Skandal! Kein vernünftiges Kriegsspielzeug in Gelsenkirchen zu bekommen!

Heute war ich in der WEKA. Na ja, in dem WEKA. Westfalenkaufhaus. Das hat aber früher niemand so gesagt. In dem WEKA. Datt war falsches Deutsch.

Aber das Westfalenkaufhaus gibt es schon lange nicht mehr. Dort ist auf 2 Etagen nun Müllers Drogeriemarkt. Die beste aller Frauen meinte, ich könne sie mal dort hinbegleiten, da sie auf der Suche nach einem sehr speziellen Werkzeug wäre. 80 cm lang, 6 mm dick, fällt definitiv unter das Waffenverbot. Würde im Bahnhof konfisziert werden, Rundstricknadeln können tödlich sein.

War da nicht was in Hitchcocks Psycho mit einer Stricknadel?

Ich halte also die Luft an, um ohne Bronchial- und Augenverätzung durch die Parfümerieabteilung zur Rolltreppe in die Spielwarenabteilung zu fliehen. Dort gibt es Kniffelblöcke, die auch auf der Einkaufsliste standen.

Die Spielwarenabteilung sah vor einigen Jahren noch ziemlich öde und leer aus. Nun haben wir aber einen Babyboom in Gelsenkirchen. Deshalb ist der Verkaufsraum übervoll mit Regalen, Schleich Tieren, Puzzles, lichtdurchflutet. Ein Farbenmeer explodierte auf meiner Netzhaut, ich meinte einen LSD Flash-back zu haben. Ich war in einem psychedelischen Film. So bunt kann Kindheit sein. Ich hatte keine Chance zu erkennen, was in den Verpackungen lag, sich hinter den Farbangriffen verbarg. Autos, Puppen, Puzzles… wer kann das wissen, wer kann das erkennen vor lauter Farbe. Hilfe… so muss die Hölle aussehen.

Ich tastete mich blind an den Regalen entlang zurück zur Rolltreppe, hinunter in den Geruchs-Hades

Was ich aber oben erkennen konnte: die Kriegstüchtigkeit wird noch nicht im Kinderzimmer einstudiert. Bis auf 5, 6 ziemlich plumpe Wild-West-Revolver Nachahmungen, keine AK47, keine Heckler G3, keine Panzerfäuste, keine Drohnen, keine Leopards, keine Patriots, nicht mal einfachste Folterwerkzeuge gab es dort.

Hey, liebe Schreibtischgeneräle von der CDUSPDGRÜNENFDPAFDFDPLINKEN – wie wollt ihr Putins Durchmarsch bis Lissabon verhindern, wenn ihr unsere Jugend nicht schon im Kinderzimmer haptisch und mental auf die große Kriegssause vorbereitet?

Die Verschuldung der nachfolgenden Generationen ist doch in den Sand gesetzt, wenn das Krieger-Gen nicht frühzeitig stimuliert wird.

Also, jetzt mal ran. Nicht nur die Autoproduktion auf Kriegswirtschaft umstellen, Panzer bauen. Her mit Uniformen für die Kleinen, Miniatur-MGs, Spielzeugmolotows.

Auf gehts,

Jeder Schuss ein Russ, jeder Tritt ein Britt, jeder Stoß ein Franzos!

Na ja, den Text müssen wir noch anpassen……

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