Raubkunst

ANDORRA – wo liegt das eigentlich?

Max Frischs Parabel „Andorra“, 1961 am Schauspielhaus in Zürich uraufgeführt, ist das wohl bekannteste Drama des Autors aus der Schweiz. Wie in vielen seiner Werke geht es auch hier um die Bildnis-Thematik – um Stereotype, um Vorurteile, um Klischees, um Zuschreibungen.

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EINE KLATSCHE FÜR DIE STADT UND DIE IM RAT VERTRETENEN PARTEIEN

In Sachen „Restitution Corinth-Gemälde“ ist die  „Beratende Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz“ (sog. Limbach-Kommission) zu einer Empfehlung gekommen, die einer politischen und moralischen Ohrfeige für die Stadt, die Verwaltung und die im Rat vertretenen Parteien gleichkommt. In einer ausführlichen Darstellung zeigt die Limbach-Kommission die Geschichte des Bildes „Bacchanale“ von

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Streit um Raubkunst

Seit geraumer Zeit schwelt in Gelsenkirchen eine Auseinandersetzung um die Rückgabe des Gemäldes „Bacchanale“ von Lovis Corinth an die Erben. Das Bild ist während der Nazizeit den Eigentümern abgepresst worden; im Kontext der Rassegesetze wurde die jüdische Berliner Eigentümerfamilie gezwungen, ihren gesamten Besitz- und damit auch das Gemälde – zu versteigern. Nahezu die gesamte Familie

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