffen worden!
Unter der Überschrift „Kremlnahe Portale sehen Siegmund schon im Amt“ meldet ntv heute in einem Überblick über Beiträge die „russische Sicht“ auf die gestrige Wahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD ganz knapp an der absoluten Mehrheit vorbeigeschrammt ist und die CDU einen Absturz erlebt hat.
Nun haben die russischen Medien wohl übersehen, dass es gestern doch einige Zeit gedauert hat, bis feststand, dass das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) den Spung über die 5-%-Hürde geschafft hat. Dies hat wesentlich drei Konsequenzen:
Um eine Regierung der AfD, die Sitze an das BSW abgeben musste, zu verhindern, muss das BSW sich mit den anderen Gruppierungen (außer der AfD natürlich) verbünden. Nur in einer Fünfer-Koalition können sie die 39-Köpfe-starke Mehrheit der AfD aushebeln. Ob die Wagenknecht-Gruppe das aber will, ist noch offen!
Zweitens macht es das Wahlergebnis mit den starken Verlusten der CDU unwahrscheinlich, dass diese Partei noch den Anspruch erheben kann, die neue Regierung anzuführen, zumal es bei fünf Beteiligten (CDU, SPD, LINKE, GRÜNE, BSW) kompliziert wird, sich auf ein gemeinsames Regierungsprogramm zu verständigen.
Und drittens hat das Wahlergebnis auch Rückwirkungen auf die Kanzler-Partei in Berlin, die in einer Rede ihres Parteivorsitzenden Merz schon einen halbherzigen Versuch gemacht zu erklären, dass die Niederlage der CDU bei der Landtagswahl (Halbierung des Stimmenanteils) auch eine Niederlage der Gesamt-CDU ist. Merz hat sich in seiner Rede vor der Presse auch dazu hinreißen lassen, so schwer es ihm auch gewesen sein mag, eine ganz vorsichtige Form von Selbstkritik (zu wenig Empathie, das Volk nicht ernst nehmen etc.) zu äußern und Besserung zu versprechen.
Ob Friedrich Merz aber nicht schon längst jegliche Glaubwürdigkeit verspielt hat, bleibt abzuwarten.
Er ist und bleibt ein Ritter der hohlen Phrase, der das (Wahl-)Volk bestenfalls noch einlullen, aber nicht mehr überzeugen und schon gar nicht mehr begeistern kann!
https://www.n-tv.de/politik/Kremlnahe-Portale-sehen-Siegmund-schon-im-Amt-id31277736.html
Unterwanderstiefel-Song von Süverkrüp




Was für komische Tore stehen denn in Moskau neben dem Kremel herum, die ein Auge auf einen Politiker in einem Bundesland geworfen haben?
Viel erschreckender ist doch: Das Saarland passt 8 Mal in Sachsen-Anhalt hinein.
„576.037 Zweitstimmen“ so lauteten heute vielsagend einige Schlagzeilen der begnadeten Content Creatoren einiger Postillen. Ja, es waren genau 576.037! Hammer!
1.328.211 von 1.706.851 Wahhlberechtigten haben gewählt, aber genau 576.037 davon haben ihre Zweitstimme der Partei dieses Politikers gegeben. Fällt immer noch nichts auf?
576.037 ÷ 13.715 ist fast 42!
Addiert man 42 und 8 und dann genau 351 hinzu (U 351 war ein Nazi-U-Boot, das reinen Trainigszwecken diente bevor es durch die Nazis selbst versenkt wurde! Wacht auf!), erhält man exakt 401!
#GE401
Jetzt sollte allen in GE Angst und Bange werden.
Ob Friedrich Merz aber nicht schon längst jegliche Glaubwürdigkeit verspielt hat, bleibt abzuwarten.
Friedrich Merz und Glaubwürdigkeit in einem Satz verwenden? Und dann auch noch abwarten? Auf was?
Ein gewisser Herr aus dem Sauerland, der mit dem Spitznamen „Pinocchio“ betitelt wird?
Ich lese die Beiträge bei Herrn Kules auch deshalb gerne, weil sie glaubhaft und scharfsinnig formuliert sind.
Der Satz (sh. oben) ist aber m. E. etwas arg oberflächlich geraten.
— Johannes Rau, Berliner Rede 2004
Aus der Bierzeitung des TUS Germania 05 vom 11.04.1975
Der Meister spricht über die Lüge in der Politik
Ein Schüler fragte den Meister: »Hat die Lüge nicht einen Vorteil in der Regierung? Durch sie kann man das Volk beruhigen, die Feinde täuschen und schnell Ordnung schaffen.«
Der Meister sprach:
»Der Mensch mag durch die Lüge einen Morgen gewinnen — doch er verliert das Vertrauen aller Abende.
Ein Fürst, der täuscht, gleicht einem Dach, das nur gemalt ist: Es glänzt in der Sonne, doch beim ersten Regen ertrinkt das Haus.
Was nützt dem Baumeister ein schneller Pfeiler aus Stroh? Das Haus steht eine Nacht — und fällt über den, der darin schläft.«
Der Schüler sprach: »Aber Meister, die Menschen glauben die Lüge gern. Ist das nicht ihr Nutzen?«
Der Meister antwortete:
»Der Honig, der giftig ist, schmeckt süß — doch wer ihn reicht, wird verantwortlich für den Tod.
Wer das Volk täuscht, täuscht zuletzt sich selbst; denn er umgibt sich mit Schmeichlern, und niemand sagt ihm mehr, wo der Weg endet.
Ein Herrscher ohne Wahrheit ist ein Steuermann ohne Sterne: Er segelt stolz — geradewegs auf den Felsen.«
Der Meister fuhr fort:
»Drei Dinge braucht die Regierung: Nahrung, Waffen und das Vertrauen des Volkes. Müsste man eines aufgeben, so die Waffen. Müsste man ein zweites aufgeben, so die Nahrung. Denn der Tod begleitet den Menschen seit jeher — aber ohne Vertrauen kann kein Reich bestehen.
Der Lügner gewinnt den Tag und verliert das Reich. Der Wahrhaftige verliert manchen Tag und gewinnt die Zeit.«
Und der Schüler verneigte sich und schwieg.
Wahrheit, Lüge, alles von gestern?
Heute kommt es vor allem auf ein moralisch begründetes Framing an, das für gute Gefühle sorgt.
Wer es noch nicht kennt: Das Framing-Handbuch für die ARD zum Download:
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf
90 Seiten? Pfffffffffffff.. da muss man schon ein Demokratie-Ultra-Profi sein, um das in sein Leben zu integrieren, also zu verstehen und sein Handeln danach zu framen.. waren dass nicht diese blauäugigen Wurmbezwinger aus Der Herr der Ringe.. oder 2001 Odyssee im Weltall?