Migrationshintergrund? Können wir auch! Und es gibt solche Augenblicke, da ist es völlig wurscht, ob einen 100 oder 3.000 km von dem Punkte trennen, in Raum oder Zeit, wo man jetzt gern wäre. Da hat man nur Heimweh. Und dann schreibt man den Blödsinn auf, der einem dabei durch den Kopf geht:
Emigrantenlied Ich bin schon in jungen Jahren In die Welt hinausgefahren. Der Gedanke trieb mich vor sich her: “Scholven hat keine Arbeit mehr!” In der Fremde angekommen hat man gut mich aufgenommen. Ich heiratete und sag’ es laut: Hab ein Häuslein mir gebaut! Bin doch – gottlob – nach Nord gezogen, Der Herrgott als alles gerad’ gebogen. Doch manchmal, ehrlich, da vermisse ich sie die Frühlingstage in der Kolonie… Ich brauch’ keinen Dom und keinen Rhein und Weinberge können mir einerlei sein. Es fehlt nur, wenn ich tief Luft mal hole der Teerduft von frischverkokter Kohle.Migrationshintergrund
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