Wahnsinn als Methode. Die Seite mit dem ungebremsten Schaum vorm Mund (37)

Though this be madness, yet there is method in it. (Shakespeare, Hamlet, II/2)

 

Gehören Sie auch zu den Biertrinkern oder, im weitesten Sinne, zu den Verkostern alkoholischer Getränke, also etwa Mon Cherie, Weinbrandbohnen oder anderen Leckereien dieser Provenienz? Wenn Sie diese Frage(n) mit JA beantworten, können Sie ab hier weiterlesen. Bei einem NEIN natürlich auch, denn wir haben keine exakte Methode, um Ihnen nachweisen zu können, ob sie auf dem Weg zum Alkoholiker sind oder nicht, wobei es bekanntlich die Auffassung gibt, dass man schon bei einem Glas Wein pro Abend auf diesem Weg voranschreitet!

Dem guten Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781) wird bekanntlich die Phrase zugeschrieben: „Zu viel kann man nie trinken, doch trinkt man nie genug!“ Wie wahr! Schon im 18. Jahrhundert hat Lessing die Entwicklung bis in unsere Tage vorausgesehen, denn die Deutschen sollen zwar ausgemachte Biertrinker sein, aber meiden doch zusehends das germanische Getränk, für das unser Volksstamm so berühmt ist. Denn immerhin haben unsere Vorfahren bereits1516 in Bayern das Reinheitsgebot für Bier erlassen, nach dem die Kaltschale nur aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe gebraut werden darf. Diese herzogliche Vorgabe (Wilhelm IV. und Ludwig X.) wurde erlassen, um die Qualität deutschen Bieres zu sichern.

Das hat die Deutschen in ihrer Gesamtheit aber nicht davon abgehalten, immer weniger Bier zu trinken. Konkret bedeutet das: Im ersten Halbjahr 2025 ist der Bierabsatz in Deutschland erstmals seit 1993 unter vier Milliarden Liter gefallen. In Nordrhein-Westfalen etwa hat der Bierabsatz 54 Millionen Liter eingebüßt. Und die rund 1500 Brauereien in Deutschland stehen insgesamt unter enormem Druck und haben sich seit der Corona-Krise wegen steigender Kosten (Energie, Rohstoffe, Personalkosten, Verpackung, Logistik) kaum von dem Einbruch des Absatzes erholt – mit einer Ausnahme allerdings: Der Markt für alkoholfreie Biere wächst seit zwanzig Jahren und steht im Moment bei 799 Millionen Litern (2024).  Dann also: PROST!

Ein Bierchen am Abend kann sich Florian Wirtz nach seinem Wechsel zu Liverpool aber bestimmt noch leisten, denn der neue Vertrag, angeblich 150 Millionen EURO schwer, wird ihm das Feierabend-Bier schmecken lassen. Interessant ist daran aber, dass Wirtz diesen Vertrag ohne „Berater“ abgeschlossen haben soll. Um exakt zu bleiben: Wirtz hat sich nicht bei einer Berateragentur verdingt, sondern die Verträge machen – aufgepasst! – seine Eltern, die als „Vermittler“ zwischen Liverpool und Bayer Leverkusen aufgetreten sind, ein Modell, das Wirtz seit Jahren pflegt (wie etwa auch Josua Kimmich und Kylian Mbappè), wobei sich Familie Wirtz für rechtliche und steuerliche Fragen Unterstützung durch Rechtsanwälte geholt hat.

Nun erfolgt eine solche Entscheidung nicht aus Menschenliebe, sondern aus ökonomischem Kalkül: Es geht um die Einsparung von Ausgaben für „Berater“ (Einzelpersonen, Agenturen), die auch gerne schon mal 10% der Bruttobezüge eines Spielers (einer Spielerin) kassieren. Für die laufende Bundesligasaison haben „Berater“ rückwirkend für 2023/24 insgesamt 249,7 Millionen Euro von den Vereinen der 1. Bundesliga kassiert!

Da könnte ein Spieler wie Florian Wirtz mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 20 Millionen EURO selbst in Liverpool eine Menge Bierchen aus Deutschland einfliegen lassen!

Jetzt müssen wir aber ganz kurz noch auf Gelsenkirchen zu sprechen kommen. Kennen Sie Markus Heuer und Cornelia Keisel. Nein? Macht nichts! Sie sind die letzten beiden OB-Kandidaten, die die zehn Männer und Frauen auf der OB-Bewerbungsliste komplettieren.

Und die 10 ist bekanntlich in unserem christlichen Kulturkreis eine heilige Zahl!

 

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