Im September 2024 veröffentlichte HerrKules seinen letzten Beitrag auf Facebook. Acht (!) Monate später fragte ein von uns sehr geschätzter Facebook Schreiber, was denn los ist. Ich zitiere aus meiner (!) damaligen Antwort:
Moin
ein Bündel an Gründen. Es gab gesundheitliche Probleme. Hat sich halbwegs wieder eingependelt.
Ich habe den Kram immer händisch zwischen HerrKules und Facebook hin und her übertragen müssen, hatte irgendwann wirklich keine Lust mehr auf Sekretärsarbeit. Wir wollen unabhängig bleiben und verzichten daher zu Gunsten von HerrKules auf Facebook und &.
Bei mir spielt weiter eine Rolle, dass ich die Selbstvermarktungsattitüden vieler Leute dort peinlich und unangenehm finde und ich nicht mehr mit Teil ihrer Marktstrategie sein möchte.
Den letzten Kick gaben die empörten und in Teilen strunzdummen Rückmeldungen auf unseren offenen Brief in Sachen Russland-Ukraine Krieg. Da weigerten sich Leute auch nur über Lösungsstrategien nachzudenken, da erklärte man mir, dass unsere politische Elite keinerlei Handlungsspielraum hätte. Die waren sauer, auf das Thema angesprochen zu werden.
So viel Blödheit bei gleichzeitiger Selbstüberschätzung habe ich nicht mal in den 60ziger, 70ziger Jahren mit all den noch aktiven Erzkonservativen bis Nazis erlebt.
Ausnahmen sind sicherlich Klaus Hollm….. und du z.B. – ihr habt eine völlig andere (eindeutig falsche – zwinkersmilie ) Sicht auf die Hintergründe des Krieges, aber ihr bleibt gesprächsbereit.
Was soll ich aber mit Typen anfangen, die HerrKules sperren, löschen, blockieren?
Was soll ich mit Typen anfangen, die nicht mal bemerken, wie sie sich intellektuell, emotional, kulturell, politisch völlig der kapitalistischen Logik unterworfen haben und stolz herumgockeln, wie großartig sie sind?
Die findest durch quer durch alle politischen Lager auf Fazzebuch, quer durch die sogenannte Stadtgesellschaft, quer durch die Kunst-Schickeria.
Ich hatte damals die Gelsenkirchener Geschichten als großes, auf 3 Jahre beschränktes soziokulturelles, künstlerisches Experiment im Selbstversuch gestartet, das war bewusst und geplant.
Jahrzehnte später habe ich nun aber keine Leidenschaft mehr, mich in allzu menschliche Tiefebenen zu begeben.
Klingt arrogant, ist aber nicht so gemeint.
Die verbleibende Energie muss sorgfältiger eingesetzt werden.
Ich lese ab und zu durchaus noch deine Spitzen, Treffer, Blitzchen und Donnergrollerein mit Vergnügen.
In diesem Sinne zum Gruße und herzlich auch (ungefragt) von Bernd
Heinz
Hat sich nach 2 Jahren nun etwas grundsätzlich verändert?
Nein.
Die Geschäftsführerin der großartigen ehemaligen Arbeiterpartei SPD, Ihres Zeichens bekennende Genderistin, hat Herrkules gesperrt, nachdem ich bemerkt hatte, dass zumindest die Gelsenkirchener SPD die Grünen im Gebrauch des Gender-Soziolekts übertroffen hat.
Die Quittung für den Wandel von einer politischen Partei zu einem Woke-Wabernden Kulturkampfverein, hat die SPD bekommen.
Die Grünen fanden schon viel früher Gründe, den Austausch zu beenden. Mal war es „Misogynie,“ mal „Rassismus,“ „Antiziganismus,“ „Faschismus,“ oder auch AfDlertum.
Andere wurden vorsichtig, weil in ihren Netzwerken Maschen durch Nähe zu HerrKules reißen und dadurch Einkommen wegbrechen könnten.
Warum also jetzt doch wieder Lebenszeichen auf Facebook, X, Telegram, Mastodon etc.?
Immer wieder werden wir darauf angesprochen, dass man Postings von HerrKules vermisst. Unsere Antwort, dass man einfach www.herrkules.de aufrufen könne, überzeugt nicht.
Wir werden also einen Kompromiss eingehen und nun Beiträge wieder auf den Soziale-Medien-Seiten melden. Wahrscheinlich, technisch bedingt, nur die Überschriften mit einem kurzen Textauszug.
So bekommen zumindest interessierte Leser die Meldung über neue Beiträge.



Habe immer gern die Beiträge gelesen, auch wenn ich nichts dazu geschrieben habe.