Die Gelsenkirchener Landtagskandidaten stehen nun fest.
Für die Grünen sind es Frau İlayda Bostancıeri und Frau Derya Halici.
In den sozialen Medien gab es Danksagungen hin und her zwischen Wählenden und gewählt worden Seienden, allerdings kaum Hinweise darauf, wofür die Damen gewählt wurden und – womit wir beim Thema sind – nichts, was mir als Wähler die Personen näher bringen könnte.
Keine Wahlaussagen, Versprechen, keine Schaufensterrede, kein Hinweis auf im Landtag gehaltene Reden, nichts was man im entferntesten als Arbeitsnachweis anerkennen könnte.
Genau das Politik Verständnis, wogegen die Grünen vor Jahrzehnten gegründet worden sind. Weg mit Hinterzimmer-Gemauschel, her mit Transparenz, Glasnost, Rotation etc. – nun ist man das geworden, wovor die Eltern immer gewarnt hatten. Ein Wahlverein.
Ganz anders die Kandidatin der AfD.
Viel Geschrei und Getöse, viel zur Schau gestellte Härte, Unerbittlichkeit, Behauptung der Geschlossenheit – Bewerbungsreden verraten in der Regel mehr als nur programmatische Worthülsen. Sie lassen ahnen, wie es weiter gehen wird.
Frau Enxhi Seli-Zacharias bleibt ihrer Rolle als harter Hund treu, hier mal die Todesstrafe einführen, da die Kastration für Sexualstraftäter, Nachhilfe mit Schaufel und Besen zur Reinlichkeitserziehung.
Man muss das alles nicht mögen.
Anerkennen muss man aber auf jeden Fall, dass sie sich den Bürgern, den Wählern, offensiv zu erkennen gibt. Und das ist gut so.
https://www.facebook.com/reel/999750179542656
Die Grünen Damen halten es eher mit der Pariser Kommune, Bescheiden und Still zu sein.
Am 25. März 1871 erließ das Zentralkomitee der Nationalgarde einen Aufruf zur Wahl des Stadtrates (Kommune) in Paris. Nach der Flucht der Regierung unter Adolphe Thiers nach Versailles übernahm das Komitee die Macht und rief die wahlberechtigte Pariser Bevölkerung dazu auf, ihre Vertreter zu legitimieren, was den Weg zur Ausrufung der Pariser Kommune ebnete.
„Vergesst nicht, dass diejenigen Menschen euch am besten dienen werden, die ihr aus eurer eigenen Mitte wählen werdet, die das gleiche Leben wie ihr führen und die gleichen Leiden еrtragen wie ihr. Hütet еuch vor Leuten die zu viel reden und vermeidet vom Schicksal begünstigte, denn selten will nur derjenige, der ein Vermögen besitzt, im Arbeitenden seinen Bruder sehen. Wählt eher diejenigen, die sich um eure Stimme nicht bewerben. Der wahre Verdienst ist bescheiden und es ist die Sache der Wähler, ihre Kandidaten zu kennen und nicht der Kandidaten, sich erst vorzustellen.“



